
Fig. Yanis & Pierre: Wie alles begann von Poppy Lamour setzt vor der eigentlichen Fig Reihe an und erzählt die Geschichte rund um das Kennenlernen von Yanis & Pierre. Wie bereits durch die Fig-Reihe bekannt, lernen sich Yanis und Pierre bei einem Aktmalkurs kennen. Pierre vertritt dort seinen Freund Axel und von Beginn an spürt Pierre, dass Yanis etwas besonderes ist. Das sorgt bei Pierre zuerst für Probleme, weil er noch in einer Beziehung ist und seine Freundin eifersüchtig und mit der Beziehung nicht zufrieden ist. Nachdem ihm vor versammelter Mannschaft eine Szene gemacht wird und Pierre so dargestellt wird, als würde etwas mit ihm nicht stimmen, zieht er die Reißleine und beendet den Kontakt. Yanis fängt ihn auf und direkt zu beginn an ist klar, dass die beiden Gefühle füreinander hegen. Während sie sich annähern, sehen sich beide mit der Vergangenheit und deren Probleme konfrontiert. Probleme, die den beiden auch zugetragen werden. Das Buch besticht durch den locker leichten Schreibstil von Poppy Lamour – auch gerade durch den düsteren Anfangs- und Mittelteil. Wir lernen sowohl Pierre als auch Yanis von einer neuen Seite, die nicht weniger authentisch ist, kennen. Man erfährt das Pierre nie so gesehen und akzeptiert wurde, wie er ist, weder von Freunden und Familie. Dasselbe gilt für Yanis der schon früh auf eigenen Beinen stehen musste. Dieser wurde zwar akzeptiert, gleichzeitig wurde ihm ein völlig falsches Gefühl von Liebe und Zuneigung vermittelt. Gemeinsam schaffen die beiden das Beste aus dem jeweils anderen herauszuholen. Die Gefühle hierzu hat die Autorin sehr gut beschrieben und man fühlt die schwere des ersten Teils und gleichzeitig auch die Freude des zweiten Teils. Die Geschichte knüpft nahtlos an die späteren Bände an und es entstehen keine fragwürdigen Gegebenheiten, die nicht zu den späteren Geschehnissen passen. Dennoch wurde die Geschichte so erzählt, dass nach wie vor Geheimnisse da sind und den Leser mit offenen Fragen zurücklassen. Yanis & Pierre: Wie alles begann ist eine gelungene Ergänzung zur Fig-Reihe, die trotz der schweren Themen locker und leicht daher kommt und einige offene Fragen klärt. Ich bin gespannt welche Fortsetzungen noch kommen werden und kann die Reihe nur empfehlen. Hier wird mit Stereotypen und Klischees aufgeräumt, spicy Szenen ansprechend verpackt und mit Spannung eine ausgewogene Beziehung dargestellt.

