
Dieses Buch hätte für mich ein absolutes Wohlfühl-Highlight werden können…
Curvy Protagonistin, romantische Komödie, Selbstakzeptanz und Mental Health – eigentlich genau mein Ding. Und es gab auch wirklich vieles, was ich richtig mochte. Crystal war für mich als Protagonistin unfassbar authentisch. Ihre Gedanken rund um Körperbild, Selbstwahrnehmung und Social Media konnte ich komplett nachvollziehen. Besonders ihre Beiträge waren für mich 100% Mental Health und goldwert für alle, die sie lesen. Auch der Schreibstil war super flüssig und zum Wegatmen. Die Dialoge zwischen Crystal und Scott waren großartig, die Dynamik der beiden richtig gut und zu großen Teilen hat auch ihre Entwicklung für mich funktioniert. Gerade die Momente, in denen die Fetzen geflogen sind, waren lebendig, witzig und schön geplottet. Aber leider gab es auch so viel, was mich genervt hat. Manche Nebenfiguren und Handlungsstränge wirkten auf mich eher überflüssig oder erzwungen. Die Einblicke in Crystals Arbeit fühlten sich stellenweise an wie: „muss halt rein, damit es authentischer wirkt“. Und der Plot schwankte für mich extrem zwischen „kann ich kaum weglegen“ und „zieht sich ohne Ende“. Besonders das Drama gegen Ende hat mich dann wirklich genervt. Dieses offensichtliche „Nein, wir dürfen das nicht“-Hin und Her war irgendwann so inszeniert, dass ich sogar den Spice übersprungen habe. Am Ende lag ich nachts um 1 Uhr da, habe geseufzt und dachte nur: „Endlich durch.“ Nicht, weil alles schlecht war. Sondern weil es mich so frustriert hat, wie viel Gutes in diesem Buch steckt und wie sehr mich der Rest trotzdem genervt hat. Für mich leider 2,5 Sterne — schade ums Potenzial.




















































