Einen weiteren Band der Seelenwächter-Chroniken gelesen und ich weiss ehrlich nicht, wie Nicole Böhm das macht, aber diese Reihe bleibt einfach spannend! Kaum ein Kapitel ist ruhig, ein Ereignis folgt dem nächsten und ich liebe es!
Ohne zu Spoilern sind Rezensionen langsam nicht mehr möglich, wer aber kurze Bücher (wie Episoden einer Serie) lesen mag, ist hier genau richtig. Die Mischung aus Realität und Fiktion ist grossartig und am liebsten würde ich mir direkt den nächsten Band holen.
Ein temporeicher achter Band, in dem die vielen Machtspiele die Spannung stetig anheizen und Lust auf die nächsten Teile machen
„Die Chroniken der Seelenwächter – Band 8: Machtkämpfe“ macht seinem Titel alle Ehre: Die Fronten verhärten sich, alte Bündnisse geraten ins Wanken und jede Figur muss neu ausloten, auf wessen Seite sie wirklich steht. Besonders gut gefällt, wie die inneren Konflikte der Charaktere mit den äußeren Auseinandersetzungen verknüpft werden, sodass nicht nur mit Magie und Waffen gekämpft wird, sondern auch mit Loyalität, Vertrauen und Angst. Die Handlung wirkt dadurch dichter und drängender, immer wieder gibt es überraschende Wendungen, die die bisherigen Ereignisse in ein neues Licht rücken. Für einen Reihenband mittendrin bietet „Machtkämpfe“ genau die richtige Mischung aus Antworten und neuen Fragen.
Leider konnte mich dieser Band nicht so begeistern.
Das mag hauptsächlich an dem großen Schatten liegen, den der vorhergehende Band geworfen hat. Dieser war absolut genial mit schneller Handlung und viel Action. In diesem Teil hingegen haben wir haufenweise Dialoge über Dialoge, die ich teilweise einfach unnötig in die Länge gezogen fand.
Außerdem fand ich das Aufeinandertreffen von Jess und Jaydee nach den vorangegangenen Geschehnissen leider irgendwie unglaubwürdig. Alles ist cool, die Sonne scheint und Einhörner pupsen Schmetterlinge ... Naja, das war mir zu harmonisch. Möglicherweise liegt das Problem für mich aber auch darin, dass ich die Beziehung der beiden in ihrer Gesamtheit noch nicht wirklich nachvollziehen kann.
Auch die Situation mit Violett fand ich kritisch.
Ja, Jess leidet, aber dass auch alle Seelenwächter um sie rum der Meinung sind, der Plan des Rates sei Mist, fand ich auch unglaubwürdig. Denn ich hatte das Credo der Seelenwächter bisher so verstanden, dass es gilt die Menschheit zu beschützen. Wenn dies durch den Verlust eines einzelnen zu bewerkstelligen ist, sollte man es dann nicht tun? Aber gut, das ist eine Diskussion die schon für viele schlaflose Nächste gesorgt hat.
Leider fand ich, dass in diesem Band einfach nichts relevantes passiert ist. Alles war nur viel Bla Bla.
Das ist ok, solange der nächste Band wieder etwas mehr Plot liefert :-).
Jetzt gibt es viele Charaktere, viele Handlungsstränge, die zwischendurch immer mal wieder zusammen kommen.
Wenn man jetzt nicht dran bleibt, wird es wahrscheinlich schwer allem noch folgen zu können.
Die wechselnden Sichten machen alles interessanter und spannender. Außerdem bekommt man verschiedene Eindrücke durch mehrere Charaktere und das macht es (mir zumindest) leichter sich ein eigenes Bild zu machen.
Trotz allem habe ich noch viele Fragen und bin gespannt auf die Antworten 🤩