
Es scheint sicherer zu sein, in Romanen über die Liebe zu lesen, als sie selbst zu erleben. (S.302)
Zitate: Schuldgefühle stachen in die ungeschützten Teile meines Herzens, in die winzigen Fetzen, die sich noch immer nicht der Wahrheit stellen und einfach nicht begreifen wollten, dass nicht jede Mutter eine Mama sein wollte. (S.27) Es ist schwieriger, eine einzige Frau wirklich kennen und verstehen zu lernen, als sich tausend Nächte durch die Betten Tausender Frauen zu schlafen. Aber es ist auch lohnender. (S.121) Wenn ich weiterhin darauf warte, dass das Leben mir die richtigen Umstände bietet, um es zu leben, werde ich es nie leben. (S.299) «Es gibt eine Warnung, ein Geräusch, das dein Herz macht, wenn es zum ersten Mal merkt, dass es bei der Person, der du vertraut hast, nicht mehr sicher ist. Das ist nicht so sauber und unpersönlich wie ein Zerbrechen. Wenn das passiert, kann man es reparieren, vorausgesetzt man findet alle Teile. Aber eine Seele zu erdrücken– das erfordert ein gewisses Maß an… intimer Grausamkeit. In deinen Ohren dröhnt dieses verzweifelte, röchelnde Keuchen. Als ob du nach Luft ringst und vor aller Augen erstickst. Als würden dir das Leben und die beschissenen, selbstsüchtigen Entscheidungen eines anderen die Luft abschnüren. Und die Sache ist die, dass man dieses Geräusch nicht immer als das erkennt, was es ist– ein Attentat. Man registriert nicht, was eigentlich passiert, wenn die Luft schwindet. Du hörst dieses Gurgeln, als wärst du unter Wasser, und bist trotzdem irgendwie davon überzeugt, dass der nächste Atemzug kommt– du bist ja nicht kaputt. Das kann man doch wieder reparieren. Also kämpfst du und klammerst dich an das bisschen Luft, das noch da ist. Du kämpfst und du strampelst, weil dieses schicksalhafte, tief verwurzelte Ding, das du Liebe nennst, sich weigert, auf einen Schlag zu verschwinden. Das wäre viel zu barmherzig. Echte Liebe muss ertränkt, unter Wasser gedrückt werden, bis sie aufhört zu strampeln. Das ist der einzige Weg, sie zu töten.» (S.328) Wann immer eine Geschichte endet, egal auf welche Art, sind die Möglichkeiten vorbei. Sie ist, was sie ist, oder sie war, was sie immer war. (S.379) «Trauer ist ein starkes, unlogisches Gefühl, und manche Erinnerungen bleiben besser unter Verschluss und unberührt.» (S.430) Tragödien haben die Angewohnheit, sanfte Dinge zu zerbrechen und die zerbrochenen Teile auf eine Weise zusammenzulöten, die wir nicht kontrollieren können. Manche formt es zu stärkeren, widerstandsfähigeren Wesen. Bei anderen verschmelzen die Teile, bevor sie heilen, und es bleiben nur messerscharfe Kanten zurück. (S. 549)































































