3. Mai
Rating:2

Jägerin des Sturms: Endlich habe ich es geschafft. Das war mein erster Gedanke, als ich das Buch beendet habe, was - wie ihr euch denken könnt - leider kein gutes Zeichen ist. Als ich mich auf netgalley für das Buch beworben habe, dachte ich, es würde ähnlich sein wie die Bücher von Ilona Andrews, wie zb ihre viel geliebte Kate Daniels Reihe. Besonders, da ich diesen Vergleich auch bei anderen Rezis gelesen habe. Also Urban Fantasy vom Feinsten, das in der Zukunft spielt in einer leicht zugrunde gegangenen Welt. Ich muss zugeben, ein paar Parallelen habe ich zwar entdecken können, aber die ganze Geschichte wirkte wie ein billiger Abklatsch. Die Hauptfigur soll ebenfalls tough und hart sein. Aber wohingegen man mit Kate mitfühlt, konnte ich hier mit Maggie die ganze Zeit über keine Verbindung aufbauen. Leider auch nicht mit anderen Figuren. Maggie war zu abweisend, zu festgefahren in ihrem Verhalten und ich weiß auch nicht, sie und ich haben einfach nicht zusammen gepasst. Gerade mal Kai konnte mit seiner etwas lockeren Art ein wenig mehr überzeugen, aber so richtig geflashed war ich auch von ihm nicht. Was ich gut fand, war Clive, der homosexuelle, muskelprotzende Berg von einem Mann mit roten Locken und Sommersprossen. Er hat kurzzeitig etwas Glam in die Story gebracht. Die Handlung selbst hat sich die erste Hälfte unglaublich gezogen. Es war kein roter Faden zu erkennen und Maggie ist einfach von einem Ort zum anderen gefahren. Außerdem fand ich es schwierig mit der indianischen Hintergrund Geschichte, mit den Göttern, Sagen und vor allem den schwierige geschriebenen indianischen Namen. Gegen Ende hat es mehr Spannung gegeben, wobei einiges für mich keinen Sinn ergeben hat. . . . Hier Spoiler Alert: Ich konnte es nicht verstehen, warum plötzlich Neizghani der Böse war und sie ihn in die Erde bannen musste. Er hat nur Kai bedroht, aber für mich hatte es jetzt nicht so stark den Anschein, als würde Neizghani Kai und alle anderen jeden Moment umbringen. Daher total unnachvollziehbar für mich. Außerdem war die Bekämpfung des Hauptfeindes,diesen komischen Hundegottes viel zu einfach und unspektakulär. *langweilig* Und dieses große Geheimnis von Kai war ebenfalls etwas mickrig. Er hat seine Fähigkeit immer wieder angedeutet und dass Mag deswegen so ein Theater macht, fand ich zu überzogen. Besonders da sich Mag sowieso nie richtig auf ihn eingelassen hat,sondern fast bist zum Ende Neizghani nachgeweint hat (nur um ihn dann zu bannen). Nein, leider nicht mein Buch und ich kann nur zwei Punkte für ein paar gute Szenen und der postapokalyptischen Water War-Idee geben. Die Reihe verfolgt ich aber bestimmte nicht weiter.

Jägerin des Sturms: Das erwachte Land 1
Jägerin des Sturms: Das erwachte Land 1by Rebecca RoanhorseAudible Studios on Brilliance
4. Jan.
Rating:3

3 Sterne (= positive und negative Aspekte im Gleichgewicht), Rezensionsexemplar Maggie Hoskie ist unter den Navajo eine Alleingängerin, die hier und da einen Auftrag als Monsterjägerin annimmt. Sie lebt nämlich in einem Nordamerika der Zukunft, das größtenteils durch Naturkatastrophen zerstört wurde. Mit der Zerstörung kam auch die Magie wieder in die Welt. Als Maggie bei einem ihrer Aufträge einem besonders furchterregenden Monster begegnet, vermutet sie, dass jemand, mit scheinbar unbändiger Macht, Monster erschafft. Diese Macht muss zur Strecke gebracht werden! - Maggie ist Schreckliches passiert. Kein Wunder, dass sie schroff ist und sich selbst furchbar negativ sieht. Das hat beim Lesen ziemlich Nervpotential (fragt mal die anderen aus meinem Buchclub). Ich habe mich allerdings nicht wehren können, großes Mitgefühl mit ihr zu haben und fand ihr unterirdisches Selbstwertgefühl eher interessant. - Die ganze Welt ist SUPER interessant und plastisch: Seien es die ständigen Anspielungen auf kulturelle Traditionen der Ureinwohner Nordamerikas, Beschreibungen der kargen, heißen Landschaft (rund um New Mexico), oder die postapokalyptischen Zustände der Gesellschaft nach einer zerstörerischen Überschwemmung -> All das hat mich total mitgerissen und birgt noch mehr Potential für den Rest der Reihe. - Der Plot ist leider immer mal vorhersehbar, stellenweise zu schnell erzählt, dann wieder mit einigen unnötigen Abzweigungen, oder auch ein bisschen inkonsequent. Analytisch kann ich das absolut bestätigen. "Gefühlt" hat es mich persönlich aber trotzdem auf dem richtigen Fuß erwischt und irgendwie total gut unterhalten.

Jägerin des Sturms: Das erwachte Land 1
Jägerin des Sturms: Das erwachte Land 1by Rebecca RoanhorseAudible Studios on Brilliance