
Verry Bad Revenge ist ein Buch, das mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht hat. Schon der Titel wirkt bewusst provokant und ein bisschen übertrieben – und genau das spiegelt sich auch im Inhalt wider. Die Geschichte dreht sich um Rache, aber nicht auf die klassische, vorhersehbare Weise. Stattdessen bekommt man eine Mischung aus Emotionen, dunklem Humor und teilweise absurden Situationen. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass die Handlung bewusst mit Erwartungen spielt und diese dann bricht. Das kann spannend sein, wirkt aber an manchen Stellen auch etwas chaotisch. Besonders interessant fand ich die Hauptfigur. Sie ist alles andere als perfekt, trifft fragwürdige Entscheidungen und wirkt dadurch erstaunlich menschlich. Man versteht ihre Motive, auch wenn man nicht immer mit ihr mitfühlen kann. Genau das macht den Reiz des Buches aus: Es zwingt einen, sich mit moralischen Grauzonen auseinanderzusetzen. Der Schreibstil ist direkt und teilweise sehr roh. Das passt gut zur Thematik, kann aber je nach Geschmack auch anstrengend sein. Manche Passagen lesen sich schnell und packend, andere ziehen sich etwas oder wirken überladen.




























































