Jasmin Engel hat hier ein wirklich klasse Buch abgeliefert. In "Eresh und die zwei Planeten" verbindet sie wunderbar historisches mit Sci-fi. Ich war richtig begeistert. Denn ich liebe Sci-fi. Bin ja nicht umsonst riesiger Stargate Fan.
Eresh hat es nicht leicht. In ihrer Welt wird sie trotz ihrer göttlichen Herkunft wie eine Außenseiterin behandelt. Als ihr Vater ihr sie vor eine schwierige Wahl stellt ist die innerlich zerrissen. Soll sie sein Angebot annehmen und mit ihm gehen? Oder soll sie auf der Erde bleiben bei ihrer irdischen Familie? Und was ist mit den Gefühlen für den jungen Mann der wie sie ein Halbwesen ist?
Ihr wollt wissen wie sie sich entscheidet? Dann lest doch das Buch.
Alleine der Mix, antike Sumerer ~ Außerirdische Welten, hat mich magisch angezogen. Na ihr wisst schon, antike Völker, Erzählungen und Legenden über die Anunaki und andere Außerirdische Besucher.... das ist einfach irgendwie meins! Und Jasmin hat beide Welten, die Antike und die Hochebtwickelte, Technologische unglaublich gut dargestellt, und glaubhaft zusammengebracht. Man merkt dass, richtig viel Recherche, hinter der Geschichte steckt.
Mit den Protagonistin Eresh, und ihrem "Außerirdischen" Schuri, hat sie auch absolut mein Herz gewonnen. Die Geschichte ist spannend und Herzergreifend, gleichzeitig. Und lässt außerdem, sehr locker weglesen, ich habe das Buch in ein paar Tagen, durchgesuchtet ♡
Das utopische Buch entführte mich nach Uruk, ein Stadtstaat im alten Sumer ca. 2500 v. Chr., in dem Frauen keine Rechte besaßen und Zwangsverheiratungen an der Tagesordnung waren. Doch das Herzstück dieser Geschichte ist Eresh, ein 16-jähriges Halbwesen, halb Mensch und halb Anunnaki - jene Götter, die von den Menschen in Tempeln verehrt wurden. Diese einzigartige Abstammung versetzt Eresh in eine Position, in der sie vor einer entscheidenden Wahl steht: Soll sie auf der Erde bleiben oder den wandernden Götterplaneten wählen, und dies für immer?
Die Autorin Jasmin Engel entfaltet die Erzählung behutsam und vermittelt den Lesern ein tiefes Verständnis für die Sumerische Lebensweise und die inneren Konflikte von Eresh. In einer Gesellschaft, in der sie aufgrund ihrer Herkunft gemieden wird, sehnt sich Eresh nach Akzeptanz und dem Wunsch, ihren göttlichen Vater besser kennenzulernen. Die Begegnung mit Schuri, einem weiteren Halbwesen, verändert alles. Die gemeinsame Verbindung zu ihm und das Gefühl der Zusammengehörigkeit lassen Eresh immer wagemutiger werden und der Wunsch, die neue Welt, in der es sogar Himmelsbarken (Flugobjekte) gibt, kennenzulernen, wird immer größer. Die Frage ist, wie gut meint Schuri es wirklich mit ihr?
Die Spannung der Geschichte steigerte sich kontinuierlich, sodass es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen. Jasmin Engel hat einen tollen flüssigen Schreibstil. Vor allem konnte ich mich in Eresh hineinversetzen und ihre Gedanken, ihren Zwiespalt, die Neugierde und die Angst vor Veränderungen nachvollziehen.
Fazit:
Jasmin Engels einfühlsamer Erzählstil ermöglichte es mir, sich in Eresh hineinzuversetzen und ihre inneren Konflikte nachzuvollziehen. Die Spannung baute sich stetig auf und ab der Mitte des Buches ist es vor Spannung kaum noch auszuhalten gewesen, was dazu führte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. "Eresh und die zwei Planeten" ist eine fesselnde Geschichte, die mich in eine längst vergangene Zeit entführte und die inneren Kämpfe einer jungen Halbgöttin eindrucksvoll darstellt.