
Ein Pärchen zum Gernhaben
Nachdem Alex sich vergeblich als SF-Autor versucht hat, entdeckt er sein Talent für Liebesromane. Seine Schwester rät ihm zu einem weiblichen Pseudonym und als Lexi findet er in Buchbloggerin Mia eine gute Online-Freundin. Aber dann verliebt Alex sich im echten Leben in sie … Die Geschichte von Alex und Mia ist mit Sicherheit keine Neuerfindung in diesem Genre - es ist die beliebte Variante wo einer sich als jemand ausgibt, der er nicht ist. Ich kann die Kritik an diesen Storylines auch immer total verstehen. Schließlich beruhen sie ja darauf, dass einer den anderen dauerhaft belügt. Und sich damit sogar noch einen Vorteil erschleicht - nämlich die Liebe. Also etwas, was im echten Leben für Jede (hoffentlich) der absolute Todesstoß für jede Beziehung ist. Aber wir sind ja in einem Roman und da hat Claire Kingsley in diesem Fall einen sehr schönen Spagat geschafft wie ich finde. Alex ist im Grunde ein sehr verantwortungsvoller und fürsorglicher Mensch. Seine Beweggründe, Mia nicht die Wahrheit zu sagen, werden nachvollziehbar erklärt und er versucht immerhin, die Freundschaft als Lexi nicht zum Vorteil zu nutzen. Sich der Problematik der ganzen Konstellation überhaupt schon mal bewusst zu sein, ist ja bei solchen Geschichten auch nicht immer gegeben. Außerdem bin ich ein bisschen großzügiger in meinem Urteil, weil Alex und Mia wirklich zwei unglaublich liebe Protagonisten sind. Nett, freundlich, in Mias Fall auch noch mit einer herzigen Tolpatschigkeit. Ich mochte beide sehr, sehr gerne. Auch das Setting mit dem Bücher-/Autorenthema hat mir gut gefallen und ist schön geschrieben. Das Buch ging bei mir in einem Rutsch durch, zum einen, weil es nicht sehr umfangreich ist, aber auch, weil es sehr kurzweilig geschrieben ist. Mit flüssigem und angenehmem Schreibstil ist es ein netter Zeitvertreib oder genau die richtige Lektüre für die kommende Freibad-Saison.




















