Band 4 und Finale Ein emotionaler Small-Town-Roman mit ganz viel Herz, einem echten Green-Flag-Bookboyfriend und genau der richtigen Portion Drama.
„Small Town Hero“ erzählt die Geschichte von Jess, die mit ihrer Tochter vor ihrer toxischen Vergangenheit flieht und in ihrer Heimatstadt einen Neuanfang wagt – und dabei nicht nur alte Freundschaften wiederfindet, sondern auch Gefühle für Parker, die sie lange verdrängt hat. Während sie versucht, sich und ihrer Tochter ein stabiles Leben aufzubauen, muss sie sich gleichzeitig ihrer Vergangenheit stellen und herausfinden, was sie wirklich will. Für mich ist das bisher der beste Band der Reihe. Vor allem Parker hat es mir total angetan – er ist für mich eine absolute Green Flag. Er ist geduldig, verständnisvoll und drängt Jess zu nichts. Statt Erwartungen aufzubauen, gibt er ihr genau den Raum, den sie braucht, unterstützt sie in ihren Entscheidungen und ist einfach konstant für sie da, ohne sie einzuengen. Gerade im Umgang mit ihrer Unsicherheit, ihrer Vergangenheit und auch mit Emma zeigt er, wie respektvoll und aufmerksam er ist. Er hört zu, wartet, urteilt nicht – und das macht ihn für mich zu einem der stärksten männlichen Protagonisten der Reihe. Insgesamt war das Buch für mich aber „nur“ etwa 0,5 Sterne besser als Band 1, während mir Band 2 und 3 eher mittelgut gefallen haben und nicht ganz meinen Geschmack getroffen haben. Mit Jess hatte ich zwischendurch so meine Schwierigkeiten, besonders am Anfang. Ich konnte ihre Gefühle und ihre Situation zwar nachvollziehen, aber ihr Verhalten hat mich manchmal echt frustriert. Umso schöner fand ich aber ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte – die war wirklich gut gemacht und glaubwürdig. Besonders gefallen hat mir auch, dass man wieder so viel von Parkers Geschwistern mitbekommt, die man ja schon aus den vorherigen Bänden kennt. Es war richtig schön zu sehen, wie sich deren Leben weiterentwickelt hat – mit ihren Partnern und inzwischen auch Kindern. Das hat der Geschichte nochmal mehr Tiefe und ein richtiges „Familiengefühl“ gegeben. Ein weiterer Pluspunkt war für mich, dass Parkers Eltern hier eine deutlich kleinere Rolle gespielt haben. Die fand ich in den vorherigen Bänden teilweise eher schwierig und unsympathisch – vor allem den Vater, aber auch die Mutter in Band 1. Deshalb war es angenehm, dass sie hier nicht so im Fokus standen. Auch die Atmosphäre rund ums Segeln und das Meer wurde richtig schön eingefangen. Man hat gemerkt, wie viel das Parker bedeutet, und diese Liebe zum Meer hat sich total gut auf die Geschichte übertragen. Gegen Ende wurde es mir kurzzeitig etwas zu viel Drama, da sehr viele Dinge auf einmal passiert sind. Zum Glück hat sich das Ganze relativ schnell wieder aufgelöst, sodass es nicht zu anstrengend wurde. Das Ende selbst fand ich minimal abrupt, aber trotzdem irgendwie schön und passend für die Geschichte. Insgesamt ein gelungener Abschluss der Reihe, mit kleinen Schwächen, aber viel Herz.


