Abgebrochen
Ich habe das Buch bei 60% abgebrochen. Der Anfang war für mich noch vielversprechend: Die Idee fand ich interessant, und mit den Figuren konnte ich bis zu einem gewissen Punkt auch etwas anfangen. Mit zunehmender Länge hat mich allerdings die Erzählweise immer mehr herausgebracht. Verschiedene Perspektiven sind für mich grundsätzlich kein Problem, aber hier kamen zusätzlich Kapitel hinzu, in denen ein Erzähler auf einer eher merkwürdigen Meta-Ebene direkt zum Leser spricht und gleichzeitig Vergangenes kommentiert. Das wirkte auf mich etwas unruhig und hat meinen Lesefluss gestört. Richtig schwierig wurde es dann ab etwa der Hälfte, als die Geschichte in diese Narnia -ähnliche Welt wechselt. Ab diesem Moment erklärt Jeremy praktisch alles, weil Rafe seine Erinnerungen verloren hat. Für mein Gefühl verlagerte sich der Fokus dadurch komplett aufs Erzählen. Es wurde sehr viel erklärt und wenig gezeigt, und diese ständige Wiederholung hat mich irgendwann nur noch genervt. Ich habe noch ein Stück weitergelesen, aber bei knapp 60 % war für mich dann Schluss. Die Grundidee hat Potenzial, aber die Art, wie sie erzählt wird, hat bei mir nicht funktioniert. Da dies mein erstes Buch der Autorin ist, kann ich nicht sagen, ob dieser Stil typisch für sie ist - falls ja, passt er für mich persönlich eher nicht.

