Kinderklinik Weißensee - Geteilte Träume von Antonia Blum Buch 4 von 4 Deutschland war von den Siegermächten in vier Besatzungszonen und Berlin in vier Sektoren eingeteilt worden. Nachdem die Alliierten vereint den Krieg gegen die Nationalsozialisten beendet haben wurden sie nun zu Gegnern im neuen, kalten Krieg. Gerade Berlin wurde zum Schmelztiegel der unterschiedlichen Systeme.
Der zweite Weltkrieg ist vorbei und Marlene und Emma ordnen ihre Leben und ihre Familien neu. Durch die Entnazifizierung in der sowjetischen Besatzungszone, und hierfür ein Adelstitel und Grundbesitz ausreichend war um unter Generalverdacht zu stehen, musste Marlene nach Charlottenburg in den britischen Sektor fliehen. Emma blieb mit ihrer Familie in Weißensee, im sowjetischen Sektor. Denn zu Beginn des zweiten Weltkrieges musste die Familie Vogel in die Schweiz flüchten und sind nun wieder glücklich in Weißensee vereint. Lizzie Vogel beginnt als Assistenzärztin in der Kinderklinik und Emma obliegt die Pflegeleitung. Ereignisse wie der Ausbruch von Poliomyelitis (Kinderlähmung), die Enteignung von Land und Geld, Tod, vermisste Soldaten und Rückkehrer, die Währungsreform, die daraus resultierenden Blockade und das Einrichten der Luftbrücke und die Entstehung der beiden deutschen Staaten sorgen für viel Spannung und Empathie für die Protagonisten. Ich habe den abschließenden Band sehr gerne gelesen, auch wenn die Reihe mit Band 3 für mich bereits erzählt war. Eine Aussage, die ich persönlich für mich mitnehmen, ist: "Sich mit jemandem zu unterhalten, der anderer Meinung ist, hilft, den eigenen Standpunkt kritisch zu Hinterfragen." Seite 492
