Gutes Buch mit Bezügen zu realen historischen Persönlichkeiten und Bezügen
„Alchemistin wider Willen“ war für mich ein durchweg gelungenes Leseerlebnis. Der Einstieg fällt leicht, da man die Hauptcharaktere sehr schnell kennenlernt und sie von Anfang an sympathisch wirken. Dadurch entsteht sofort eine Bindung, die einen durch die Geschichte trägt. Besonders gut gefallen haben mir die immer wieder eingestreuten Bezüge zu realen historischen Persönlichkeiten und Ereignissen – etwa zu Nicolas Flamel, Jean Eugène Robert-Houdin oder den Salem-Hexenprozesse. Diese Verknüpfungen zwischen Fiktion und Geschichte verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe und machen sie besonders reizvoll. Bei der Figur Dorian hatte ich stets das Bild der Gargoyles aus Der Glöckner von Notre Dame vor Augen, was meiner Vorstellung beim Lesen eine ganz eigene, fast märchenhaft-düstere Atmosphäre verlieh. Auch die Suche nach dem Mörder ist spannend aufgebaut. Die Auflösung kam für mich überraschend, da die Verdächtigen eher dezent in die Handlung eingebunden sind. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Alles in allem ist es ein lesenswertes Buch mit einer gelungenen Mischung aus Fantasy, historischen Elementen und Krimispannung. Den zweiten Teil werde ich auf jeden Fall ebenfalls lesen.










