
⭐️⭐️⭐️✨ „Wie entscheidet man sich zwischen dem Leben, das man hatte, und dem Leben, das man gefunden hat? 😭✨“ ——
Ich kann hinter meinen verschlossenen Augen mitverfolgen, wie sich die Fasern der zwei Seilenden mit dem anderen verbinden und das zerschnittene Tau wieder verflechtet. Wie konnte ... konnte ich das alles bloß vergessen? Er war alles für mich. Meine Welt. Mein Grund, nicht aufzugeben. Meine große Liebe. Mein Meister und Beschützer. Mein Verlobter. Mein Seelengefährte. Mein Abgrund. Meine Hoffnung. Mein Lichtblick am finsteren Nachthimmel. ——— ⚠️ Achtung …. Die folgende Rezension enthält Spoiler zu Band 4 sowie zur gesamten Reihe. ⚠️ Nach vier Bänden heißt es nun Abschied nehmen von Moira, Arūnas und Magnus und ganz ehrlich? Ich habe diese Reihe trotz aller Kritikpunkte wirklich gern gelesen. D.C. Odesza hat mit Never say Never eine Geschichte geschaffen, die mich von der ersten Seite an gepackt hat. Ihr Schreibstil ist wie immer unglaublich flüssig, die Kapitel fliegen nur so dahin und plötzlich sind wieder zwei Stunden vergangen. 😂📖 Die Atmosphäre, die Spannung und die vielen Geheimnisse waren für mich über die gesamte Reihe hinweg die größte Stärke. Besonders die ersten Bände hatten für mich eine unglaubliche Sogwirkung. Diese mysteriösen Anrufe, die Masken, die Fragen, die man sich als Leser ständig stellt …ich wollte einfach immer wissen, wie es weitergeht. Und genau das kann D.C. Odesza wirklich hervorragend …. Neugier wecken und einen emotional an die Geschichte fesseln 😂 Moira war für mich über die gesamte Reihe hinweg eine Figur, mit der ich oft mitgefiebert habe, die mich aber gleichzeitig auch regelmäßig zur Verzweiflung gebracht hat. 😂🖤 Ich mochte ihre Stärke, ihre Entwicklung und dass sie nie einfach nur die typische hilflose Protagonistin war. Gleichzeitig hatte ich aber oft Schwierigkeiten mit ihren Entscheidungen. Vor allem ihre Gefühle wirkten auf mich manchmal etwas sprunghaft. Gerade im letzten Band hatte ich zunehmend Probleme damit nachzuvollziehen, wie sie beide Männer gleichzeitig lieben kann. Natürlich verstehe ich die emotionale Zerrissenheit. Ich verstehe auch, warum beide Männer für sie wichtig sind. Aber irgendwann hätte ich mir einfach gewünscht, dass sie eine klare Entscheidung trifft. Dass sie sich selbst fragt, wohin ihr Herz wirklich gehört. Stattdessen hatte ich oft das Gefühl, dass sie zwischen beiden Welten stehen bleibt. Und genau deshalb konnte mich das Ende leider nicht ganz überzeugen. Kommen wir zu Arūnas. 😭🖤 Mein Herz wird immer Team Arūnas bleiben. Schon seit Band 1 war er für mich der Charakter, der mich am meisten berührt hat. Er hatte diese Mischung aus Härte, Loyalität, Beschützerinstinkt und Verletzlichkeit, die ich unglaublich mochte. Er war nie perfekt, aber genau das machte ihn so menschlich. Deshalb war ich leider auch etwas enttäuscht, wie wenig Raum er im Vergleich zu Magnus teilweise bekommen hat. Vielleicht ist das nur mein persönlicher Eindruck, weil ich ihn einfach so gern mochte, aber ich hatte oft das Gefühl, dass sein Potenzial nie komplett ausgeschöpft wurde. Gerade im letzten Band hätte ich mir noch mehr von ihm gewünscht. Mehr gemeinsame Momente. Mehr Tiefe. Mehr Einblicke in seine Gedanken. Für mich war Arūnas immer die Figur, die am meisten für Moiras Gegenwart stand. Für das Leben, das sie sich selbst aufgebaut hat. Für ihre Entwicklung. Für das, was sie geworden ist. Und genau deshalb habe ich bis zur letzten Seite gehofft. 😭😂 Magnus dagegen hat mich vermutlich am meisten überrascht. Wenn mir nach Band 1 jemand gesagt hätte, dass ich irgendwann Verständnis für Magnus entwickeln würde, hätte ich wahrscheinlich laut gelacht. 😂 Doch genau das ist D.C. Odeszas große Stärke. Sie schafft es, Figuren nicht eindimensional wirken zu lassen. Je mehr man über Magnus erfährt, desto mehr versteht man seine Beweggründe. Nicht unbedingt seine Entscheidungen aber seine Gefühle. Im letzten Band konnte ich viele seiner Handlungen emotional deutlich besser nachvollziehen. Er blieb für mich zwar weiterhin die düsterere und schwierigere Figur, aber er wurde gleichzeitig auch greifbarer. Und genau deshalb war dieses emotionale Dreieck für mich gleichzeitig Stärke und Schwäche der Reihe. Stärke, weil beide Männer nachvollziehbar geschrieben sind. Schwäche, weil ich irgendwann das Gefühl hatte, dass die Geschichte sich nicht mehr entscheiden möchte. Und vielleicht ist genau das der Punkt, der mich am Ende etwas unzufrieden zurückgelassen hat. Denn ganz ehrlich … Dass Moira am Ende nicht einmal weiß, von wem sie schwanger ist, war für mich der Moment, an dem ich innerlich kurz den Kindle angestarrt habe … Gut sie haben es drauf angelegt … aber trotzdem 🙄😂😭 Ich weiß, dass andere Leser das vermutlich romantisch oder dramatisch finden. Für mich war es eher frustrierend. Nicht, weil ich das Konzept grundsätzlich schlimm finde, sondern weil ich nach vier Büchern einfach auf eine klare Antwort gehofft hatte. Auf eine Entscheidung. Auf einen Abschluss. Ich wollte wissen, wohin die Reise führt. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass vieles offen bleibt. Und dann kam auch noch der Epilog. 👀 Einerseits fand ich ihn unglaublich spannend. Andererseits saß ich danach da und dachte… “Moment mal… das war’s jetzt?” 😂 Die Andeutung rund um einen neuen Serienkiller hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Sofort. Ich wäre wahrscheinlich die Erste, die eine Fortsetzung lesen würde. 😭📖 Aber genau deshalb wirkt das Ende für mich momentan etwas unbefriedigend. Falls tatsächlich irgendwann noch etwas kommt, würde ich den Epilog vermutlich ganz anders bewerten. Sollte die Geschichte jedoch wirklich hier enden, bleibt bei mir leider dieses Gefühl zurück, dass noch etwas fehlt. Und das ist eigentlich schade, weil diese Reihe so viel Potenzial hatte. Versteht mich nicht falsch … Ich habe die Bücher wirklich gern gelesen. Die Spannung war großartig. Die Atmosphäre war düster und mitreißend. Die Charaktere waren interessant. Viele Wendungen haben mich überrascht. Und D.C. Odeszas Schreibstil gehört für mich weiterhin zu den größten Stärken der gesamten Reihe. Aber gerade deshalb hätte ich mir zum Schluss noch etwas mehr Mut zur Entscheidung gewünscht. Ein Ende, das sich endgültiger anfühlt. Ein Ende, das die Reise der Figuren vollständig abschließt. Trotz meiner Kritik bereue ich keine einzige Lesestunde. 🖤📖 Die Reihe hat mich unterhalten, überrascht, emotional mitgenommen und teilweise komplett in den Wahnsinn getrieben. 😂 Und wenn eine Geschichte es schafft, dass man nach vier Bänden immer noch über die Figuren nachdenkt, mit ihnen diskutiert und sich Wochen später noch fragt, wie es weitergehen könnte, dann hat die Autorin definitiv etwas richtig gemacht. Für mich endet die Reihe deshalb mit 3,5 Sternen. Nicht, weil sie schlecht war. Ganz im Gegenteil. Sondern weil sie für mich so viel Potenzial hatte, dass ich mir am Ende einfach noch ein bisschen mehr gewünscht hätte. 😭🖤📖 Und irgendwo hoffe ich immer noch, dass Arūnas vielleicht doch noch sein verdientes Happy End bekommt. Man wird ja wohl träumen dürfen. 😂🖤






























































