22. Sept.
Rating:4

Philia lebt mit ihrem Hund in einem einsamen Häuschen am Waldrand. Eines Tages wird sie entführt, wacht in einer Höhle wieder auf und findet sich einem jungen Mann gegenüber, der nichts als Wut und Hass zu empfinden scheint. Er macht ihr Angst und sie ist sich sicher, dass sie nicht überleben wird. Doch dann blitzt noch etwas anderes in seinen Augen auf und sie fragt sich, ob sie es schaffen kann ihn und sich selbst zu retten. Philia ist eine mutige und starke junge Frau, die nicht auf den Mund gefallen ist, die aber gleichzeitig manchmal nicht weiß, wann sie ihn besser halten sollte. Es widerstrebt ihr aufzugeben, klein beizugeben oder die Jungfrau in Nöten zu spielen. Ihr Traum war es immer keine Prinzessin, sondern eine Kämpferin zu sein. Und so kämpft sie auch hier: um ihre Freiheit, ihr Leben, gegen ihre Gefühle und gegen die Dunkelheit in Liam. Es handelt sich hier offensichtlich um eine Entführungssituation, Liam behandelt Philia nicht immer besonders gut und dennoch spürt sie eine Verbindung zu ihm. Beide fühlen eine innere Zerrissenheit. Philia weiß, dass sie sich fürchten, ihn hassen und größtmöglichen Abstand zwischen ihn und sich selber bringen sollte. Doch sie ist auch fasziniert von seiner Erscheinung und möchte unbedingt herausfinden, wie er so geworden ist wie er heute ist. Sie glaubt an das Gute im Menschen und niemand ist ihrer Meinung nach nur gut oder nur böse. Dennoch sind ihre Gefühle und auch ihr Verhalten für Außenstehende teilweise nicht nachzuvollziehen. Doch man sollte natürlich immer hinterfragen und nicht direkt verurteilen. Ob das, was man herausfindet dann bestimmte Dinge rechtfertigt oder nicht, muss man selbst entscheiden. Liam geht es ähnlich. Er ist dem Erreichen seines Ziels schon so nahe und dafür braucht er nun mal Philia. In ihm ist seit langer Zeit nur noch Wut, Hass, Schmerz und Dunkelheit. Dennoch ist er völlig gebannt von ihr. Obwohl er unbedingt Distanz wahren muss, bekommt seine harte Schale einen kleinen Riss. Die Geschichte hat einen Hauch von „Die Schöne und das Biest“ und „Twilight“, sie hat ebenso einen Übernatürlichen Touch. Es handelt sich bei „Stirb im Schatten der Sonne“ um Dark Romance beziehungsweise Dark Fantasy. Das Buch ist dementsprechend düster, bedrohlich und auch beängstigend. Stellenweise ist es zudem ziemlich blutig und brutal und nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Es endet außerdem in einem fiesen und nervenaufreibendem Cliffhanger, weswegen ich froh bin, dass der zweite Teil bereits im Mai erscheinen wird.

Stirb-Im Schatten der Sonne
Stirb-Im Schatten der Sonneby Sophie W.K