Worum geht's?
Vernon, 2018: Jake ist eigentlich ein ganz normaler Junge. Doch auf einmal kann er super scharf sehen, ungewöhnlich gut riechen und in seinen Augen ist ein goldener Schimmer.
New York, 2118: Der pensionierte Arzt Dr. Travis Jelen arbeitet ehrenamtlich in einem Zentrum, das sich um Obdachlose kümmert. Eines Tages untersucht er eine hochschwangere 16jährige. Beim abschließenden Check der Blutwerte gibt es Unstimmigkeiten. Aber warum?
Ein überaus spannender und klug konstruierter Roman. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.
Jake war ein sehr authentisch geschriebener Teenager, der mit seiner "Gabe", die so urplötzlich auftritt, erst nur schwer umgehen kann.
Travis in der Zukunftsperspektive fand ich ebenfalls sehr überzeugend.
Die Science-fiction Elemente waren gut erklärt und die Zusammenhänge habe ich tatsächlich erst auf den letzten Seiten erahnt.
Das Buch ist teilweise dramatisch, aber fesselnd. Die zwischenmenschlichen Beziehungen waren für mich gut nachvollziehbar. Lediglich ein kleiner Abzug für die doch oft reibungslose Überwindung von Schwierigkeiten (Stichwort William und Andrew).
Aber: klare Leseempfehlung und ich werde die Augen offen halten für die Folgebände.
An sich eine interessante Idee, aber mich persönlich haute es nicht aus den Socken. Die Charaktere bekam man nicht so richtig zu fassen und gerade das Ende war mir zu schnell und somit etwas verwirrend.
Mark Bremer, welcher das Hörbuch spricht, hat eine angenehme Stimme, die aber für mich nicht zur Zielgruppe passte.
Ich bin mit der Geschichte leider echt nicht warm geworden und irgendwie wurde sie einfach immer verrückter und merkwürdiger… 🤷🏻♀️ War einfach gar nichts für mich. Der Anfang war ganz interessant, aber dann konnte ich gar nichts mehr damit anfangen.
Jake ist siebzehn Jahre alt, er spielt gerne Football und gerade in seinem wichtigsten Spiel, versagt er. Der Großteil seines Teams ist echt sauer darüber, doch Jake versucht sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Kurz nach dem Spiel merkt er, dass sich etwas an ihm verändert hat. Er hat Fähigkeiten, die in seinem Leben viele Herausforderungen mit sich bringen, die vor allem nicht gerade ungefährlich sind. Und dann gibt es noch Travis, der Arzt und trockener Alkoholiker ist und sich auf die Suche nach Antworten begibt. Und das bringt seine Welt ins Wanken…
Ich habe bisher noch nie etwas von Rainer Wekwerth gelesen, doch mit diesem Buch habe ich endlich das erste Buch von ihm gelesen. Und leider konnte es mich absolut nicht überzeugen, was mich wahnsinnig traurig gemacht hat. Das Cover ist unfassbar schön und ich liebe es wirklich sehr. Doch der Inhalt hat leider etwas an sich, was mich überhaupt nicht überzeugen konnte. Deshalb möchte ich anmerken, dass diese Rezension meine Meinung ist und jeder eine andere Meinung zum Buch haben kann. Ich freue mich über jeden, der einen Zugang zu Pheromon finden konnte!
Der Einstieg in das Buch fiel mir schon echt schwer. Irgendwie hat mir das irgendwas gefehlt, damit ich gut in die Geschichte starten konnte. Der Verlauf der Geschichte ist an sich eigentlich ganz okay, jedoch hat mir hierbei ein ,,roter Faden‘‘ gefehlt, der sich durch das Buch zog. Das hat leider dafür gesorgt, dass ich gar nicht so sehr mitfiebern konnte, obwohl ich das wirklich sehr gerne getan hätte. Leider konnte mich auch das Ende nicht richtig überzeugen. Das war für mich zu vorhersehbar, was mir dann das Buch dann schlussendlich doch komplett ,,kaputt‘‘ gemacht hat.
Außerdem hat es mir hierbei ein wenig an Logik gefehlt. Die Jugendliche ziehen hier oft Schlüsse, die kaum Sinn ergeben und die nicht Menschen ziehen, die sich mit der Wissenschaft auseinander setzen. Abgesehen davon hacken die Jugendlichen sich in eine bestgesichertsten Einrichtungen und kennen sich mit Sprengstoff aus, von denen ich absolut keine Ahnung hätte in dem Alter. Doch leider bleibt die Logik auch in der Zukunft aus. Das hat mir leider auch das Lesen des Buches echt erschwert.
Das einzige was mir gut gefallen hat, war der Schreibstil von Rainer Wekwerth. Ich finde, dass er einen sehr lockeren und leichten Schreibstil hat, der einem das Lesen des Buches doch erleichtert hat. Jedoch konnte ich keinen richtigen Draht zur Geschichte finden, da mir die ganzen Kritikpunkte im Weg standen. Ich finde schon, dass man hierbei viel mehr hätte rausholen können, sehr schade!
,,Pheromon – Sie riechen dich‘‘ war ein Buch, auf das ich mich wirklich sehr gefreut habe, denn die Geschichte klang vielversprechend. Leider konnte mich dieses Buch doch nicht überzeugen, was ich sehr schade finde. Die Idee hat mich richtig gut gefallen, doch leider wurde sie meiner Meinung nach nicht richtig umgesetzt. Ich kann dieses Buch auch leider nicht weiter empfehlen und gerade für Jugendliche ist das kein Buch, was ich ihnen kaufen würde. Leider fehlte es mir auch an Tiefe und die Charaktere sind blass und ungreifbar gewesen, was dafür gesorgt hat, dass es mir eigentlich egal war, was mit ihnen passiert. Ein weiterer Kritikpunkt war für mich, dass in diesem Buch oft frauenfeindliche Worte benutzt wurden, die meiner Meinung nach absolut nichts in einem Jugendbuch zu suchen haben!
"Pheromon: Sie riechen dich" ist der erste Teil einer YA Sci-Fi Triologie aus dem Jahr 2018.
Optisch machen die Bücher schon was her. Rundherum mit Signalfarben gestaltet sind sie ein klarer Blickfang, auch wenn die Farbe an den Seiten etwas schneller ausbleicht..
Der Klapptext gibt einen spannungsaufbauenden Einblick und hat auch mich dazu bewegt, die Reihe zu kaufen.
Halb-Spoilerfreie Rezension
Das Buch handelt vom Schicksal der Welt, wobei die Erzählersicht aufgesplittet ist in die von Jake, aus 2018, und Travis, aus 2118.
Wir begleiten die beiden Charaktere durch ein spannendes, am Anfang nicht grade eindeutiges Erlebnis, welches zwischendurch etwas wirr erscheint.
Mein Lesefluss wurde dadurch aber nicht gestört, vielmehr empfand ich das ganze als umso mitreißender.
Die Story ist schön durchdacht, das Thema nicht zu einfach, aber auch nicht zu komplex. Durch und durch eine Empfehlung für Leser, welche sich nicht von Sci-Fi und .. möglichen Cliffhangern abschrecken lassen!
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und das physische Buch ab und zu in die Hand genommen, vor allem wegen den Zeitsprüngen. Es ist interessant, aber erst gegen Ende erfährt man wieso die zwei Zeiten existieren und die vermeintliche Gemeinsamkeit (ob es das ist was ich denke, kann ich nur in Band 2 erfahren). Ich schätze mal, dass es sich wenn man es liest so anfühlt, als ob sich das Buch zieht.
Am Anfang war es ganz gut, aber die Richtung, die die Geschichte eingeschlagen hat, hat mir leider einfach nicht gefallen. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, es war leider nicht mein Fall.
Sehr spannendes Buch. Die verschiedenen Erzählperspektiven haben wir gut gefallen.
Trotzdem fehlt einfach der letzte Funke, der es zu einem 5 Sterne also zu einem Lieblingsbuch macht.
Optisch ist das Buch ein echter Eye Catcher und hatte mit dem Cover auch meine Aufmerksamkeit erlangt! Ich habe die digitale Ausgabe gelesen. Als Taschenbuch macht es natürlich nocheinmal etwas mehr her, da die Buchseiten außen giftgrün eingefärbt sind und darauf der Titel "Pheromon" zu lesen ist. Im Buchregal sieht es sicherlich ganz toll aus.
Der Klappentext deutete auf ein Jugendbuch hin und versprach mir ein Abenteuer der etwas anderen Art. Ich war sehr gespannt, denn ich suche ständig nach spannenden Jugendbüchern, die mich mitreißen und mitfiebern lassen.
Und vorab kann ich auch verraten, dass "Pheromon 1: sie riechen dich" wirklich ein gelungenes Jugendbuch ist, das einen in ein ungewöhnliches Abenteuer katapultiert und einen die Welt mit neuen Augen betrachten lässt.
Sehr schön ist der Einstieg im Jahr 2018, genau das Jahr, in dem wir uns nun befinden. Das eröffnet ein Gefühl, als wäre man genau jetzt dabei in der Geschichte, in der verrückte Sachen passieren.
Jake glaubt, er wäre von seinem Heuschnupfen kuriert, da er nun, obwohl er keine Medikamente mehr dagegen nimmt, keine Probleme mehr hat. Er sieht gut, er riecht gut, sogar so gut, dass er erkennen kann, welche Gefühle die Menschen in seiner Umgebung derzeit haben. Sind sie verärgert, wütend, aufgeregt oder erfreut, überrascht oder sogar hoffnungsvoll? All das ist für Jake kein Geheimnis mehr. Eine Brille braucht er auch nicht mehr und Schule ist plötzlich ein Klacks. Doch was ist geschehen?
Jake stößt auf seltsame Vorgänge, die er sich nicht erklären kann. Auf der Suche nach einer Lösung lernt er Serena, Amy und William kennen. Sie alle sind Teil einer großen Veränderung!
Hundert Jahre später begegnen wir Trevis. Er ist Arzt und trockener Alkoholiker mit einer traurigen Vergangenheit. Auch sein Leben wird plötzlich umgekrempelt und er wird Teil einer besonderen Gruppe, die versucht die Welt zu retten.
Die Spannung steigt durch stetig wechselnde Kapitel von 2018 und 2118. Die Entwicklungen und Entdeckungen machen das Leben der verschiedenen Figuren zu einem einmaligen Abenteuer, für das sie sehr viel riskieren müssen. Beide Erzählstränge greifen zum Ende hin immer mehr ineinander. Die Wissenslücken werden nach und nach geschlossen bis man am Ende einem grandiosen Showdown beiwohnt, der einerseits viele Fragen beantwortet und gleichzeit wieder neue stellt. Ein Schluss mit einem Cliffhänger, der große Neugier auf den Folgeband weckt!
Die beiden Autoren Thariot und Rainer Wekwerth haben es geschafft ein Jugendbuch zu schreiben, das Mädchen wie auch Jungen große Lesefreude bereiten wird. Football, beste Freunde, Computer(nerds), Sci-Fiction, sympathische männliche Protagonisten unterstützt und bereichert durch charakterstarke weibliche Figuren, wie die 16-jährige Lee als auch ein bisschen was fürs Herz, wie die erste Liebe.
Die Geschichte ist flüssig zu lesen und die Sprache der Zielgruppe angepasst. Gegen Ende muss man sehr aufmerksam lesen, da viele (ungewöhnliche) Informationen preisgegeben werden. Der Inhalt hat es in sich und regt die grauen Zellen an, denn nicht immer ist es leicht zu verstehen, was da gerade genau passiert. Ich habe mir sehr viele Stelle in meinem eBook markiert, damit ich später diese wichtigen Passagen leicht abrufen kann.
Kleine Kritikpunkte sind für mich, dass sich vieles ein bisschen zu leicht gefügt hat. Für jedes Problem war oft eine Lösung in Sicht. Auch hätte ich mir für Jake etwas mehr Tiefe gewünscht. Denn dass die Autoren das können, haben sie bei Lee sehr gut unter Beweis gestellt.
Fazit:
Ein interessanter und sehr spannender Auftakt mit kleinen Schwächen. Ein Jugendbuch, das eine tolle Idee aufweist und Sci-Fiction-Fans, ob jung oder alt, gleichwohl begeistern kann. Wer sich auf ein neues Gedankenspiel unserer Zukunft einlassen will, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Ganz klare Leseempfehlung!
Vielen Dank an Planet! Vom Thienemann-Esslinger Verlag sowie der Netzwerk Agentur Bookmark für die Übersendung des Rezensionsexemplares. Erreicht hatte mich das Buch in einem kleinen netten Paket in dem zusätzlich Teelichter und Räucherstäben enthalten waren. Diese passen farblich genau zum Buch.
Ich denke mal das ich nicht erwähnen muss das ich gespannt auf das Buch war.
Wir lernen einerseits den 17- jährigen Jake kennen sowie den Arzt Dr. Trevis Jelen. Beide Protagonisten begleiten wir. Der Klappentext sagt schon gut etwas zum Inhalt aus.
Jake nahm jahrelang Allergietabletten. Als er diese eines Tages vergisst, merkt er, dass er ohne Probleme alles riechen kann. Und zwar wirklich alles. Darunter auch die Gefühle der Menschen. Er hat immer eine Brille bzw. Kontaktlinsen getragen und brauch diese nun plötzlich auch nicht mehr. Was geschieht mit ihm? Diese Frage stellte er sich immer wieder. Als ihm dann noch gesagt wird seine Augen schimmern golden und er dies selbst im Spiegel sieht, wächst seine Sorge umso mehr.
Gemeinsam mit Amy und William, welche er im Laufe seiner Nachforschungen über seine neuen Fähigkeiten trifft, beginnt sein Abenteuer.
Dr. Jelen ist ein älterer Mensch, der als Arzt in einer gemeinnützigen Unterkunft obdachlose und hilfsbedürftige Menschen behandelt. Eines Tages trifft er auf das junge Mädchen Lee. Er gibt alles daran ihr zu helfen.
Mehr verrate ich hier nicht.
Das Buch Pheromon hat mir wirklich gut gefallen. Es ist in 2 Handlungsstränge geschrieben zu verschiedenen Zeiten. Während wir Jake im Jahre 2018 begleiten, erleben wir Travis 100 Jahre später in der Zukunft. Beide Zeitenstränge haben etwas gemeinsam. Eine Organisation.
Der Schreibstil des Buches konnte mich ebenfalls überzeugen. Es ließ sich einfach lesen. Die Schriftgröße war angenehm. Man flog eigentlich nur so durch die Seiten. Die Kapitel waren nicht zu kurz und nicht zu lang und wechselten immer zwischen beide Protagonisten hin und her. Man konnte ebenfalls auch leicht unterscheiden in welcher Zeit man sich befand, da die Schriftart von Travis Abschnitte eine andere war als die von Jake. Bisher hatte ich vom Autor noch kein Buch gelesen, war mit dem Schreibstil also nicht vertraut.
Je weiter man gelesen hatte umso spannender und interessanter wurde das Ganze. Man fieberte mit beide Protagonisten mit und hoffte das sie ihr Ziel erreichen würden.
Die Charaktere selbst haben mir ebenfalls gefallen. Waren sie für mich authentisch dargestellt. Man konnte sich leicht in Jake hinein versetzen. Spürte seine Verzweiflung aber auch seinen Kampfgeist. Aber auch Travis konnte mich überzeugen. Es war zu spüren das er seine Schuld nie verbüßt und sich selbst vergeben hatte. Er wollte seine Chance nutzen und Lee daher retten.
Ich bin bereits gespannt wie es mit Pheromon weiter gehen wird und warte nun gespannt auf Band 2.
Pheromon kann ich euch wärmstens empfehlen.
Spannender Auftakt mit Luft nach oben
Zum Inhalt:
Aktuell hat Jake es nicht leicht im Leben. Nachdem bei einem Footballspiel Jake jedoch den entscheidene Pass verpasst, sind sowohl seine Mitschüler als auch sein Team gegen ihn. Die alltäglichen Sorgen des 17-jährigen verblassen jedoch schnell, als er auf einmal körperliche Veränderungen an sich selbst bemerkt. Alles beginnt damit, dass sein Heuschnupfen von einem Tag auf den anderen verschwindet und er keine Kontaktlinsen mehr benötigt. Dazu kommt jedoch noch ein übermenschlicher Geruchssinn, der ihn sogar Gefühle riechen lässt.
Doch nicht genug des Ganzen; auch eine neue Mitschülerin gibt Rätsel auf, die Freunde, Mitschüler und andere Jugendliche aus der Gegend vollkommen in ihren Bann zu ziehen scheint. Irgendwie scheint das ganze mit einem neueröffnenten Jugendzentrum einer unbekannten Organisation zu tun haben.
Gemeinsam mit neun Freunden macht er sich auf die Suche nach Antworten.
Hundert Jahre später existiert diese geheimnissvolle Hilfsorganisation noch immer und ist so undurchsichtig wie bereits in der Vergangenheit. Dr. Jelens Leben wird ebenfalls auf den Kopf gestellt und auch er beschließt etwas zu unternehmen.
Meine Meinung:
Die Idee des Buches hat mich schon eine ganze Weile neugierig gemacht. Der Schreibstil ist knapp und gut verständlich, passend für ein Jugendbuch. Beleidigungen und Umgangssprache kommen jedoch für meinen Geschmack etwas zu häufig in der wörtlichen Rede vor.
Die Handlung hat kaum unnötige Längen und meistens passiert alles fast schon Schlag auf Schlag. Dabei hat mir jedoch etwas die Spannung hinsichtlich unvorhersehbarer Wendungen gefehlt. Stattdessen konnte ich einige Inhaltselemente vorherhsagen oder es kam zu Deus ex Machina Momenten um die Handlung aus einer scheinbar unlösbaren Situation herauszumanövrieren. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, aber hier kam es mir doch zu häufig und zu auffällig vor.
Alles in allem ein guter Auftakt einer Jugend-SciFi-Reihe. Die Idee gefällt mir noch immer so gut, dass ich weiterlesen werde.
Eine ausführliche Rezension gibt es wie immer auf meinem Blog unter: https://revasbuchportal.wordpress.com/2019/01/11/pheromon-sie-riechen-dich-rainer-wekwerth-thariot-scifi/
„Pheromon - Sie riechen dich“ von Rainer Wekwerth/Thariot ist ein Jugendbuch-Thriller mit Science-Fiction Elementen, in dem ein spannendes Zukunftsszenario entwickelt wird. Erschienen ist der Roman im Januar 2018 bei Planet! vom Thienemann-Esslinger Verlag.
Jake ist ein ganz normaler 17jähriger Junge, der im Football-Team seiner Schule ist. Als er seine Heuschnupfen-Medikamente vergisst, stellen sich tiefgreifende Veränderungen ein. Jake kann plötzlich die Gefühle seiner Mitschüler riechen, Matheaufgaben wie von selbst lösen und viel besser sehen.
100 Jahre später untersucht der ehrenamtlich arbeitende Arzt Dr. Travis Jelen ein schwangeres junges Mädchen namens Lee. Die Ergebnisse der Untersuchung sind mehr als verwunderlich und sorgen dafür, dass Lee ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Dr. Travis begibt sich auf die Suche nach ihr und ein Abenteuer auf mehreren Zeitebenen beginnt…
Wie man der kurzen Inhaltsangabe entnehmen kann, spielt dieser Roman auf zwei Zeitebenen.Ich war recht schnell in der Geschichte drin und der Schreibstil ließ sich gut lesen. Die Veränderungen, die Jake im Jahr 2018 widerfahren, werden sehr genau beschrieben, so dass man sich gut in ihn hineinversetzen und alles gut vorstellen kann. Dadurch, dass man lange Zeit nicht weiß, was diese Veränderungen ausgelöst hat, wirkt die ganze Geschichte recht mysteriös. Die einzige Verbindung zwischen den beiden Handlungssträngen ist lange Zeit nur die Organisation HFP (Human Future Project). 2018 betreibt diese Jugendtreffs, in der merkwürdige Dinge vorgehen, denen Jake mit neu gewonnenen Freunden auf den Grund gehen will. 2118 betreibt dieselbe Organisation medizinische Zentren, in den Jugendliche erstbehandelt und geimpft werden.
Das Szenario, das in diesem Buch entworfen wird, ist interessant. Teilweise war mir das Ganze allerdings von zu vielen Klischees überladen: Hip Hop und Discolichter werden mit Drogen gleichgesetzt oder beispielsweise auch die typische Kluft zwischen arm und reich. Darüber hinaus treten Themen wie Mobbing oder Rassismus in Erscheinung. Alles Themen, die Jugendliche sicherlich beschäftigen, eine wirkliche Auseinandersetzung mit ebendiesen findet allerdings nicht statt. Das ist einerseits schade, hätte aber wahrscheinlich auch den Umfang der Geschichte gesprengt.
Für mich war die Geschichte recht durchschaubar und ich hatte schnell eine Ahnung worauf es hinausläuft, aber ich glaube gerade für Jugendliche ist das Szenario dieses Roman sehr spannend und interessant. Gespickt ist das Ganze mit ein bisschen Technik, Genetik und Biologie. Die Autoren haben hier meiner Meinung nach ein gutes Maß getroffen. Alles klingt auf der einen Seite abgehoben, aber irgendwie ist es mit dem Verstand doch greifbar.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich ist noch, dass mir die Zukunft nicht futuristisch genug war. Man merkt eigentlich kaum eine Änderung zu unserer heutigen Zeit und ich glaube in 100 Jahren wird sich noch einiges mehr und deutlicher verändert haben. Der Spannung und dem Fortschritt der Geschichte war dies dienlich, aber für mich erschien es teilweise so nicht wirklich realistisch.
Fazit: Ein spannendes und interessantes Szenario, das Jugendliche sicher gut zu unterhalten weiß. Manchmal etwas mit Klischees überladen, aber mit Themen, die viele Jugendliche beschäftigen. Ich würde es eher ab 16 statt 14 empfehlen. Auch Erwachsene werden gut unterhalten, auch wenn die Geschichte für mein Empfinden etwas durchschaubar war.
Das Jugendbuch „Pheromon“ ist das gemeinschaftliche Projekt von den Autoren Rainer Wekwerth und Thariot. Auch ist dieses Werk der Auftakt einer geplanten Trilogie.
Klappentext:
2018 - Jake ist siebzehn. Spielt gerne Football, ist schlecht in Mathe, steht auf Mädchen. Doch plötzlich ist alles anders: Er kann Gefühle riechen - und nimmt einen seltsamen fremdartigen Geruch wahr, den immer mehr Menschen in seiner Umgebung verströmen. Etwas ändert sich - nicht zum Guten. Das spürt er.
2118 - Travis ist Arzt. Jeder Tag ist wie der vorherige. Bis ein Mädchen seine besondere Aufmerksamkeit erregt. Lee. Sie ist schwanger und scheint durcheinander. Als er ihr helfen will, stößt er auf eine Organisation, die sich klammheimlich über den ganzen Erdball ausgebreitet hat. Sie scheint die Welt verändern zu wollen - nicht zum Guten. Das spürt er.
Zwei Leben in unterschiedlichen Zeiten. Aber eine gemeinsame Zukunft, für die es sich zu kämpfen lohnt!
Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil es auch aus der Feder von Rainer Wekwerth stammt. Seine Labyrinth- Trilogie hatte mir damals sehr gut gefallen, sodass ich neugierig auf dieses Werk wurde. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht vollständig erfüllt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. Das besondere ist jedoch, dass hier zwei Autoren ein gemeinschaftliches Werk geschaffen haben, wobei jeder einen Erzählstrang übernommen hat. Unterschiede bei den Perspektiven in Bezug auf den Schreibstil sind bemerkbar, aber ein großer Bruch ist nicht erkennbar. Die Erzählart ist recht knapp gehalten. Mir persönlich fehlten manchmal ein paar erklärende oder umschreibende Worte. Manche Szenen werden recht knapp abgehandelt. Dies hatte meine Meinung zu Folge, dass dem Buch stellenweise etwas Tiefe gefehlt hat. Ich hätte mir ein paar Informationen mehr gewünscht, viele Szenen wurden nur angerissen und weiter vorangetrieben.
„Pheromon“ wird aus zwei Perspektiven erzählt, hierbei spielt einer im Jahre 2018 und der andere 2118. Der Strang in der Gegenwart handelt hauptsächlich von Jugendlichen, der Beginn der Geschichte wird erzählt und man bekommt einen Einblick, wie alles begonnen hat. Bei der Geschichte in der Zukunft sind die Protagonisten Erwachsene. Aber auch eine junge Frau, die gerade erst lernt, ihr Leben in die Hand zu nehmen, spielt eine wesentliche Rolle. Hier erfährt man, welche Folgen dies in einhundert Jahren hat und wie die Zivilisation damit umgeht. Der Strang in der Gegenwart ist geprägt durch eine Jugendsprache, welche ich nicht immer angenehm fand. Leider empfand ich die Erzählperspektive in der Zukunft etwas blass, so viele Erneuerungen scheint es nicht zu geben. Allein der technische Fortschritt wird angerissen, wobei dies keine neuen Ideen sind.
Den Einstieg in die Geschichte empfand ich als relativ zäh. Die Protagonisten und deren alltägliches Leben werden vorgestellt. Lange hatte ich das Gefühl, dass man in die Handlung eingeführt wird, viel Spannung konnte leider nicht aufgebaut werden. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle tritt und nicht wesentlich vorangetrieben wurde bzw. sich im Kreis dreht. Mir persönlich hat es zu lange gedauert, bis es wirklich spannend wird. Hier hätte man bestimmt ein paar Kürzungen vornehmen können. Auch bin ich mit der Auflösung nicht warm geworden. Die Erklärung für all diese beschriebenen Vorgänge war mir persönlich etwas zu abgedreht und ist in eine Richtung gegangen, mit der ich zwar nicht gerechnet hätte, die mich aber leider auch nicht überzeugen konnte. Gut gefallen hat mir die Grundidee schon, aber manchmal hätte ich mir noch ein paar erklärende Worte mehr gewünscht. Allein die Tatsache, warum Jake plötzlich diese neuen Fähigkeiten hat, wurde viel zu knapp angerissen. Hier hat man Potential verschenkt.
Die beiden Protagonisten wirkten auf mich relativ sympathisch. Besonders Travis, der Protagonist aus der Zukunft, hat sein Päckchen zu tragen und leidet unter den Folgen seiner Vergangenheit. Dennoch wirkten sie auf mich teilweise recht blass. Manche Handlungen oder Entscheidungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Dies hatte zur Folge, dass ich keine richtige Beziehung zu den Charakteren aufbauen konnte.
Insgesamt konnten mich die Autoren Rainer Wekwerth und Thariot mit ihrem Buch „Pheromon“ nicht vollständig überzeugen. Eine nette Grundidee, wobei die Umsetzung meiner Meinung nach mangelhaft ist. Dafür kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.
Das war mal wieder so ein typischer Coverkauf. Das sprach mich vom Motiv, Titel und vor allem vom genialen bedruckten Buchschnitt sehr an. Dann dieses Wissenschaft bzw. Science Fiction- Thema das mich ebenfalls interessierte und schon war das Buch gekauft.
Leider trügt der erste Eindruck etwas. An sich fand ich die Story super. Vor allem das es aus zwei Sichten und Zeiten beschrieben wurde, gefiel mir sehr. Man verfolgt einmal die Sicht eines Jugendlichen (Jake) in der heutigen Zeit und einmal eine alten Mann (Travis) einhundert Jahre in der Zukunft. Es war eine merkwürdige Mischung aus Jugendbuch und recht einfach geschriebener Erwachsenenliteratur, aber das hatte wirklich etwas.
Die Handlung, um die Invasion von Aliens auf eine ganz bestimmte Art, die ich hier jetzt nicht spoilern möchte, fand ich ebenfalls interessant bis es dann am Ende doch etwas zu einfach und abgefahren aufgelöst wurde.
Mein größtes Problem war der Schreibstil. Er war nicht schlecht, aber brachte für mich absolut keine Gefühle herüber. Wenn hier Protas starben tangierte mich das überhaupt nicht und angebliche Freundschaften, Familienbande und Liebesgeplänkel kam ebenfalls gar nicht bei mir an und alles wirkte emotionslos und oberflächlich.
Band 2 liegt bereits auf meinem SUB, da ich anfänglich recht begeistert war von dem Buch und bei einem Angebot für Band 2 zuschlug. Wäre dies nicht der Fall, hätte ich die Reihe abgehakt, aber so werde ich Band 2 irgendwann noch einmal eine Chance geben.
Story 3,6/5
Charaktere 3,4/5
Emotionen 2,0/5
Gesamt 3,0/5