Eine Geschichte über Stalking, leider absolut unglaubwürdig
Mich hat diese Geschichte leider gar nicht abgeholt. Dieses Buch handelt von der verheirateten Theaterschauspielerin Hazel, die sich gerade damit beschäftigt, vom aktiven Schauspiel in den Ausbilderbereich zu wechseln. Dies u.a. weil sie anscheinend nicht sehr gut mit ihren Kollegen klar kommt und auch Mobbing ein Thema ist. Ihr Ehemann Willem ist für zwei Wochen außer Haus auf einer Konferenz mit seiner Firma. Anfangs habe ich geglaubt, diesen Ehemann gibt es garnicht.
Jetzt beginnt es merkwürdig zu werden. Hazel bemerkt, dass sie gestalkt wird. Es beginnt damit, dass sie feststellt, dass jemand in ihrem Haus war.
Aber statt die Polizei zu informieren, sorgt sie dafür, dass die Schlösser ausgewechselt werden.
Dann bekommt sie immervwieder kryptische Nachrichten, zum Teil mit Fotos ermordeter Personen.
Und so geht es immer weiter.
Sorry, aber warum lässt man das alles so schleifen anstatt die Polizei einzuschalten? Für mich absolut unverständlich.
Die letzten 3 Kapitel wurden etwas spannender, konnten aber nicht wettmachen, was die ganze Zeit vorher passiert ist.
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Zusammenfassung
Ein Leben im Rampenlicht. Das hat sich Hazel von klein auf erträumt und es zu einer Schauspielkarriere ans Stadttheater geschafft. Doch nach vielen Jahren harter Arbeit möchte sie nun ihre Karriere als Schauspielerin aufgeben und Schauspiellehrerein werden. Dem ständigen Neid und der Missgunst, was ihr tag täglich in ihrem Job begegnet, möchte sie nun den Rücken zu kehren. Doch plötzlich bekommt sie ständig seltsame und sogar makabre Botschaften zugespielt und nicht nur das, Hazel hat das Gefühl beobachtet zu werden. Fest steht, jemand möchte ihr Angst machen und diesem jemand gelingt dies ganz gewaltig.
Meinung
Ein Psychothriller, der die Nerven auf eine ruhige, unblutige Art anspannen lässt. Das zentrale Thema der Geschichte ist Stalking und im Mittelpunkt steht die junge Schauspielerin Hazel. Wir begleiten Hazel Im Laufe der Geschichte und lernen sie immer besser kennen. Sie ist bei ihrer Mutter aufgewachsen, die erst vor wenigen Monaten verstorben ist. Hazel nimmt der Tod ihrer Mutter noch sehr mit, da sie sie immer als ihre ganz persönliche Heldin betrachtet hatte. Ihr Verhältnis zueinander schien sehr gut gewesen zu sein und ihre Mutter akzeptierte ihren Entschluss Schauspielerin zu werden und unterstützte sie bei der Erfüllung ihres Traumes. Hazel lebt glücklich zusammen mit ihrem Mann in einem Haus in einer eher ruhigeren Gegend. Zum Zeitpunkt der grausigen Geschehnisse ist Hazel allerdings alleine, da sich ihr Mann gerade auf Geschäftsreise befindet. Zwischenzeitig hatte ich den Eindruck, dass ihr Mann vielleicht gar nicht existiert und eventuell nur ein Teil ihrer Fantasie ist, da während der Abwesenheit ihres Mannes kaum eine direkte Kommunikation stattfand. Da Hazel ein sehr verschlossener Charakter ist und auch so gut wie keine Freundschaften zu pflegen scheint, vertraut sie sich während der ganzen Geschichte niemanden an. Eventuell hätte es ihr mal ganz gutgetan, sich z.B. mal einer Freundin anzuvertrauen. Auch Beruf und Privates versucht sie strickt zu trennen. Sie wirkte auch sehr kontrolliert und sehr zurückhaltend. Hazel zog es vor lieber „nochmal eine Nacht darüber zu schlafen“, als sofort zu handeln. Im Laufe der Geschichte gibt es eine Reihe Verdächtige. Darunter ihre Kontrahentin Pia, die Hazel ständig schikaniert. Dann der aufdringliche Kollege Elliot, der ihr plötzlich ständige Avancen macht und ständig Grenzen überschreitet, die für Hazel nicht mehr nur freundschaftlich sind. Zur guter Letzt noch ihre ehemalige Schauspielehrerin Orla, eine herrische Persönlichkeit, die durch ihr Auftreten Hazel immer nur sehr klein werden lässt. Beim Lesen habe ich mich natürlich oft gefragt, wieso sie sich z.B. nicht gegen die Mobbingattacken von Pia wehrt, sie allgemein zur Rede stellt, wieso sie Elliot keinen Riegel vorschiebt und ihm klar sagt, dass ihr das zu weit geht oder warum sie überhaupt noch zu der Orla geht, die ihr doch sowieso keine Hilfe ist? Aber es wird schnell klar, dass Hazels verschlossener Charakter es gar nicht zulässt in die Offensive zu gehen. Ich empfand Hazels Charakter ist für einen Psychothriller ideal gewählt. Ihre Gedankengänge zu verfolgen fand ich sehr interessant. Ihre Fragen an sich selbst, manchmal auch diese Hin und Her und ihre Überlegungen, die zu ihrem Stalker führen könnten empfand ich gut um Spannung aufzubauen. Es bleibt auch bis zum Ende spannend und auch erst zum Ende erfahren wir, wer sich hinter all dem verbirgt. Ein Stalker oder vielleicht doch nur Hazels Psyche?
Fazit
Ein Psychothriller, der sich mit der Stalkerthematik befasst und tief in die Psyche eindringt.