10. Jan.
Tolles und spannendes Buch.
Rating:4

Tolles und spannendes Buch.

„Könntest du dir etwas ausrichten? … Sag dir, dass ich dich suche. Und sag dir auch, dass ich dich liebe.“ Die Situation scheint rettungslos verfahren. Auf der Hochzeit ihres Vaters erwischt Alex ihren Freund mit der Braut. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, ist es zu ihrer Verwunderung ausgerechnet Jack, der für sie eintritt. Jack, der perfekte Partner ihrer noch perfekteren Schwester. Mit seiner überraschend unkonventionellen Art wirbelt er jedoch nicht nur Fragen in Alex auf, sondern auch eine Menge Gefühle. Auf einmal ist Jack der Einzige, der sich nicht gegen sie stellt. Ihm nah zu sein bedeutet allerdings, sich mit Dingen auseinandersetzen zu müssen, denen sie längst abgeschworen hat. Jack hat nicht vor, ein Drama auszulösen, als er die prekäre Situation auf der Hochzeit zu retten versucht. Und doch passiert genau das. Seinen Fehler zu bereuen oder gar rückgängig machen zu wollen, kommt für ihn aber nicht infrage. Zu sehr fasziniert ihn diese Frau. Alex erinnert ihn daran, wer er war, bevor ihn die Schuld vor vielen Jahren in ein Gefängnis sperrte. Auszubrechen und zusammen mit ihr alles auf eine Karte zu setzen ist plötzlich die einzige Möglichkeit. Was aber ist, wenn sich zu verlieben nicht ausreicht? Wenn Hürden zu überwinden schwerer wird, je näher man sich kommt?

Was du mich sehen lässt
Was du mich sehen lässtby Maria Väth
2. Mai
Rating:5

Schon beim Anblick des tollen Covers von "Was du mich sehen lässt" von @maria_vaeth wollte ich das Buch nur allzu gern in die Hand nehmen und sofort loslesen. Was mich erwartet hat, war eine fesselnde Geschichte, die mich zudem total geflasht hat. Alex erwischt auf der Hochzeit ihres Vaters ihren Freund mit der Braut - in flagranti. Damit die Situation nicht eskaliert, wird sie vom Freund ihrer perfekten Schwester in einen Kuss gezogen - was ablenkt, aber natürlich ebenfalls für Zündstoff sorgt. Jack und Alex stehlen sich von der Party. Sie verbringen Zeit miteinander, sind sich sympathisch und merken, dass sie einander guttun. Aber da ist auch einiger alter Ballast, der es schwermacht, das Leben zu ordnen, anzukommen und sich auf eine Beziehung einzulassen. Können sie die Schatten hinter sich lassen und gemeinsam glücklich werden? Wer Maria Väth kennt, weiß, dass ihre Protagonisten aus dem Leben geschnitten sind, sie (meist) ihr Päckchen zu tragen haben und sich dem stellen müssen. Auch in ihrem neuen Buch hat Maria es wieder geschafft, tolle Charaktere zu formen, die mir auf Anhieb sympathisch waren. Es war spannend deren Lebensgeschichte zu erfahren und sowohl Alex´ als auch Jacks Vergangenheit haben mich berührt. Mich hat das Buch gefesselt und ich war mit Jack und Alex gefangen in ihrem Sturm der Gefühle, ich hab mit ihnen gelacht und geweint - und bin auch ein bisschen traurig, dass die gemeinsame Zeit zu Ende ist. Dieses Buch ist wundervoll und hat es auf jeden Fall auf meine "Highlights 2024"-Liste geschafft. Danke, liebe Maria!

Was du mich sehen lässt
Was du mich sehen lässtby Maria Väth
25. Apr.
Rating:5

Maria Väth, was hast du hier schon wieder geschaffen? Wie soll ich das denn in Worte fassen? Ich weiß nicht, ob ich dem gerecht werden kann und den nötigen Respekt zollen kann. Ich habe mittlerweile wirklich viele Bücher der Autorin gelesen und jedes hat mich mitgenommen. Doch die Handlung rund um Alex und Jack hat mich emotional und psychisch sehr mitgenommen. Das Cover ist schick, schlicht und harmonisch. Ich mag die Farbkombination und vor allem die Neutralität. Der Schreibstil von Maria Väth ist wahnsinnig gut. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, außer ich musste einmal durchatmen oder mich sammeln. Die Handlung ist so authentisch und nah geschrieben. Mir viel es unfassbar leicht mich in die Personen hineinzuversetzen. Außerdem war es durch die detaillierten Beschreibungen sehr leicht sich in die Situationen hinein zu denken und das Geschehen vor Augen ablaufen zu haben. Es gibt Auszüge in diesem Buch, die haben mich zu Tränen gerührt. Wie oft hab ich gesessen und genickt und mich so verstanden gefühlt. Da waren Sätze, die sind in meinem Kopf. Da sind Zweifel und Ängste, die auch mein Leben bestimmen. Doch warum sind wir so abhängig von Meinungen anderer? Warum ist es so schwer einen anderen Menschen einfach zu akzeptieren wie er ist, mit Fehlern, Macken und Ängsten? Alles muss immer so perfekt, so ideal, so stimmig sein. Doch wo ist das so? Im Bilderbuch? Doch aber nicht im Leben. Jacks Vergangenheit lässt ihn nicht los. Er lebt mit enormen Selbstzweifeln, Vorwürfen und Schuldgefühlen. Er hat gebüßt und doch ist er nicht frei davon. Alles kreist darum. Ständig die Erinnerung, die Präsenz durch andere. Doch er ist erwachsen und sollte doch sein Leben führen. Wieso tut er es nicht? Alex hat gar keinen Bock auf ihre Familie, doch ihr Vater heiratet. Sie hat Anstand und erscheint zur Feier. Als sie mit Jack, dem Partner ihrer Schwester, eine prekäre Situation beobachtet, agieren sie im Affekt. Dies hat Folgen. Doch Alex weckt in Jack etwas auf. Es beginnt ein wahrer Wirbelsturm der Gefühle, die Situationen überschlagen sich und plötzlich kommt alles anders. Ein Schreck und Schock jagt den nächsten. Zwischen diesem ganzen Trubel beginnt ein Licht zu leuchten, ganz schwach und doch stetig. Ist dies die Hoffnung für Jack und die Zukunft für Alex? Wieviel geben die Beiden für ein neues Leben? Können sie den Widrigkeiten trotzen und dieses Chaos mental und menschlich überstehen? Haben sie die nötige Geduld? Was wird aus dieser zarten Pflanze Liebe? Diese Handlung hat mich zerrissen und mir Mut gemacht. Mich zerfetzt und bestärkt. Ich kann gar nicht in Worte fassen, was ich empfunden habe. Dieses Buch bleibt hängen. Lässt einen nicht los. Wie die Autorin diese ganzen komplexen und tiefgehenden Themen angegangen ist, verdient meinen größten Respekt. Wow! Wenn ich könnte würde ich 100 Sterne geben! Danke Maria Väth. Danke für dieses Buch, das mich absolut berührt und mir dennoch gezeigt hat, dass nach jeder dunklen Phase ein Licht wartet. Das Leben ist lebenswert, egal wie schwer es gerade scheint. Wenn man kämpft und die richtigen Menschen an seiner Seite hat, kann man es schaffen.

Was du mich sehen lässt
Was du mich sehen lässtby Maria Väth
6. Feb.
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Rating:4

Etwas länger war es ruhig um Maria Väth, doch mit 𝑾𝒂𝒔 𝒅𝒖 𝒎𝒊𝒄𝒉 𝒔𝒆𝒉𝒆𝒏 𝒍𝒂̈𝒔𝒔𝒕 meldet sie sich nun zurück und hat mir ein schönes Leseerlebnis geschenkt. Alex ist ein spannender Charakter, jedoch hatte ich meine Schwierigkeiten mich in sie hineinversetzen zu können. Jack hat sich selbst aufgegeben und droht in seinen Schuldgefühlen zu ertrinken. Er ist mir sehr nahe gegangen, jedoch muss ich auch hier zugeben, dass nicht all seine Gedanken für mich nachvollziehbar waren. Die Autorin hat einen angenehmen, leichten und fesselnde Schreibstil. Die Kapitel werden abwechselnd sowohl aus der Sicht von Alex, als auch Jack erzählt. Dies führt sowohl die Gedanken, als auch die Handlungsstränge näher. Trauer, Schuldgefühle und immer wieder Gefühle die nicht genug zu seien scheinen. All dies führt zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.

Was du mich sehen lässt
Was du mich sehen lässtby Maria Väth
1. Feb.
Rating:5

Mitreißend, emotional und etwas fürs Herz oder auch „eine Hochzeit mit Folgen“

Schon das erste Buch, das ich von Maria Väth gelesen hatte - weil du mich atmen lässt - hat mich sprachlos zurückgelassen. Ich lese sehr viele Liebesromane, aber diese Tiefe in der Sprache und die Emotionen, die die Autorin auslösen kann, sind für mich mit das Beste, was das Genre zu bieten hat. Bei "weil du mich atmen lässt" fand ich auch die gesamte Handlung wirklich unvorhersehbar, und das passiert mir selten bei Love Stories. Daher waren die Erwartungen an "Was du mich sehen lässt" sehr hoch. Hoppla, der Prolog hat es in sich. Alex ist auf der Hochzeit ihres Vaters (er hat mal wieder die Liebe seines Lebens gefunden), erwischt dann aber noch auf der Feier ihren Freund mit der Braut in flagranti... das Chaos ist perfekt und dann küsst auch noch Jack, der perfekte Freund ihrer Schwester, Alex genau in dieser Situation. Klingt crazy - ist es auch und bildet einen kuriosen Auftakt in die Geschichte. Ich habe kurz überlegt, ob das eine Geschichte für mich wird, denn ich mag keine Dreiecks-Beziehungen und danach klang es für einen Moment, aber die Gefahr war schnell gebannt. Mal wieder entwickelte sich das Buch von Maria Väth in eine ganz andere Richtung als zunächst vermutet. Jack hat in seiner Vergangenheit Fehler begangen, trägt Schuld mit sich herum und versucht dennoch irgendwie sein Leben in den Griff zu kriegen und für diejenigen, die er liebt, da zu sein. Aber auch Alex ist nicht frei vom Trauma der Vergangenheit. Beide wirken verloren, stehen aber auch irgendwie mitten im Leben. Doch die Fesseln der Gesellschaft und der Vergangenheit sowie die starken unterschiedlichen Gefühle nehmen ihnen die Leichtigkeit und klare Sicht. Die Ereignisse überschlagen sich zwischenzeitlich und zu sehen wie sich beide Charaktere entwickeln, ist mitreißend und emotional. Überraschenderweise hat mich Alex' Charakter zunächst gar nicht angesprochen. Ich fand sie spannend, aber es ist keine Person, in die ich mich leicht hineinversetzen konnte. Dennoch hat es Maria Väth geschafft, dass ich mit der Protagonistin mitfieberte und ihre Schmerz nachvollziehen konnte - wenn auch nicht alle ihre Gedankengänge. Und genau das hat es vielleicht so überzeugend gemacht. Jack hingegen ist mir so nah gegangen. Auch hier konnte ich nicht alle seine Überlegungen verstehen und nachempfinden, doch ist sein Schmerz beinahe greifbar und am liebsten hätte ich ihm zugerufen "befrei dich!". Emotional und mitreißend, die Geschichte von Alex und Jack geht unter die Haut. Beide Schicksale einzeln betrachtet sind schon sehr heftig und ihre Begegnung macht es nicht leichter. Daher ist es umso schöner zu sehen, was die Geschichte mit sich bringt. Auch wenn "was du mich sehen lässt" nicht so unvorhersehbar war wie "weil du mich atmen lässt", hat auch dieses Buch 5 Sterne von mir absolut verdient. Ich würde dennoch "weil du mich atmen lässt" noch etwas mehr empfehlen - es ist für mich ein absolutes Herzensbuch, aber was soll’s… lest einfach beide!

Was du mich sehen lässt
Was du mich sehen lässtby Maria Väth
27. Jan.
Mein Fazit: Ein sehr berührender Roman, der in seiner Intensität mit seinem eigenem Tempo erzählt und dabei so vieles passiert. Besonders dieser Umgang zwischen Alex und Jack haben mich am meisten verzaubert mit ihrer hinreißenden Wortakrobatik.
Rating:5

Mein Fazit: Ein sehr berührender Roman, der in seiner Intensität mit seinem eigenem Tempo erzählt und dabei so vieles passiert. Besonders dieser Umgang zwischen Alex und Jack haben mich am meisten verzaubert mit ihrer hinreißenden Wortakrobatik.

Es beginnt mit einem einleitenden Prolog, der die ganze Misere oder den Beginn von etwas ganz Wunderschönem widerspiegelt. Man kann es sehen wie man möchte, denn jeden trifft es anders, aber für den Leser beginnt genau hier die Geschichte und erhält seinen Ursprung. Zwei Menschen treffen im absoluten Chaos aufeinander, wollen weiteres Chaos vermeiden und treten unbewusst einen neuen Sturm los. Mitten in diesem Desaster für all die anderen treffen Jack und Alex das erste Mal aufeinander und haben eine ganz besondere Verbindung zueinander. Eigentlich kennen sie sich unbewusst schon viel länger, jedoch nur aus Erzählungen Dritter. So nimmt die Handlung ihren Lauf und erzählt ihre ganz eigene Story über Jack und Alex, deren Hürden, deren Vergangenheit und deren Zukunft. Es endet in einem Epilog, ganz passend zum Rest der Geschichte und ganz im eigenen Stil der Protagonisten. Die Story verteilt sich über einen kürzeren Zeitraum von ein paar Monaten. Sie beginnt intensiv, bewegt sich dazwischen etwas im slow burn, aber verliert nie an Intensität und bleibt bewusst stark. Mit ihrer ganz eigenen Dynamik, einzigartigen Protagonisten und einem stetigen inneren Kampf gehen Gefühle, Vorurteile, Konventionen, Widersacher und der eigenen Vergangenheit geht es sehr fesselnd, gefühlvoll, einnehmend und tiefgründig zu. Dabei lernt man die Hauptcharaktere, ihre Eigenarten und ihre bewegende Vergangenheit näher kennen. Alex (Alexandra, 27), ist das sogenannte 5. Rad am Wagen. Die uneheliche Tochter, die sich nicht anpassen möchte, nirgends dazu passt und ihr eigenes eigenwilliges Ding macht. Allein durch ihre grüne Haarpracht fällt sich auf, ihren eigenen Modestil und ihre Berufswahl. Mit jungen Jahren verlor sie bereits ihre Mutter und musste ab da an allein für sich kämpfen. Dabei möchte sich einfach nur ehrlich geliebt werden. Jack (Jackson), das rebellierende Junge, der zum Vorzeigesohn wurde oder so ähnlich. Eine bewegende Vergangenheit, die zu falschen Entscheidungen führte und die Konsequenzen zog. Doch ein mann gab ihn nie auf und machte ihn zu etwas, den man auf die Menschheit loslassen kann. Vielleicht zu sehr nach seinen Wunschvorstellungen, doch der wahre Jack hat andere Träume und andere Zukunftspläne und versucht aus dem inneren Gefängnis auszubrechen. Das er ganz wundervolle Eigenschaften in sich trägt, kommt immer mehr zum Vorschein, man muss nur genauer hinsehen. Der Schreibstil ist absolut lebendig und einnehmend. Ab der ersten Zeile hat man ein perfektes Bild vor Augen und die Charaktere werden einfach authentisch, vielseitig, eigen und von locker bis ernst wiedergegeben. Es ist locker, dramatisch, spritzig in den Dialogen. Ich mochte es wieder sehr, es liest sich total angenehm, ist prickelnd und leicht sinnlich, aufregend und ehrlich in der tiefe mit viel Gefühl verbunden in seinen verschiedenen Stadien. Die einzelnen unterschiedlichen Lesekapitel sind durch kleine Überschriften gekennzeichnet und den jeweiligen Erzähler. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive im stetigen Perspektivenwechsel wiedergegeben. Das Buchcover verrät nichts, ist jetzt nicht super spektakulär, aber gerade so schlicht und stilvoll mag ich es sehr.

Was du mich sehen lässt
Was du mich sehen lässtby Maria Väth