
Krimi aus journalistischer Perspektive
Es ist der 3. Fall für Polizeireporterin Gesa Jansen von der Hamburger Abendpost. Und wieder ist es erfrischend, dass der Krimi nicht aus der üblichen Ermittlerperspektive erzählt wird. Die Seite der Polizei spielt nur eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund steht die journalistische Arbeit, die Jagd nach der großen Story, der Druck der Vorgesetzten und die Konkurrenz mit Kollegen anderer Medien. Es geht auch darum, über was wann und in welcher Form berichtet wird und wie man mit Quellen und vertraulichen Infos umgeht. Darum geht’s: Der Selbstmord einer jungen Schauspielerin zieht eine Reihe von Morden nach sich. Schnell ist klar: Der Serientäter hat es auf Kritiker der Toten abgesehen. Und damit geraten auch Kollegen im direkten Umfeld von Polizeireporterin Gesa Jansen in Gefahr. Hanna Paulsen entwickelt wieder eine spannende Krimihandlung. Witzig ist diesmal, dass die eingefleischte Polizeireporterin Gesa Jansen sich plötzlich in Kulturkreisen zurechtfinden muss. Zum Glück steht ihr dabei ihr Kollege Björn Dalmann zur Seite. Die Beiden sind seit Band 1 zu einem richtig guten Team geworden. Die Protagonisten sind mir sehr sympathisch. Diesmal sind die beiden Journalisten mir tatsächlich besonders ans Herz gewachsen. Gute Protas sind schon mal die halbe Miete. Die angenehme Länge der Kapitel ist ein weitere Pluspunkt. Immer habe ich gedacht: Och, da geht noch eins. Dadurch bin ich sehr zügig durch die Story gekommen. Aber auch dank der Geschichte, die sich einfach gut liest, spannend ist und durch viele Twists vorangetrieben wird. So konnte mich der Fall bis zum Schluss fesseln und bei der Stange halten. Fazit: "Der Tod im Feuilleton" hat mir wieder gut gefallen. Ich empfehle das Buch allen, die unblutige Krimis mögen und mal aus journalistischer Sicht ermitteln wollen. Aktuell ist der Krimi als eBook erhältlich. Das Taschenbuch folgt in Kürze.

