Solides Fantasy-Jugendbuch
"Drachenkralle" ist nun schon das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Ich bin eigentlich nicht so ein Riesen-Fan von Drachen-Fantasy-Romanen, aber dieses Buch war wirklich gut! Und ich finde auch allgemein, dass Janika Hoffmann eine tolle Schriftstellerin ist. "Drachenkralle" hat ein gutes Erzähltempo. Es gibt kaum Passagen, die zu lang(atmig) sind. Zwischenzeitlich musste ich etwas pausieren, weil die Handlung nach zwei Dritteln doch recht deprimierend wird. Ich war generell überrascht darüber, dass die Geschichte für ein Jugendbuch doch recht brutal und düster ist. Das Buch ist aber insgesamt sehr flüssig und angenehm zu lesen. Was ich bei ihren Büchern allerdings immer etwas befremdlich finde, ist die Art, wie mit Beziehungen zwischen Tiere/Fabelwesen und Menschen umgegangen wird. Diese haben häufig eine romantische Note. Bei ihrem zweiten Werk "Das Amulett der Greife" hat mich dieser Umstand mehr gestört. In "Drachenkralle" war das nicht so ausgeprägt. (Auch wenn mich diese Rituale irritieren, in denen Drachen und Menschen Ringe tauschen, um sich ein Leben lang zu binden...nein, kein Scherz.) Unterm Strich ist das Buch sehr lesenswert und für Fantasy-Fans und (Fantasy-)Tierliebhaber ab 12 zu empfehlen.
