
Unhappy vs. Lucifer 🖤
Und aus dem pinken Drogendrip entwickelt sich ein alles verzehrendes pinkes Feuer das alles und jeden verbrennt und mich gleich mit. Der 2. Band beginnt genau dort wo der erste aufgehört hat und plötzlich existiert diese Zuckerwattewelt nicht mehr. Stattdessen driftet alles immer weiter in einen dunklen sich selbst verschlingenden Abgrund. Ich sag euch das war wirklich hart und hat mich stellenweise stark an „Hunting Adeline“ erinnert. Gleichzeitig reichen sich hier Stockholm Syndrom und Konditionierung die Hand auf der verzweifelten Suche nach der Wahrheit. Doch ab der Hälfte des Buches waren Jelly und Luciano kaum noch zu ertragen. Dieses permanente Hin und Her sowie Lucianos fehlende Empathie und sein mangelndes Einfühlungsvermögen haben mir endgültig den Rest gegeben. Ich hätte am liebsten ins Buch gegriffen und beide einmal ordentlich durchgeschüttelt. Anfangs fand ich es noch witzig, dass Luciano die Süßigkeiten klaut, doch in diesem Band waren die Auswirkungen bei ihm einfach nur noch purer Horror. Außerdem musste ich unfassbar viel weinen und fand die Geschichte insgesamt einfach nur schlimm. Nicht, weil das Buch schlecht geschrieben ist, sondern weil es so gut geschrieben ist und in diesem Band so viel Schreckliches passiert, dass man kaum damit klarkommt. Super realistisch, super grausam und dadurch auch super gut. Was mir allerdings überhaupt nicht gefallen hat waren einige Szenen zwischen dem Paar. Probleme wurden gefühlt totgeschwiegen, auf die Drogen geschoben oder einfach spontan eine Nummer geschobene. Und das ging mir viel zu schnell und einfach. Hierbei hätte ich mir wirklich mehr gewünscht. Dafür war dann aber mein absolutes Highlight am Ende als Luciano genau diesen einen Move von Jelly kopiert hat. Einfach ein Ende mit einem großartigen Knall.


