Ein Buch mit Startschwierigkeiten. Wer sich durch die toxischen Konflikte und den zähen Beginn quält, wird am Ende mit einem spannenden Finale belohnt. Es ist kein Highlight, aber es hat genug Potenzial geweckt, dass ich doch wissen möchte, wie es im nächsten Teil weitergeht.
Inhalt & Handlung: Im Fokus stehen die Drillinge Alexandra, Lily und Selena – Vollwaisen und mächtige Übernatürliche. Nach einem einschneidenden Vorfall landen die drei an einem Internat für Übernatürliche, was ihre Welt völlig auf den Kopf stellt. Besonders für Selena, die stets die Verantwortung für ihre Schwestern getragen hat, ist die Umstellung massiv. Während es zu Beginn primär um die Eingewöhnung und die Entdeckung ihrer Fähigkeiten geht, kommen zum Ende hin düstere Geheimnisse ans Licht, die in einem spannungsgeladenen Cliffhanger münden. Meine Meinung: Der Einstieg: Ein steiniger Weg - sehr steinig 😅 Ich muss ehrlich sagen: Der Start fiel mir extrem schwer. Auf den ersten 30 bis 50 Seiten war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Die Geschichte wirkte anfangs sehr gekünstelt, und die Gründe für weitreichende, teils katastrophale Konsequenzen fühlten sich oft fadenscheinig an. Man findet nur schwer Zugang zu den Protagonisten, da in der ersten Hälfte schlichtweg zu wenig passiert, um wirklich in die Welt einzutauchen. Charaktere und Dynamik Ein großer Kritikpunkt ist für mich die Atmosphäre zwischen den Charakteren. Der "Zickenkrieg" wird hier meisterlich beherrscht, was auf Dauer sehr anstrengend ist. Die Dynamik ist oft toxisch und negativ; fast jede Interaktion besteht daraus, dass sich die Protagonistin physisch oder psychisch mit ihren Schwestern, ihrem Schwarm oder Fremden ständig in den Haaren hat. Positive Momente sucht man fast vergeblich. Darunter leidet auch die Tiefe der Nebencharaktere, die oft blass und einseitig bleiben. Besonders Selena wirkt in ihren Motiven oft unverhältnismäßig, und ihre Taten scheinen kaum echte Konsequenzen nach sich zu ziehen, was eine spürbare Charakterentwicklung verhindert. Schreibstil und Erzählfluss Der Schreibstil ist einerseits flüssig, andererseits empfand ich die Dialoge und manche Satzkonstruktionen als gewöhnungsbedürftig und schwer verdaulich. Ich weiss nicht, ob das am der Übersetzung liegt? Zwischendurch zieht sich die Erzählung stark in die Länge, da der Weltenbau und die Beziehungsgeflechte zugunsten der ständigen Konflikte vernachlässigt werden. Das Finale rettet die Story Was das Buch rettet, ist das letzte Drittel. Hier nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf, die Story wird deutlich besser und es wird richtig spannend. Die aufgedeckten Geheimnisse machen neugierig auf die Hintergründe und gleichen die vorherige Langatmigkeit ein Stück weit aus.









