Manchmal frage ich mich, warum Bücher mich so in ihren Bann ziehen und mich gleichzeitig in einen Zustand der Ungeduld versetzen. „Die Geister, die ich rief? Bestimmt nicht! (Band 2): Die Tiergeister“ von Claudia Soylu ist genau so ein Buch. Kennt ihr das Gefühl, wenn man ein Buch aufschlägt und plötzlich die Zeit vergisst? Doch am Ende bleibt man mit einem Gefühl zurück, als hätte man nur einen winzigen Appetithappen bekommen und nicht das volle Menü. Die Geschichte rund um unsere drei Helden und ihr neu Geisterfreund ist unglaublich packend. Die Art und Weise, wie Soylu die Tiergeister beschreibt, hat mir tatsächlich Gänsehaut beschert. Allein die Vorstellung, dass diese Geister plötzlich auftauchen, lässt mir jetzt noch einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Es ist faszinierend, wie lebendig und greifbar die Geisterwelt in diesem Buch wirkt. Doch trotz all der Spannung habe ich mich auch dabei ertappt, dass ich ein wenig verärgert war. Warum? Weil ich immer nur kleine Bruchstücke der Geschichte bekomme. Soylu zieht einen roten Faden durch die Reihe, der neugierig macht und den Leser bei der Stange hält. Aber manchmal frage ich mich, ob es nicht zu viel verlangt ist, ein bisschen mehr zu erfahren, ein bisschen länger in dieser Welt verweilen zu dürfen. Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits will ich unbedingt mehr von dieser faszinierenden Geschichte lesen, andererseits frustrieren mich die kurzen Episoden. Dennoch, die Freude und das Kribbeln, die diese Bücher in mir auslösen, sind unbestreitbar. Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Spannung und Ungeduld, die das Leseerlebnis so intensiv macht. Was denkt ihr? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
16. Okt.Oct 16, 2025
Die Tiergeister: Die Geister, die ich rief? Bestimmt nicht! (Band2)by Claudia Soylu



