Eine schöne Idee, die nicht ganz trägt
Bei diesem Buch war ich etwas hin- und hergerissen. Die Prämisse fand ich super: ein Fluch, Wiedergeburt und eine schicksalshafte Liebe, die sich in den verschiedensten Epochen wiederfindet. Stellenweise hat das Buch diese Idee auch toll umgesetzt. Man blickt wirklich in die verschiedenen Epochen und erfährt, wie Romeo und Julia sich dort kennengelernt haben und wie tragisch ihre Liebe jeweils endet. Aber an vielen Stellen bleibt das Buch leider zu oberflächlich. Julias/Helenas Charakter ist in den Augen von Romeo/Sébastien perfekt, und auch wenn sich das schön anhört, brauchen Charaktere einfach ein paar echte Schwächen. Auch in einer Beziehung darf es Reibungspunkte geben. Die Auflösung des Fluchs und des Handlungsstrangs um Helenes Exmann fand ich zudem super platt. Hier hat sich kein Charakter wirklich weiterentwickelt, um ein Problem zu lösen. Die übergeordnete Message – dass man die gemeinsame Zeit genießen sollte – fand ich ganz nett eingearbeitet. Kurz: eine nette Geschichte, die leider an ihrem eigenen Potenzial scheitert. Ich würde sie nicht noch einmal lesen.







