2. Dez.
Rating:3

Wandel Träume von Isabella Mey Ich habe dieses Buch schon seit einer langen Zeit auf meinem Reader und es nie geschafft, es zu öffnen. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass mir das Cover überhaupt nicht zusagt. Es ist meiner Meinung nach viel zu kindlich, vielleicht auch zu 'einfach' gestaltet. Aber der Klappentext hat mich dann dazu gebracht, es doch endlich zu lesen. Und es hat mir ganz gut gefallen: "Manchmal liegt die Wahrheit außerhalb des Fassbaren. Manchmal muss man erst über seinen Schatten springen, um sie zu erkennen. Und manchmal stellt sich am Ende heraus, dass alles ganz anders ist, als es zunächst schien. Was ist real und was nicht – dieser Frage muss sich auch die siebzehnjährige Lia stellen, nachdem sie sich gezwungen sieht, ihr geliebtes Frankfurt zu verlassen, um in einer Patchworkfamilie in der Provinz zu landen. Hier gefällt es ihr überhaupt nicht. Ihre Stiefschwester Nicole ist ihr zu zickig, der Stiefbruder Nino zu smart, die Nachbarin zu biestig und die Schule zu fremd. Doch das Schicksal lässt es damit nicht auf sich beruhen, sondern katapultiert Lia in immer tiefere Abgründe. Schließlich bleibt ihr nichts anderes übrig, als Ninos Hilfe anzunehmen. Vielleicht ist er doch viel netter als gedacht? Und dann sind da ja auch noch die WandelTräume, durch die sich für Lia fantastische Möglichkeiten ergeben. Was es damit auf sich hat? Um das zu erfahren, lasst Euch entführen in eine Welt jenseits des Greifbaren." Die Charaktere Ich fand gewisse Charaktere sehr schön gestaltet. Einige haben wirklichen Tiefgang, andere sind eher oberflächlich. Bei den wichtigen Personen werden im Laufe des Buches immer mehr Details zu der Persönlichkeit klar. Die neue Familie von Lia wird mit der Zeit zum Beispiel immer sympathischer, weil man sie besser kennenlernt. Leider hat die Stiefmutter von Lia einen italienischen Akzent, der zum Teil wirklich etwas zu heftig verschriftlicht wurde. An gewissen Stellen hat mich das fast mehr genervt, als dass es mich näher an die Geschichte heran gebracht hätte. Der Schreibstil Die Autorin hat einen spannenden Schreibstil. Sie hat den Aufbau der Geschichte fesselnd und sehr bildlich dargestellt und immer wieder etwas Neues eingebaut. Leider ging es teilweise sehr lang bis es endlich einen Schritt weiter ging und die Charaktere weiter dachten. Dennoch hat die Autorin mich irgendwie gepackt und ich fand es nicht langatmig geschrieben. Die Umgebung und die Personen konnte sie sehr gut bildlich beschreiben und die Art und Weise, wie die Charaktere untereinander agieren war dem Alter entsprechend sehr passend, auch wenn mir das 'mega' manchmal etwas zu viel war. Jugendliche sprechen aber halt wohl so :). Die Story Als erstes fand ich es ja ganz lustig, dass die Geschichte in Waldshut spielt, denn auch wenn ich selbst aus der Schweiz bin, kenne Waldshut von meinem Vater. Das hat die ganze Geschichte für mich natürlich etwas persönlicher gemacht. Allgemein folgte ein Drama dem nächsten sehr schnell, teilweise quasi ohne richtigen Übergang. Dies hat die Geschichte allerdings auch sehr spannend gemacht, denn ich wollte wissen, was hinter all diesen negativen Ereignissen steckte. So schnell die Dramen kamen, so schnell waren teilweise auch de Gefühle da und gingen auch wieder. So hat mich die Trauer über den Vater zum Beispiel überhaupt nicht berührt, da es einfach zu schnell weiter ging. Dafür hat die Autorin meiner Meinung nach sehr viel Platz für den Endkampf und die Nachbesprechung des Kampfes eingeplant. Es sind auf jeden Fall alle noch einmal erwähnt worden nach dem die Arbeit getan war. Für mich eher ein abarbeiten aller Charaktere, aber es bleiben auch keine offenen Fragen. Mein Fazit Das Buch hat eine super Geschichte, ihr Inhalt hat mich wirklich gefesselt. Ich habe noch selten etwas über Traumwelten gelesen und fand auch spannend, wie die Autorin die Träume mit einer archäologischen Ausgrabung verknüpft hat. Für mich hatte die Geschichte teilweise zu viel hin- und her, zu wenig Gefühl durch die Schnelligkeit der Geschehnisse und eine nervige Seite wegen der Sprache der jugendlichen und der Mutter. Aber dennoch habe ich die Idee und die Charaktere sehr schön gefunden und würde das Buch trotzdem noch einmal lesen. Aufgrund der vielen kleinen Sachen, die mich am Ende nun doch gestört haben, ziehe ich doch ein paar Punkte ab und gebe dem Buch, dank der schönen Idee und der liebevollen Gestaltung dieser Welt, 3 Sterne!

WandelTräume - XXL - Leseprobe
WandelTräume - XXL - Leseprobeby Isabella MeyBookRix