Echtzeitalter von Tonio Schachinger erzählt die Geschichte des 15 jährigen Till,der in Wien ein traditionsreiches Internat besucht,in dem er sich als eher introvertierter Schüler schwer tut. Seine Leidenschaft sind Computerspiele, insbesondere das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 2,worin er es in die Top 10 der Welt schafft. Um seiner Spielleidenschaft nachgehen zu können,nimmt er Bestrafungen seines Lehrers Dolinar klaglos hin. Der Schulalltag wird authentisch beschrieben und Erinnerungen an meine eigene Schulzeit kamen hoch, obwohl die schon eine gefühlte Ewigkeit zurückliegt.Aber manches ändert sich wohl nie....😁 Aufgrund der langen verschachtelten Sätze musste ich mich sehr konzentrieren,damit ich am Ende des Satzes noch wusste,wie er angefangen hat. Kein Buch für mal eben zwischendurch. Trotz allem fand ich es interessant Tills Schullaufbahn bis zur Matura zu verfolgen.
Es begann stark. Rückzug aus dem „elitären“ Alltag im Game. Themen der Jugend. Ab ca. 200 Seiten wurde es zäh und lang.
Ein Buch über mein Zeitalter! Ich hab mich sehr in meine eigene Gymnasialzeit zurückversetzt gefühlt. Auch wenn Tills Erlebnisse am Marianum sehr viel extremer waren und ich keinen Dolinar als KV hatte. Alles Ereignisse des Buches habe ich selbst miterlebt, was für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht hat - eben genau mein eigenes Echtzeitalter. Ein Stern Abzug für den Stil und die Sprache von Tonio Schachinger, die zwar zum Buch irgendwie passen, aber mich nicht so abgeholt haben.
Age of Empires und Wien – das sind die zwei Welten, in denen der Jugendliche Till lebt. Im Computerspiel Age of Empires arbeitet er sich vom Anfänger zu einem Top-Spieler von Weltniveau hoch. In Wien hingegen ist Till Schüler am Marianum, einer Eliteschule. Dort sitzt er im Unterricht von Herrn Dolinat, einem tyrannischen Lehrer, der selbst Professor Snape aus Harry Potter alle Ehre machen würde. In diesem Roman, der zugleich Coming-of-Age-Geschichte und Momentaufnahme einer Jugend in den Zweitausendzwanzigern ist, prallen zwei Welten aufeinander: die strategische Klarheit des Computerspiels und die chaotische Wirklichkeit des Erwachsenwerdens. Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist, dass die Computerspielwelt des Protagonisten nicht als weniger wertvoll als sein reales Leben dargestellt wird. Das Spielen ist ein Teil von Tills Leben – eine Rückzugsmöglichkeit, ein Ort, an dem er Erfolg und Bestätigung erleben kann.
Starker Beginn- dann leider zäh
Der Gewinner des Deutschen Buchpreises ist ein Gesellschaftsroman, der in Österreich in den 2010er Jahren spielt und mit Beginn der Pandemie 2020 endet. Der Protagonist geht auf ein Wiener Internat und ist Gamer. Es geht viel um Gesellschaft in Österreich, das System Schule als elitäres System, strukturellen Machtmissbrauch in der Schule (jeder kennt die genannten Lehrer Typen aus der eigenen Schulzeit) und das Videospiele spielen. Ich fand es phasenweise zäh, glaube aber, dass es die richtigen Leute unglaublich anspricht. Für mich hat sich eher gezeigt, dass ich nicht die Zielgruppe für die Literatur des Deutschen Buchpreises bin.
Absolutes Lesevergnügen
Einer der besten Romane, die ich gelesen habe. Die Geschichte hat mich 100% abgeholt, weil ich neben Lesen auch Gaming über alles liebe. Toller coming of age Roman, der auch durch einen eigenen und eingängigen Erzählstil überzeugt. Ist eines meiner neuen Lieblingsbücher geworden. Und die Charaktere sind fantastisch! Besonders den Dolinar fand ich spannend. Aber lest selbst! :)
Age of Empire 2 als Rückzugsort im turbulenten Wien 🇦🇹
Wie eine manchmal wilde, manchmal ruhige Achterbahnfahrt im Wiener Prater…. Wer mag begleitet Till auf seiner Reise zum 18 jährigen Abiturienten in Coronazeiten. Till lernen wir mit circa 8 Jahren kennen. Wir erfahren ersten Schmerz, erste Liebe, erste Konflikte mit alteingefahrenem Wiener Lehrertum, neue Freundschaften und den Verlust der ersten Freundschaften. Wir erleben politischen Umbruch und erinnern uns kurz wieder daran, als man in Bars noch rauchen durfte. Und wir lieben irgendwie auf nostalgische Art die uns bekannten Reclame-Hefte (Insider: mit oder ohne Bindestrich, Herr Dolinar;-)) Wenn uns die Welt zuviel wird, schnappen wir uns nen Bürostuhl und schauen Till zu, wie er Age of Empire 2 spielt und zur Weltklasse aufsteigt. Den Controller darfst du bei diesem Buch zwar nicht übernehmen, aber lass dich treiben und genieße den wilden Ritt durch die Wiener 2010er- 2020er Jahre. 🎮 🏫 🤍 🇦🇹
Sprachlich umwerfender, zarter, berührender Coming-Of-Age Roman
Eine Zeitreise in meine eigene, wenn auch weit weniger elitäre Jugend. Hat mit sprachlich sehr gefallen, Schachinger schreibt unheimlich nuanciert und mir oft mitten ins Herz treffend. Macht viele Themen auf (Eliteschule, Identitätsfindung, Trauer, Literatur, Liebe, Politik, Videospiele, ...), ein Bisschen mehr Vertiefung an der ein oder anderen Stelle (vor allem in Bezug auf den Vater) hätte mir gefallen. Aber so überfrachtet ist jung sein nunmal auch, deshalb bin ich verzeihlich.
Eine schöne Coming-of-Age-Geschichte eines Jugendlichen, der irgendwie anders ist und im Laufe des Romans aber seinen Frieden damit zu finden scheint. Der erwachsen wird und lernen muss, was Verlust bedeutet. Mir gefallen persönlich Geschichten im Setting eines Internats sehr gut. Auch die Einbettung der vielen politischen Themen, die am Rande erwähnt wurden, aber nie eine große Rolle gespielt haben, kam mir sehr durchdacht vor. An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass Einzelnes wieder aufgegriffen und weitererzählt wird.

Ich hab Echtzeitalter schon vor knapp drei Jahren gelesen. Eine Bahnfahrt nach Hamburg hin und zurück mit der DB (ohne Verspätungen! Surprise, surprise! 😉) hat sich dafür sehr gut geeignet. Mir ist zwar schleierhaft, weshalb Schachinger damit 2023 den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, aber gut. Das Buch an sich überzeugt aber mit einer coolen Story rund um Jugendliche in einem Wiener Elitegymnasium. Nicht nur für Lehrer:innen und Eltern mit gamenden Teenagern zu empfehlen.
Ich weiß es nicht, es lässt mich verwirrt zurück. Sprachlich ist es gut, man kann es flüssig weglesen. Aber es ist auch schwer den Faden zwischendurch nicht zu verlieren. Es gibt so viele Informationen, die für die*den Leser*in überflüssig sind. Warum sind sie Teil des Buches? Die eigentliche Handlung mochte ich. Aber die Art wie sie erzählt wurde war nicht meins.
Zwischendurch viele Längen und auch das Ende hat sich zu doll gezogen. Zeigt allerdings auch die Perspektivlosigkeit der Jugendlichen.

Tonio who? — Realtalk, who braucht schon noch die deutsche Literatur?
Ob der Roman verdient den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, dazu bin ich nicht bereit Stellung abzugeben… Man muss jedoch sagen, dass Tonio Schachinger ein herausragendes Talent für das Schreiben hat und etablieren von komplexen Charakteren aufweist. Das Buch gehört keinesfalls zu meinen Liebsten, doch zeigt ganz klar auf, dass sich die deutsche Sprache und Literatur völlig verändert hat — man könnte auch meinen zum negativen — und das tatsächlich sehr spannend zu beobachten ist. Zudem ist es sehr interessant zu sehen wie Menschen zu den Weltgeschehnissen reagieren und in ähnlichen Situationen, die man selbst erlebt agieren und ist daher äußert relevant und lässt den Leser sehr gut mit den Charakteren fühlen. Selten habe ich so viele interessante Aussagen innerhalb eines Buches gelesen und daher verdient dieses Buch einen Platz in meinem Herzen…
Ich fand's ganz geil. Bin selbst gamerin, konnte mich also mit dem Protagonisten gut identifizieren. Es war eine schöne Nostalgie-Schelle für mich. Hab mich viel an meine Schulzeit erinnert durch das Buch (bin mittlerweile 30). Hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Charaktere fand ich interessant und symphatisch. Einige Ereignisse der jüngsten Zeit kommen darin vor, was mir auch gut gefallen hat. Zumindest hab ich da immer ein "das kenn ich!" Gefühl. Ich hab's bis zum Schluss sehr gerne lesen und war gespannt wie es weiterging. Zwar hätte ich es mir nie besorgt, wäre ich nicht durch den Buchpreis drauf aufmerksam geworden, da es einfach nicht mein übliches Genre ist. Aber vllt gefällt es mir gerade aus diesem Grund.
Modern, Bildungsroman, amüsant
Eine Enttäuschung. Gewinner des Deutschen Buchpreises sollte eine andere Wirkung auf mich haben. Bedeutender sein. An sich nicht schlecht, aber eben nichts herausragendes. Stellenweise banal. Die Sprache anspruchsvoll.
Auf den ersten Blick klingt Echtzeitalter nach einem klassischen Internatsroman: Ein traditionsreiches Wiener Elite-Internat, umgeben von Parkanlagen, Hügeln und Sportplätzen. In dieser Kulisse soll Till, fünfzehn Jahre alt, seinen Platz finden – allerdings ohne wirkliche Begeisterung. Weder mit dem Lehrstoff noch mit dem elitären Umfeld kann er viel anfangen. Seine wahre Leidenschaft liegt ganz woanders: im Computerspiel Age of Empires 2. Dort ist er nicht einfach nur ein Mitspieler, sondern einer der besten der Welt – ein heimlicher Online-Star, den in seiner realen Umgebung niemand als solchen erkennt. Die Stärke des Romans liegt in dieser Mischung aus klassischem Coming-of-Age-Motiv und moderner Gaming-Welt. Till balanciert zwischen zwei Welten: dem rigiden Internatsleben, das ihn formt und zugleich einengt, und seiner digitalen Leidenschaft, die ihm Freiheit, Anerkennung und Identität schenkt. Zugleich verhandelt das Buch große Themen: Bildung, Leistungsdruck, Zugehörigkeit – und die Frage, wie sich ein junger Mensch im 21. Jahrhundert selbst definiert. Nun zu meinem Leseerlebnis: Die Passagen über Till, seine Freunde, seine Familie und vor allem das Gaming haben mich sofort abgeholt. Hier war ich komplett dabei, habe das Internatsleben und Tills digitales Doppelleben mit Interesse verfolgt. Aber dann kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe, dass mir schlicht das Vorwissen fehlt. Schachinger verwebt seine Geschichte stark mit österreichischer Politik, Gesellschaft und Geschichte – Namen, Skandale, kulturelle Anspielungen, die ich größtenteils nicht einordnen konnte. Das führte leider dazu, dass ich mich immer wieder ratlos durch Szenen kämpfte, anstatt sie zu genießen. Das Buch kann dafür natürlich nichts – das Problem liegt in meinem fehlenden Hintergrundwissen. Trotzdem trübte es mein Lesevergnügen erheblich. Zum Ende hin fühlte es sich für mich fast an wie eine dieser Schullektüren, bei denen man ständig denkt: Wenn ich mehr wüsste, wäre es bestimmt spannend – aber so bleibt es mühsam. Auch sprachlich ist Echtzeitalter fordernd: lange, verschachtelte Sätze, ein Stil, der viel Konzentration verlangt. Irgendwie erwarte ich das von einem Buchpreisträger, gleichzeitig machte es die Lektüre nicht leichter. Was mir jedoch fehlte, war ein klarer Spannungsbogen. Trotz der schönen Sprache und des besonderen Settings hat mich Tills Leben im Internat letztlich nicht genug mitgerissen, um über die Längen hinwegzutragen. Mein Fazit: Für Leserinnen und Leser mit einem gewissen Grundwissen über Österreich – Politik, Gesellschaft, vielleicht auch Literatur – dürfte Echtzeitalter ein hochspannendes, vielschichtiges Werk sein. Wer wie ich ohne dieses Vorwissen liest, findet zwar faszinierende Ansätze und eine interessante Hauptfigur, läuft aber Gefahr, irgendwann eher zu ermüden als zu begeistert weiterzublättern.

Tonio Schachinger nimmt uns in seinem Buch „Echtzeitalter“ mit auf eine Reise des Aufwachsen und Wachsen des Hauptprotagonisten. Zwischen Herausforderungen nach dem frühen Tod des Vaters, Schulalltag unter den strengen Maßgaben des Dolinar, der Liebe zu AoE2 und der ersten Liebe. Manchmal habe ich mir als Leser gewünscht, dass ich noch tiefer in das Leben eintauchen kann, weil es gerade so spannend wurde. Eintauchen in eine Welt des vermeintlichen Außenseiters, sowohl im realen Leben, als in der digitalen Welt.
Der Roman hat den Deutschen Buchpreis erhalten und erzählt die Geschichte der schulischen Laufbahn von Till in einem konservativen Gymnasium nach. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Einzig und allein die sehr vielen Anteile der Computerspiel spezifischen Beschreibungen haben mich ein wenig gestört. Die Geschichte spielt in Wien und es schadet nicht, sich etwas in Österreich auszukennen, was Politik und auch Ausdrücke angeht.
Eine unaufgeregte Geschichte über einen Jugendlichen, der gerne Computer spielt und an einem konservativen Gymnasium durch die Auf&Abs der Pubertät geht. Ich hab es gerne gelesen, auch wenn ich einige Referenzen nicht verstanden habe, da ich keine Reklambücher gelesen habe und den österreichischen Dialekt sowie die österreichische Politik zu wenig kenne. Der Einblick in die Computerspielwelt hat mir gut gefallen.
Ungewöhnlich, aber authentisch!
Worum geht's? Till Kokorda verbringt seine Schulzeit auf einem elitären Wiener Gymnasium. Und wir begleiten ihn bei seinem Werdegang. Tonio Schachinger hat für diesen Roman den Deutschen Buchpreis bekommen - und das zu Recht, wie ich finde. Er hat einen leicht distanzierten Schreibstil, am Anfang hatte ich das Gefühl, ich schaue aus Drohnenperspektive auf Till. Doch nach und nach kam ich dem Protagonisten näher und fand ihn sehr lebensnah beschrieben. Das Marianum, Tills Schule, ist ein sehr eliäres und urkonservatives Internat. Tills Klassenlehrer ist vom alten Schlag und erzieht die Kinder so, wie er es für richtig hält. Doch sie schaffen es immer wieder, sich kleine Freiräume zu schaffen. Ich vermute, dass der Autor das ein oder andere selbst erlebte Ereignis hier verarbeitet hat, und er tut das mit sehr feinem Humor und immer auf Augenhöhe mit den Figuren. Tills Vorliebe für AoE2 wird ausführlich beschrieben, ebenso seine Gefühlswelt in Bezug auf die kleinen und großen Katastrophen seines jugendlichen Lebens. Den letzten Satz fand ich herausragend, ich war sehr gespannt, wie der Autor das Buch beendet. Das hat für mich das Leseerlebnis perfekt abgerundet.
Abgebrochen.
Ich bin jemand, der sich fast durch jedes Buch durchkämpft, doch dieses war selbst mir zu anstrengend. Meine Erwartungen waren viel zu hoch, hat es doch den Deutschen Buchpreis gewonnen. Die Sprache war zwar schön, aber Till kämpft sich emotionslos durch seine Teenagerjahre, in denen nichts passiert. Vielleicht bin ich auch schon zu alt, um mich seitenweise mit Erläuterungen über das Spiel AOE zu befassen. Strafen von einem verstaubten Lehrer, vergessene Bücher, selbst der Tod seines Vaters scheinen Till nicht besonders aufzuwühlen und er verkriecht sich in sein Computerspiel. Ob sich noch mehr tut, kann ich nicht sagen, denn ich habe nur ein Drittel geschafft.
Deutscher Buchpreis 2023
Was hat mir gefallen?. Die Tatsache das Till AoE spielt und das als Profi. Ich selbst habe auch stundenlang AoE gespielt für mich alleine. AoE Age of Empires, wer kennt es nicht? ;-) Schule muss man überstehen und dort ist er wohl im Unterricht kein Profi. Das Buch ist in Gefahr zum "Lehrer, die wir hatten" Roman abzugleiten. Der neurotische Deutschlehrer oder wars der Mathelehrer ? ist dem Autor ganz gut gelungen. Aber so richtig gepackt hat mich das Buch nicht, Deutscher Buchpreis , dann war es ja Jahresbester Roman.....
Puh!
Wir begleiten in „Echtzeitalter“ Till in seinen Jahren auf dem Gymnasium Marianum. Wir erleben das, was er erlebt. Und das ist - angesichts der 365 Seiten - echt wenig, echt belanglos, echt anstrengend. Und natürlich sind diese Erlebnisse: das erste Mal Rauchen, Schullektüren auf den letzten Drücker kaufen, Pöbeleien des Lehrers ertragen, … keinesfalls belanglos im Leben eines Teenagers. Und schon gar nicht der Tod des Vaters oder der eigene Ruhm in der virtuellen Parallelwelt. Aber für Till scheint das alles an ihm vorbeizuziehen. Und so zog sich dieser Roman für mich so sehr wie die eigenen Teenagerjahre, in denen man sich schon zu Beginn wünscht, es würde endlich mal was Spannendes passieren… Diese Stimmung wurde gut getroffen - aber dafür so viele Seiten und einen Buchpreis? 🚭🛜📚
Etwas verworren, langatmig aber auch sehr realitätsnah und interessant
Till ist auf einem österreichischen Halbinternat und geht in eine Klasse, die ein sehr anstrengender Lehrer betreut. Das Buch hat sehr kluge, gute und lustige Momente. Die ganzen Gaming-Abschnitte über AoE, GTA und Zelda etc. Haben mir sehr gefallen. Tills Leben liest sich wie ein normaler Teenageralltag, mit den Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe, Freundschaft, Familie und schulischer Probleme. Trotzdem war das Buch stellenweise sehr langatmig und unnötig kompliziert geschrieben. Es war etwas anstrengend. Ich kann jedoch verstehen, warum es ein „moderner Klassiker“ ist und hab’s ganz gern gelesen :)
Erwachsenwerden
In dem Buch „Echtzeitalter“ wird das Jugendliche Leben von Till Kokorda erzählt, der in einem Wiener Gymnasium zur Schule geht, welches durch strenge Erziehung geprägt ist. Till flieht sich in seiner Freizeit in das Computerspiel Age of Empires 2 und versucht sein Interesse und die Schule unter einen Hut zu bringen. Dabei lernt er Freundschaft, Liebe und seine eigenen Bedürfnisse ganz neu kennen. Das Buch hat mich ehrlicherweise nicht ab der ersten Seite gecatcht. Ich habe gebraucht, um mich auf die Stimmung einzulassen und die Beschreibungen des Internatlebens wirkten auf mich zum Teil etwas zäh. Durch die Auszeichung mit dem deutschen Buchpreis bin ich da mit einer höheren Erwartung ran gegangen, die leider nicht von Anfang an erfüllt wurde. Zum Ende des Buches bin ich immer mehr rein gekommen und habe die Geschichte für immer besser empfunden. Ein Buch, was sich gut lesen lässt, aber für mich kein Highlight ist.
Tolles Buch über Till und seine Freunde, über das Leben, die Schule, die Enttäuschungen und auch der Leichtigkeit des Erwachsenwerdens in dem morbiden Wien! Tolle Charaktäre, Einblicke in d ie Gamingwelt, die mit einiges im Rückblick erklärt
Till Kokorda fühlt sich falsch auf dem Wiener Elitegymnasium. Die Lehrer sind antiquiert, die Mitschüler arrogant und mit dem Lehrplan kann er nichts anfangen. Sein wahres Talent ist das Computerspiel „Age of Empires 2“. Bereits mit 15 ist er einer der besten Spieler weltweit und eine Onlinelegende. Ein sehr uneitles Buch über eitle Leute, ferne Träume und nahbare Erfahrungen die wir alle teilen.
Gossip Girl auf österreichisch🇦🇹
Als Gamer und Literaturliebhaber hat mich das Buch, das sogar den deutschen Buchpreis gewonnen hat, sofort gepackt. Letztendlich erschien mir aber gerade das Thema rund um "Age of Empire" sehr oberflächlich. Es ging eigentlich mehr um die Eliteschule und all ihre Protagonisten. Aber versteht mich nicht falsch! Gossip Girl oder Maxton Hall sind toll, weil sie sich nur auf diesen Plot konzentrieren. Bei beiden Hauptthemen, Schule und Videospiele, ist die Handlung jeweils etwas dürftig, wo man wahrscheinlich mehr rausholen könnte, wenn man eines von beiden weggelassen hätte.
Ein in wunderbarem Stil geschriebenes Buch um nichts 🎮📚🇦🇹
Ein Wiener Eliteinternat, ein zehnjähriger Gamer, der in Age of Empires 2 zur Weltspitze aufsteigt, ein tyrannischer Deutschlehrer mit Reclam-Zwangsstörung, ein Haufen literarischer Anspielungen, ein bisschen Schulpolitik, ein bisschen Österreich-Bashing – fertig ist der Roman, der 2023 den Deutschen Buchpreis abgeräumt hat. Was soll ich sagen? „Echtzeitalter“ ist handwerklich solide, sprachlich stellenweise richtig gut, durchzogen von Ironie, einer authentischen, wenn auch bewusst schrägen Jugendsprache und pointierten Beobachtungen des österreichischen Bildungsbürgertums. Die Figuren – allen voran Till, sein pädagogisch fragwürdiger Lehrer Dolinar und seine clevere Mitschülerin Feli – tragen das Ganze durchaus sympathisch und glaubwürdig. Wer selbst mal AOE2 gezockt hat oder ein Trauma vom Deutschunterricht in der Oberstufe mit sich herumträgt, wird sich in manchen Passagen ziemlich abgeholt fühlen. Auch die satirischen Seitenhiebe auf das österreichische Bildungssystem, patriarchale Strukturen, Nazi-Relikte und die snobistische Wiener Gesellschaft funktionieren gut – wenn man für sowas empfänglich ist. ABER: Trotz allem hatte ich nie das Gefühl, dass mich das Buch emotional wirklich berührt. Es passiert einfach zu wenig. Klar, es ist ein Internatsroman, ein Bildungsroman, ein Jugendporträt – aber einer, der mehr in Momenten lebt als in einer echten Handlung. Die Spannung? Fehlanzeige. Dramaturgische Höhepunkte? Nope. Viele Sätze lesen sich wie literarisch ambitionierte Twitterbeiträge – klug, witzig, beobachtend –, aber zusammen ergibt das eben keine wirkliche Geschichte. Manchmal hat man das Gefühl, der Roman ist eher ein kluges Konzept als ein echtes Buch. Und ehrlich gesagt: Wenn man die Gaming-Ebene rausnimmt, bleibt ein recht klassisches episodisches, plotarmes Internatsdrama übrig, das man so oder so ähnlich auch schon zigfach gelesen hat – nur mit WLAN. Kurzum: „Echtzeitalter“ ist ganz nett, wenn man nichts Großes erwartet. Für mich keine Katastrophe, aber auch kein Meisterwerk. Stellenweise nur unglaublich einschläfernd. Und warum dafür der Buchpreis rausgehauen wurde, erschließt sich mir nur bedingt. Vielleicht, weil es mal was „zeitgemäß Literarisches“ sein sollte. Vielleicht, weil Gaming im Feuilleton jetzt auch cool ist. Vielleicht, weil Wien einfach immer geht. Naja. Ich sag mal so: Das Buch war wie eine solide Partie Age of Empires. Für einen Abend ganz unterhaltsam, aber irgendwann fragt man sich: „Sind wir bald endlich fertig? Ich will ins Bett.“ ⭐️⭐️
Und? Wie fandet ihr es? Auch so großartig und überragend wie gefühlt alle hier, die es schon gelesen haben? Buchpreis und Hype hin oder her: Ich fand es ganz okay. Mehr aber auch nicht. Und bin damit erneut an dem Punkt, an dem ich mich frage, ob mit mir vielleicht etwas nicht stimmt.
Wir begleiten Till über seine Schulzeit und erleben seine Entwicklung. War ok, allerdings weiß ich nicht, ob und was mir der Roman sagen will.
Als ich die Zusammenfassung dieses Buches las, nachdem es den Deutschen Buchpreis gewonnen hatte, war meine erste Reaktion: Ohje, schon wieder ein 60+-Literat, der uns nahe bringen will, wie Games uns alle in Serienmörder verwandeln. Welch ein schreckliches Vorurteil! Was ich kurzzeitig aus den Augen verlor, war, dass die neuen Literaten in meinem Alter sind und somit zu der ersten Generation der Digital Natives gehören. Schachinger ist sogar jünger als ich. Da muss ich mich also selbst an der Nase nehmen. Das Buch entpuppte sich als angenehme Lektüre, in welcher ich immer wieder gerne weiterlas. Zuerst war ich entsetzt über die Schilderungen des Missbrauchs, welcher hier an den Kindern und Jugendlichen begangen wird. Mit der Zeit mischten sich dann mehr und mehr auch eigene Erinnerungen aus meiner Schulzeit mit ein. Die Dinge, welche wir angestellt haben, unterscheiden sich gar nicht so gross von jenen, welche die Eliteschüler aushecken. Gerne folgte ich Till durch seinen Alltag. Schachingers Sprache trägt uns durch die Handlung, durch den harten Schulalltag, erste Gefühle und hin zu Tills Zuflucht im Spiel. Im Gegensatz zur früheren Darstellung der literarischen Gamingwelt (s.o.) hilft das Spielen Till hier zu sich selbst zu finden. Er ist richtig gut, erfolgreich darin und entwickelt sich stets weiter. Im Umfeld wird er belächelt, aber in der Szene anerkannt. Es ist ein Coming-of-Age-Roman, der mir auch einiges aus der näheren Österreichischen Geschichte nahe gebracht hat. Dinge, die ich verpasst habe. Dinge, die ich gar nicht mitbekommen habe. Somit habe ich nicht nur Till beim (Heran-)Wachsen zugesehen, sondern konnte auch meine Allgemeinbildung ein bisschen vergrössern.
Schon die ersten zwei Seiten schrecken mich ab. Ein Satz erstreckt sich über 7-10 Zeilen. Dieser atemlos erzählende Schreibstil ist nix für mich.
Tldr; Coming-of-Age-Roman mit sehr schicker Sprache. Thematisch hangelt sich die Geschichte zwischen Internatsleben, Gaming, Nachtleben, Leistungsdruck, Verliebsein und dem Umgang mit Verlust und Krankheit hin und her. Zwischendurch wird die Handlung beiseite gelegt um Anekdoten zur Wiener Kultur-, Politik- und Literatur-Szene zu erzählen. Wir lernen Till als Kind kennen und begleiten ihn durch seine komplette Schullaufbahn bis zur Matura. Er landet in der Klasse mit dem strengsten Lehrer der Schule und entwickelt ein riesiges Interesse an Age of Empires 2, worin er nach einigen Jahren Übung einer der besten Spieler der Welt wird. Für mich war dieser Zwiespalt das spannendste am Buch: Till ist in seiner Bubble einer der größten Namen der Szene und seine Matches werden von Fans auf der ganzen Welt verfolgt, wohingegen er im 'echten' Leben ein eher introvertierter, durschnittlicher Schüler ist, der große Probleme damit hat, den Ansprüchen an ihn gerecht zu werden. Der Satzbau und die Wortwahl sind gewöhnungsbedürftig, aber super interessant gestaltet und vom reinen Leseerlebnis hat mir das Buch richtig Spaß gemacht. Es hilft, das Buch auch über die, für mich persönlich, eher Zähen stellen, wie z.B. die Beschreibungen der österreichischen Politik, zu tragen. Als Mensch der seit Kindestagen mit AoE2 aufgewachsen ist und das Geschehen in, und um das Spiel herum regelmäßig verfolgt, musste ich vielmals vor Freude laut lachen, wenn ein Scheinwerfer auf die verschiedenen Aspekte dieser kleinen und doch sehr leidenschaftlichen Community geworfen wurde. So werden neben offensichtlichen Begriffen wie T90, TheViper und der Definitve Edition auch Bezug auf super nieschige Facetten dieser Welt genommen. Der Gedanke daran, dass in dem, mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichneten, Roman des Jahres 2023 Begriffe und Namen wie "low elo legends", "forest nothing" und "Fatslob" vorkommen, zaubert mir jedes Mal wenn ich darüber nachdenke, ein Lächeln ins Gesicht. Falls es nicht offensichtlich ist, ist dieser Teil der Bewertung extrem subjektiv und absolut biased. Ich würde gerne auch mal eine Meinung darüber hören, wie jemandem das Buch gefallen hat, der noch nie, oder nur kaum, von AoE2 gehört hat und speziell, wie dieser Person der Aspekt des Buches gefallen hat. Gerade im Bezug auf AoE2 wurde hier entweder sehr gut recherchiert, oder, wovon ich eher ausgehe, auf eigenes Interesse des Autoren zurückgegriffen. Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Roman und empfehle ihn gerne weiter!
Enttäuschend
Eine langwierige, spannungslose Erzählung, die inhaltlich teilweise zusammenhanglos ist. Sprachlich im niederen Niveau, sehr viel Wiener Dialekt mit Gaming-Begriffen und Beleidigungen gemischt. Ende nichtssagend.
Gemischte Gefühle
Die Thematik an sich fand ich super interessant. Auch die Einbeziehung des Computerspiels Age of Empires 2 sehe ich sehr positiv und spannend. Der Anfang war angenehm zu lesen und auch das Ende bzw. der ganze letzte Teil war super schön. Ich kann aber auch die Leute verstehen, die in ihren Rezensionen geschrieben haben, dass sie das Buch abgebrochen haben, da sich der Mittelteil des Buchs sehr zieht. Außerdem wird viel über den Schulalltag berichtet, der für mich oft so beschrieben wird, dass man ihm kaum folgen kann. Alles in allem habe ich mir etwas mehr erhofft vom „Roman des Jahres 2023“, wurde aber auch nicht komplett enttäuscht.
Ich brauchte 20 Seiten um mit dem Schreibstil klar zu kommen, liebte dann aber jedes Wort. Ich glaube, das Buch ist nicht für jeden was. Aber als junger Mann, der mit Videospielen aufgewachsen ist, habe ich mich noch nie so gesehen und verstanden gefühlt. Ich liebe dieses Buch und möchte es nie mehr missen.
'Echtzeitalter' ist ein gesellschaftskritischer Coming-of-Age-Roman, der insbesondere Österreichs gutbürgerliche und konservative Mitte hinterfragt. Aus der Perspektive eines Schülers, wird die Schulzeit im Marianum, einer Privatschule mit antiquierten Ritualen und Lehrern sowie einer elitären Schülerschaft, geschildert. Arroganz, Demütigung und Ausgrenzung, durch Schüler und Lehrer, wirken sich allumfassend auf das System und seine Mitglieder aus. Wer sich den offenen und verborgenen Normen nicht unterordnet, wird untergeordnet. Auch der junge Gamer Till ist diesem System ausgeliefert. Er wird in einem starren und unfreundlichen System erwachsen und hat Schwierigkeiten seinen Weg zu finden. Neben einem privaten Schicksal muss er, in einer von Ungerechtigkeit geprägten Schule, ein eigenes Meinungsbild entwickeln und die Herausforderungen der Jugend bewältigen. Dabei werden professionelles Gaming und der Kontakt zu weniger konformen Figuren zu einem Ventil der Bewältigung. 'Echtzeitalter' spricht aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen an, die auf die sehr realen Entwicklungen verschiedener europäischer Staaten anspielen. Mit der Analyse des Mikrosystems einer Privatschule kreiert Tonio Schachinger eine umfassende Analyse der rechtskonservativen Bürgerelite und zeigt die Konsequenzen elitär konstruierter sozialer Ungleichheit auf, die mich in der literarischen Umsetzung nicht klar überzeugen konnte. Die zähe Entwicklung des gehemmten Protagonisten überträgt sich auf den Stil des Romans und macht ihn damit zu einer langatmigen Leseerfahrung für mich. Das rigide und gewaltige System der Schule wird deutlich hervorgehoben und bleibt dabei für mich nicht immer glaubwürdig.
42% gehört und quäle mich seit der 20% Marke. Mich interessiert diese Coming of Age Geschichte schlichtweg nicht. Er packt mir viel zu viel an popkulturellen Referenzen, Jugendsprache, Literaturreferenzen und gesellschaftspolitische Kritik bzw. absurde Gespräche/Situation in das Buch. Das harmoniert für mich alles nicht. Mir fallen lauter bessere Bücher zu all den Themen ein, die im Buch bearbeitet werden: Faserland, Miami Punk, The Shards, Der rote Diamant, Nullerjahre ( beste Kifferszene ever. Die Kiff- und Rauchelemente beim Schachinger lassen mich wegschnarchen), Creep. Ich komm mit dem ganzen Stil und Ton nicht klar. Wenn ich schon ein Buch lese, das so Null Bezug zu meiner eigenen Lebenswelt hat, dann wird die Sprachliche Umsetzung umso wichtiger. Obwohl er viele Intelligente Szenen und Gespräche schafft, ödet mich der Stil an. Wirkt alles so leicht versnobbt und trotzdem lost. Die Gegensätze dieses vermieften, elitären Gehabes der Internatslehrer und den rebellionswilligen bzw. zurückgezogen Kids der Neuzeit, die irgendwie nicht wissen wohin mit ihrem Frust, der Energie, der Anteilnahmslosigkeit ihres Umfeldes an ihren Interessen, schlagen einfach nicht ein. Dabei ist das durchaus geschickt ausgearbeitet. Dazu nervt mich das distanzierte Berichten der Szenen, häufig in der Vergangenheitsform. Selten sind wir in der Gegenwart und erleben die Szene live. Für mich kommt es zu einem völligen Ungleichgewicht zwischen show und tell. Ständig ertapp ich mich bei dem Gedanken: Jetzt hör auf zu labern und lass mich eintauchen, erleben! Ist aber evtl. auch grad nur mein persönliches Problem mit aktueller Literatur. Glaub, hab Hyperion immer noch nicht so recht verwunden. Bin momentan auf sprachliches Feuerwerk getrimmt. Da hat der Schachinger nix im Angebot was meine Bedürfnisse befriedigt. Vor allem nicht, wenn man dieses grauenvolle Forest Gump Zitat verwendet. Furchtbarer Film.
Gave up after 1/3 - maybe I’m missing out
Ein Buch über das Erwachsenwerden. Mir hat der schlichte Erzählstil und der manchmal beißende Sarkasmus gefallen. Also großer Age of Empires 2 Fan hab ich viele Figuren aus dem Universum erkannt und mich über die Liebe für dieses unglaublich gute Spiel gefreut.
Keine Ahnung, warum das nen Buchpreis bekommen hat...
Weder Cover noch Klappentext sind wahnsinnig aussagekräftig und ich glaube, so kann man auch am besten das ganze Buch beschreiben. Keine Ahnung, was mir da mitgegeben werden sollte (ob überhaupt?) und noch weniger Ahnung, warum das Buch den Buchpreis verdient hat. Der Schreibstil ist schon gut, aber die Handlung plätschert so vor sich hin zwischen Schulbeschreibungen und Spielbeschreibungen. Von Age of Empire verstehe ich nach wie vor nix und von den ganzen Schulerzählungen ist nur hängen geblieben, dass Lehrer echt schlimme Menschen sein können. Till als Prota ist eigentlich ganz nett und als 2 Mädels auftauchen, hätte es fast spannend werden können. Naja. Hätte. Fast. Ne, das war nix. Aber vielleicht verstehen "Normalmenschen" (wie ich) auch einfach die literarische Qualität dieses Werks nicht. 🤣
Authentische Charaktere
Die Charaktere waren so greifbar, als würden sie neben mir sitzen - auch die Themen waren interessant. Die Story war mir teilweise etwas zu gleichförmig und bis auf das Age of Empire Thema wirkte es, als hätte man einen Coming-of-Age-Roman wie diesen schon oft gelesen.
Teilweise langatmig
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut , weil ich auch auf Tonio Schachingers Lesung war. Leider war mir die Geschichte teilweise etwas zu detailliert erzählt, die Handlung hat mir grundsätzlich aber sehr gut gefallen. Für mich ist auch verständlich, wieso Tonio Schachinger den Buchpreis bekommen hat.
Ich habe es gerne gelesen.
Ich war sehr neugierig und skeptisch. Ein Roman über einen Schüler an einem elitären Wiener Gymnasium , Till Kokorda, der dem tyrannischen Klassenlehrer und dem realen Leben empfiehlt , indem er Age of Empire spielt und dabei unglaublich ( und unbemerkt ) sehr erfolgreich ist/ wird. Es war super gut zu lesen- Schachinger schreibt flüssig und bildhaft. Was einem Nicht- Gamer( wie mir) auch die Seiten mit den Spielsequenzen / Spielerklärungen leichter macht. Es erklärt mir die Magie der Fluchtmöglichkeit ins Spiel, vor dem normalen/ nicht so erfolgreichen/ problematischen Leben. Er wird soooo erfolgreich ( unter der Top Ten) und doch ist es in seinem Umfeld unrelevant, weil es ja kaum einer mitbekommt. Viele politische Themen der österreichischen Politik tauchen auch auf. Verbunden mit dem Wortwitz des Romans, kam das bei mir richtig gut an. Ob das Buch des deutschen Buchpreis nun verdient hat, oder nicht?!? Ich habe es ganz gerne gelesen.
Till sieht in Echtzeit zu, wie Feli sich jede Woche verändert, ohne wirklich anders zu werden, sich jede Woche für eine neue Sache interessiert, ... Feli möchte irgendwann LSD ausprobieren, Till will nur AOE2 spielen, keines der anderen tausend Spiele, die es sonst noch gibt. (Zitat, Seite 255) Wie könnte man den Stil von Tonio Schachinger beschreiben? Mich hat er an gewisse Typen von früher erinnert, die mit in sich versunkener Präzision, Gebilde aus Spielkarten zusammen setzten. Kaum war das Kartenhaus fertig, gab es nach einem kurzen zurück gelehnten Prüfungsblick einen Fingerstupser - und das ganze Projekt war erledigt! So baut der Autor hier seine Konstrukte und torpediert sie nach einem Moment des Verharrens - in dem der Leser die Szenerie voll erfassen darf - mit gezielten Sätzen selbst, bevor er von neuem beginnt. Vordergründig mag der Hintergrund der Geschichte nischig, sogar elitär sein, immerhin spielt sich die Handlung hauptsächlich an einer Privatschule in Wien ab. Aber wer als Schüler oder Schülerin jemals ein Reclam Heft in der Hand hatte und sich mit der Schullektüre dem sogenannten Bildungsdiktat unterwarf, wird sich in dieser Coming-of-Age Geschichte wieder finden. Der ambivalente Ton und der sehr trockene Humor des Erzählers machen es dem Lesenden nicht immer leicht, einen Zugang zum Text zu finden. Betreutes Lesen ist keinesfalls ein Anliegen des Schriftstellers, vielmehr kann der lakonische Schreibstil in eine gedankliche Sackgasse führen. Andere Leser argwöhnen, dass der Roman gar auf eine mögliche Bewertung durch eine professionelle Jury hin ausgerichtet wurde. Der Gedanke scheint nicht ganz abwegig, denn in der Geschichte gibt es sogar eine Figur, die Anekdoten aus der Schule bei einem Literaturwettbewerb einreicht - Selbstironie oder bekennendes Kalkül von Herrn Schachinger? FAZIT Noch nie hatte ich so viel Spaß mit einer Lektüre im Zusammenhang mit dem deutschen Buchpreis. Allein die Geschichte, wie der Protagonist mit zwei Kameraden versucht, an die erforderliche Schullektüre zu kommen und wie die Jungs in der Buchhandlung an der Buchausgabe scheitern, ist einfach zu köstlich. Leider driftet das Buch während gewisser Phasen ein wenig zu sehr von der Rahmenhandlung ab, bekommt am Ende jedoch die Kurve und schließt mit gelungener Pointe ab! Unbedingt lesenswert.
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Echzeitalter ist nicht nur der Gewinner des deutschen Buchpreises 2023,sondern auch eines meiner absoluten Lieblingsbücher.Tonio Schachinger gehört zu den Autoren,in deren Schreibstil man sich sofort verliebt.Die Schreibweise erweckt die mitreißend nachvollziehbare Geschichte zum Leben.5 Sterne muss man diesem Buch,das ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte,einfach mindestens(!)geben.
eine Empfehlung, aber nicht für mich …1
Habe die Empfehlung für das Buch aus einer Zeitschrift (leider vergessen welche), ist 2023 Gewinner des deutscher Buchpreis Roman des Jahres. Und verstehe ich nicht; Spannungsmomente = nöö Fortlaufende Story = eigentlich nöö Charakter welche fesseln = nöö Ich hatte mich durch das Buch kämpfen müssen, hat mir nicht gefallen die Geschichte eines Schülers in einer Wiener Schule mit extremen Lehrer = nicht mehr und nicht weniger.

















































