
Ein bisschen viel Gedankenkarussell
Sieben Monate nachdem sie ihrer Schwester Piper bei der Renovierung der gemeinsamen Bar geholfen hat, kommt Hannah mit einer Filmcrew nach Westport zurück. Weil ihre Schwester die Schwiegereltern erwartet, kommt Hannah bei Womanizer Fox unter, der ihr mittlerweile ein guter Freund geworden ist … Die Bellinger-Schwestern sind zurück, oder zumindest eine davon, dieses mal geht es nämlich um die deutlich ruhigere und vernünftigere Hannah. Die versucht ihre Leidenschaft für Musik mit ihrer Arbeit in der Filmbranche zu verbinden und sich endlich auch mal ein wenig ins Rampenlicht zu rücken. Dadurch hat sie mir richtig, richtig gut gefallen, denn Hannah will zwar ihr Stückchen vom Kuchen abbekommen, aber sich auch selber treu bleiben. Im Grunde mag sie nämlich ihre hilfsbereite Art und das sie ihren Mitmenschen unter die Arme greifen kann und da sie sich nicht ausnutzen lässt, ist daran auch überhaupt nichts auszusetzen. Es macht sie im Gegenteil sehr sympathisch. Mit Fox sieht das dagegen ein bisschen anders aus. Auch wenn die ganze Zeit wirklich sehr viel darüber gesprochen (und noch mehr darüber nachgedacht) wird, dass er mehr ist als nur sein Aussehen und sein Erfolg bei Frauen - den Beweis im Buch bleibt die Autorin doch ein bisschen schuldig. Vor allem im Vergleich zu Brendan aus dem ersten Band wirkt Fox leider etwas oberflächlich und da hilft es auch nicht, dass er sehr viel nachdenkt. Sehr, sehr viel. So viel, dass die Geschichte leider ab der Hälfte etwas zerfasert und an Spannung verliert, weil sich die Gedankenkarusselle der beiden doch sehr schnell drehen. Es ist das übliche Dilemma, das zumindest ich bei Friends-to-Lovers häufig habe - wo keine Probleme sind wird künstliches Drama aufgebauscht. Und noch etwas hat mir bei ‚It Happened With You‘ gefehlt: Die Interaktion der beiden Schwestern. Von Piper ist fast das ganze Buch über nichts zu lesen und das ist wirklich extrem schade, hat doch gerade die Beziehung der Beiden im ersten Band so viel vom Charme des Buches ausgemacht. Und gerade das Setting mit der Filmcrew in Westport wäre ja wie geschaffen für ein paar exaltierte Piper-Auftritte gewesen. Trotzdem war es sehr schön wieder bei den Bellinger-Schwestern in Westport zu sein und die gesamte Geschichte beider Bücher zusammen finde ich wunderbar rundum gelungen!


















