
Malerische Geschichte
„Was vor sich geht, wenn ich ein Stück Zeichenkohle oder einen Pinsel in die Hand nehme, lässt sich nur schwer beschreiben. Ich kann euch nur sagen, dass die Welt eine andere wird. Wenn ich nicht arbeite, sehe ich die Dinge auf eine Art, und wenn ich arbeite, auf eine völlig andere. Gesichter verwandeln sich in Nicht-Gesichter, Strukturen aus Licht und Schatten, Formen und Winkeln und Oberflächen. Das tiefe glänzende Schimmern einer Iris, wenn das Licht vom Fenster darauf trifft, bekommt etwas außerordentlich Fesselndes. Ich warte sehnsüchtig auf den Schatten, der diagonal über den Kragen meines Objekts fällt, die feinen helleren Strähnen, die wie Goldfäden in den Haaren aufleuchten. Meine Gedanken und meine Hand sind plötzlich wie besessen. Ich male nicht, weil ich es will, nicht, weil ich es gut kann, sondern weil ich muss, weil ich dafür lebe und atme, weil es meine Bestimmung ist.“ Ich habe diese Zeilen so gefühlt ❤️ Da ich selbst male und zeichne, haben mich diese Momente aufgesogen und so sehr geliebt. Die Kapitel lasen sich (gerade am Anfang) als würde man durch ein Gemälde wandern. Die beschriebenen Farben, Gerüche , Details. Und das Buch las sich wirklich gut. Stellenweise etwas sehr ruhig. Aber insgesamt sehr bildhaft. Tolle & interessante Charaktere und ein überraschendes Ende. Eine schöne & stimmungsvolle Geschichte für zwischendurch, wenn man der hektischen Welt entfliehen will. Hab’s geliebt.




















































