
Große Erwartungen und ein holpriger Start Der Klappentext klang unglaublich vielversprechend und meine Erwartungen an dieses Buch waren dementsprechend groß. Ich hatte mich auf eine packende, düstere M/M Fantasy eingestellt, doch der Einstieg fiel mir überraschend schwer. Zugegeben: Die ersten 70 % der Geschichte ziehen sich ziemlich in die Länge. In diesem ersten großen Teil bleibt das Worldbuilding leider eher flach und auch die Charaktere ließen für mich an anfänglicher Tiefe vermissen. Es plätschert ein wenig dahin, wo man eigentlich epische Dark Fantasy und eine intensive M/M-Dynamik erwartet hätte. Die Dynamik und das Charakter-Gespann Im Fokus der Geschichte steht allen voran Nikolas – ein gebrochener, tief traumatisierter Soldat, dessen emotionale Narben man auf jeder Seite spürt. Flankiert wird er von Prinz Vasilis und dessen Freund Julian. Die Dynamik zwischen den Männern hat definitiv Potenzial, brauchte aber schlichtweg zu lange, um wirklich warmzulaufen. Was das Buch von Anfang an rettet, ist der Schreibstil. Ariana Nash schreibt angenehm flüssig, bildhaft und leicht zu lesen. Sie schafft es trotz der erzählerischen Längen, eine durchgehend düstere Atmosphäre zu kreieren, die von Intrigen, Geheimnissen und bitterem Verrat durchsetzt ist. Das fulminante letzte Drittel – Rettung in Sicht? Und dann kamen die letzten 30 % – und die haben das Ruder komplett herumgerissen! Plötzlich zieht das Tempo massiv an, die Ereignisse überschlagen sich und die Spannung schnellt in die Höhe. Auf einmal war genau die Intensität da, die ich mir von dieser M/M Fantasy erhofft hatte. Fazit: Ein Buch, das einen sehr langen Atem fordert, mich am Ende aber doch noch kalt erwischt hat. Nach diesem starken Finale überlege ich tatsächlich, dem nächsten Band eine Chance zu geben. Für Fans von düsterer M/M Fantasy mit einer ordentlichen Portion Intrigen trotz Startschwierigkeiten auf jeden Fall einen Blick wert!









