Ein Liebesroman zum mitleiden, mitfiebern und mitfühlen. Ich habe ihn regelrecht verschlungen.
Nachdem ich Kapitel 1 gelesen hatte, musste ich erstmal schlucken, denn dieses Kapitel hatte es gleich zu Beginn in sich und zeigte mir, dass dies keine leichte Kost werden wird. Nur hatte ich danach erst einmal Probleme mit dem Zeitsprung. Während das erste Kapitel in der Vergangenheit spielte, ging es ab Kapitel 2 in die Gegenwart. Deshalb hätte ich es persönlich besser gefunden, wenn das erste Kapitel als Prolog ausgelegt gewesen wäre. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Schnell hatte ich mich dann wieder zurechtgefunden und seitdem flogen die Seiten nur so dahin und als ich später auf die Uhr sah, waren bereits 4 Stunden vergangen und ich war bei über 30%. Hilfreich war auch, der lockere und wirklich mitreißende Schreibstil der Autorin, den ich schon in ihrer “Einfach Liebe” Reihe liebte. Im Endeffekt ist diese Reihe ähnlich aufgebaut, wie die gerade genannte Buchserie. Eine Patschworkfamilie und jedes Familienmitglied bekommt seine eigene Geschichte. Doch der Unterschied ist, dass nicht die Kinder ein Trauma haben, sondern der Vater. Das hat es in sich und ihn extrem geprägt. Deshalb hätte ich ihn zu gerne x-mal wachgerüttelt, denn seine sture und kühle Art verletzte nicht nur ein Familienmitglied. Zum Glück gab es aber seine Frau Stefanie, sie versuchte mit Geduld und Gelassenheit die Lieblosigkeit von ihm auszugleichen. Deshalb muss ich an dieser Stelle auch sagen, dass er mir, trotz seines negativen Verhaltens, aufgrund seiner Kindheit auch etwas Leid tat. So etwas geht wirklich an keinem spurlos vorbei. Deshalb bin ich sehr gespannt, wie seine Geschichte weitergeht und ob er sein eigenes Verhalten am Ende bereut und zur Einsicht kommt. Denn während dieser Story-Strang offen blieb (er zieht sich wahrscheinlich über alle Bände), wurde der Hauptstrang von seiner Tochter Christine und Philipp beendet. Diese Geschichte holte mich auch schnell ab. Ich liebte es, wie beide Protas immer miteinander sprachen, keiner wegrannte, wenn es ein Problem gab und diese Liebesgeschichte somit keinem unnötigen Drama ausgesetzt wurde. Auch wenn ich mir oftmals gewünscht hätte, dass Philipp gleich mit Christine gesprochen hätte und somit einige Probleme hätten reduziert werden können. Zusätzlich fesselte mich Phillips Geschichte, die mir persönlich ebenfalls sehr nah ging. Ich empfand das Thema als sehr gut umgesetzt. Somit kann ich einfach nur eine klare Leseempfehlung aussprechen und Fans der “Einfach Liebe”-Reihe nur sagen, dass es sich lohnt, auch dieser Serie eine Chance zu geben. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht, mit Christines Vater, aber auch mit Christines Geschwistern, dem Anwaltsschreiben und der Familie. Deshalb gebe ich diesem Buch volle 5 Sterne und warte nun ungeduldig auf Band 2, denn Band eins hat einen gemeinen Cliffhanger, der mir aber irgendwie auch gefallen hatte.

