
Inhalt:
Henry ist ein brillanter Ingenieur, der nach unzähligen Stunden in seinem Heimlabor den Durchbruch seiner Karriere erzielt hat — er hat ein künstlich intelligentes Bewusstsein erschaffen. Den noch unfertigen Roboter nennt er William. Niemand weiß von William. Henrys Agoraphobie hält ihn im Haus gefangen, und seine Besessenheit von seinem Projekt sorgt dafür, dass er sich ständig auf dem Dachboden aufhält, fern von allen anderen — einschließlich seiner schwangeren Frau Lily. Als Lilys Kollegen auftauchen, weil sie Henry endlich kennenlernen und das neue Haus sehen wollen — das intelligenteste aller Smart Homes — beschließt Henry, ihnen William vorzustellen. Und die Situation entwickelt sich schnell von seltsam zu deutlich schlimmer. Schon bald entdecken Henry und Lily, dass die Sicherheits-Upgrades, die eigentlich dafür gedacht waren, Gefahren draußen zu halten, noch viel besser darin sind, sie drinnen einzusperren. — „William“ von Mason Coile konnte mich vor allem mit seiner spannenden Grundidee überzeugen. Der Plot rund um ein Smart Home, Isolation und eine künstliche Intelligenz, die mehr Kontrolle besitzt, als einem lieb ist, hat definitiv Atmosphäre. Auch der Schreibstil ließ sich angenehm und flüssig lesen, wodurch man schnell durch die Seiten kommt. Leider war für mich relativ früh absehbar, wohin die Geschichte steuert. Sowohl der Twist als auch das Ende konnten mich deshalb kaum überraschen, was bei einem Thriller dieser Art natürlich etwas Spannung rausnimmt. Trotzdem kein schlechtes Buch — für zwischendurch absolut okay und durchaus unterhaltsam, aber eben nichts, das mir länger im Kopf bleiben wird.


