Still ist die Nacht ist ein ruhiger, atmosphärischer Schwedenkrimi, der weniger auf Action setzt und dafür stark über Stimmung kommt. Das Setting auf einer abgelegenen Insel während eines Yoga-Retreats sorgt von Anfang an für eine unterschwellige Spannung, die sich langsam aufbaut. Die Geschichte lebt vor allem von ihrer dichten Atmosphäre und den zwischenmenschlichen Spannungen. Ermittlerin Maya Topelius wirkt sympathisch und menschlich, auch wenn sie für mich emotional etwas auf Abstand bleibt. Der Fall selbst ist solide konstruiert, ohne komplett zu überraschen. Insgesamt ein gutes Buch für alle, die skandinavische Krimis mögen, die ruhig erzählt sind und mehr Wert auf Atmosphäre als auf Tempo legen.

Nachdem mich Band 1 sehr gut unterhalten hatte,und ich diese angenehme Dynamik im Buch mochte,war für mich relativ schnell klar,dass ich auch Band 2 lesen möchte. Allerdings hatte ich beim Cover den Eindruck,dass es im Winter spielt und das 'weiße' Schnee ist 😅 Aber weit verfehlt. Die Geschichte spielt im Sommer,denn Maya möchte einfach mal abschalten und verbringt ihren Urlaub auf einer abgelegenen Schäreninsel. Dort nimmt sie an einem Yoga Retreat Teil. Aber was wäre eine abgeschiedene Insel ohne Mordfall? Das Szenario empfand ich als sehr spannend. Die Geschichte braucht allerdings etwas bis sie so richtig an Fahrt aufnimmt. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört. Die Besinnlichkeit des Retreats ist ein bisschen auf mich übergesprungen. Sobald der erste Mord geschieht ermittelt Maya natürlich verdeckt,denn eins ist klar: der Mörder muss ja unter ihnen sein,denn ein Sturm zieht auf und die Insel kann unmöglich verlassen werden. Es war eine interessante,ruhige und toll erzählte Story. Nichts wirklich tiefgründiges,aber das war auch nicht weiter schlimm. Ich mochte die Umgebungsbeschreibungen sehr,auch wenn es etwas komisch war, dass man im Winter ein Buch rausbringt was im Sommer spielt 😅🤭 Nichtsdestotrotz wurde ich wirklich gut unterhalten und es hat eine wohlige Stimmung verbreitet. Ich habe sowohl das eBook gelesen als auch das Hörbuch gehört. Heike Warmuth hat es wunderbar vertont.

Meinung: Nachdem mir der erste Band der Reihe so gut gefallen hatte, war ich gespannt, wie es mit Maya Topelius weitergeht und freute mich auf die Fortsetzung. Der zweite Band führt uns auf die Schäreninsel Svartlöga, wohin sich Maya für einen Sommerurlaub zurückzieht. Ihr Plan: einige entspannte Tage beim Yoga-Retreat, das von ihrer Freundin Emely geleitet wird. Bereits am ersten Abend kommt es zwischen Maya und Emely zu einem heftigen Streit, der die Stimmung belastet. Kurz darauf geschieht ein Mord. Maya beginnt verdeckt zu ermitteln. Die Lage spitzt sich weiter zu, als ein Sturm über die Insel hereinbricht und alle Anwesenden von der Außenwelt abgeschnitten sind. Plötzlich wird klar, dass der Mörder sich möglicherweise noch unter ihnen befindet. Wird sie es schaffen den Täter zu finden? Die Atmosphäre und das Setting der schwedischen Schären ist so lebendig dargestellt, sodass man sich selbst in der unberührten Natur der Insel wähnt. Ihre detaillierten, bildhaften Beschreibungen lassen den Ort förmlich vor dem inneren Auge entstehen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken authentisch. Der Konflikt zwischen Maya und Emely stand mehr im Vordergrund, sodass die Ermittlungen in den Hintergrund gerückt sind. Dies führte dazu, dass die Spannung, die ich mir gewünscht hätte, nicht durchgängig vorhanden war. Kurz vor dem Schluss nimmt die Spannung jedoch endlich Fahrt auf, und es gibt einige unerwartete Wendungen, aber es konnte mich nicht mehr überzeugen


