Leider genau das, was ich erwartet habe.
Lor setzt ihre Reise fort, um die Krone von Herz zu finden – begleitet vom Auroraprinzen Nadir, mit dem sie nicht nur ein Ziel, sondern auch eine zunehmend komplizierte Verbindung teilt. Dabei knüpft die Handlung nahtlos an den ersten Band an und vertieft sowohl die Welt als auch die Beziehungen. Der Titel verspricht mehr, als er hält: Der Aurorakönig bleibt überraschend blass und rückt hinter das eigentliche Kernthema zurück – die Entwicklung der Beziehung zwischen Lor und Nadir. Diese ist aufgrund ihrer Vorgeschichte und Machtverhältnisse glaubwürdig ambivalent angelegt, verliert für mich aber durch das ständige Hin und Her an Reiz. Viele Konflikte wirken unnötig in die Länge gezogen; ein ehrliches Gespräch hätte so manches Missverständnis schnell aus dem Weg geräumt. Stattdessen drehen sich die inneren Monologe oft im Kreis. Auffällig ist zudem der starke Fokus auf Sexualität: Immer wieder wird die Handlung von expliziten Szenen unterbrochen, was den Erzählfluss eher bremst als bereichert. Positiv ist, dass Figuren und Hintergründe weiter ausgearbeitet werden und man mehr über Lor und die Königreiche erfährt. Insgesamt wirkt das Ganze jedoch stellenweise oberflächlich und repetitiv. Mein Fazit: ein typischer Mittelband, der notwendiges Fundament legt, aber erzählerisch nicht voll überzeugt – es heißt dranbleiben, in der Hoffnung, dass Band drei die offenen Versprechen einlöst.





























































