1. Juni
Beeindruckend, erschütternd, dystopisch
Rating:4.5

Beeindruckend, erschütternd, dystopisch

In Gilead hat eine Frau in Rot nur eine Pflicht: Kinder zu bekommen. Aber nicht mit einem Partner ihrer Wahl. Keine Liebe, keine Lust. Frauen werden hier in Kasten eingeteilt. Das wären Mägde, Marthas, Ehefrauen und Tanten. Klingt ganz nett und gewohnt, ist aber das totale Gegenteil davon. Mägde sind stets in Rot gekleidet. Sie gelten als „fruchtbar“ und daher wertvoll. Man hält sie wie Gefangene und nutzt sie wie menschliche Brutmaschinen. In einem Regime, das mit eiserner Hand regiert und versucht, gegen niedrige Geburtenraten durch Verseuchung und Co. Vorzugehen, ist das Recht auf Eigenbestimmung vollkommen aufgehoben. Mit jeder Seite habe ich mehr mit „Desfred“ mitgelitten. Mit jeder Erniedrigung, mit jeder verbotenen Handlung, mit jeder ihrer Ängste. Je mehr die Frau, der man ihren eigenen Namen verboten hat, aus ihrer Vergangenheit berichtet, desto mehr wird klar: Gilead ist die Hölle. Mein Fazit: Atwood hat hier ein unglaublich starkes Werk geschaffen.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"by Margaret AtwoodPiper ebooks
1. Juni
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Rating:4

Heute möchte ich euch den dystopischen Roman 'Der Report der Magd' (orig. The Handmaid’s Tale) von Margaret Atwood vorstellen, der erstmals 1985 erschien. Die deutsche Übersetzung stammt von Helga Pfetsch. Die Handlung spielt in der Republik Gilead, einem totalitären Staat, der auf einem extremen patriarchalen Weltbild basiert. Aufgrund einer beängstigenden Unfruchtbarkeitskrise wird die Gesellschaft streng in verschiedene Kasten eingeteilt. Frauen dürfen weder arbeiten noch eigenes Geld besitzen und werden auf ihre gesellschaftliche Funktion reduziert. Die sogenannten Mägde haben die Aufgabe, für die herrschende Elite Kinder auszutragen, die sie nach der Geburt abgeben müssen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Desfred (im engl. Offred), einer Magd. Besonders eindrucksvoll sind die kurzen, bewegenden Einblicke in ihre Vergangenheit. Ihre Erinnerungen an die verlorene Familie, an Liebe, Freiheit und ihr früheres Leben verleihen der Geschichte eine große emotionale Tiefe. Der Schreibstil ist klar, konkret und eindringlich, wodurch die bedrückende Atmosphäre der Handlung besonders gut zur Geltung kommt. Desfred selbst ist eine interessante Protagonistin. Da ihr Körper im System von Gilead zu ihrem einzigen gesellschaftlichen Wert geworden ist, schenkt sie ihm eine beinahe klinische Aufmerksamkeit. Ihre Beobachtungen und Gedanken machen deutlich, wie sehr das Regime in die intimsten Bereiche des Lebens eingreift. Thematisch beschäftigt sich der Roman mit Unterdrückung, Machtmissbrauch, Frauenrechten, religiösem Fanatismus und der Frage, wie viel Freiheit Menschen bereit sind aufzugeben, wenn sie sich von Angst leiten lassen. Die Atmosphäre ist durchgehend beklemmend und bedrückend, gleichzeitig aber auch faszinierend, weil viele Entwicklungen erschreckend nachvollziehbar wirken. Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Besonders die düstere Gesellschaftskritik und die emotionalen Rückblicke in Desfreds früheres Leben haben mich beeindruckt. Manche Passagen wirken etwas ruhiger und weniger handlungsorientiert, dennoch bleibt die Geschichte durch ihre Thematik und ihre beklemmende Stimmung durchgehend interessant. Empfehlen würde ich den Roman allen Lesenden, die sich für Dystopien, gesellschaftskritische Literatur und starke Frauenfiguren interessieren. Bewertung: 4 von 5 Sterne ✨️

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"by Margaret AtwoodPiper ebooks
31. Mai
Rating:3

Eine Story mit erschreckend vielen Parallelen zur Gegenwart - leider mit verdammt anstrengendem Schreibstil.

Der Schreibstil war sehr anstrengend zu lesen und ich musste mich an vielen Stellen wirklich durchkämpfen. Die Story an sich fand ich wirklich interessant und erschreckend nah an heutigen Geschehnissen. Die Erzählerin, eine sogenannte „Magd“, schildert hier das Leben in der Republik Gilead und welche Aufgabe sie dort innehat. So werden Frauen entmachtet und die fruchtbaren unter ihnen werden zu ebenjenen „Mägden“, um der wohlhabenden Bevölkerung Kinder zu gebären. Die Gesellschaft ist auf religiösen Ideologien, Gewalt und patriarchaler Kontrolle aufgebaut. Besonders spannend fand ich die Schilderungen aus dem Leben der Magd vor alledem und wie die Bevölkerung schleichend unterwandert wurde. Trotz des spannenden und zugleich erschreckenden Themas kam ich nicht wirklich in die Story rein. Dies lag wie schon erwähnt am wirklich anstrengendem Schreibstil. Im letzten Kapitel musste ich mich dann tatsächlich noch mehr konzentrieren, um zu verstehen, was erzählt wird. Mein Fazit: Immer noch ein wichtiges Thema, über das gesprochen werden muss! Aber das Buch fand ich nur mittelmäßig. Ich werde mir aber definitiv die Serie dazu ansehen.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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29. Mai
Rating:3

Ich bin ein bisschen underwhelmed

Ich hatte mir das Lesen dieses bekannten Buches schon ganz, ganz lange vorgenommen. Meine Erwartungshaltung war auch sehr hoch, zumal das Buch für viel Aufsehen gesorgt hat (und auch immernoch tut) und auch immer als Vergleichsfolie für aktuelle Entwicklungen in bestimmten westlichen Ländern herangezogen wird. Jetzt wo ich das Buch beendet habe, bin ich leider ein bisschen enttäuscht. Irgendwie bin ich nicht wirklich mit der Protagonistin warm geworden, die Zeitsprünge haben mich verwirrt und allgemein auch, dass wir (meiner Meinung nach) viel zu wenig Insights bekommen, wie sich dieses furchtbar dystopische System erst etablieren konnte. Intersektionalen Feminismus sucht man leider auch vergeblich. Wie ergeht es BIPoC Frauen? Trans Frauen? Irgendwie bleiben für mich viel to viele Fragen offen.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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27. Mai
Rating:3.5

Ekelerregend, beklemmend, unangenehm aber wichtig

Ich fand es extrem anstrengend zu lesen (besonders durch die fehlenden Anführungszeichen und die ständigen Zeitsprünge) daher bin ich auf das Hörbuch umgestiegen, was mir das Verstehen sehr erleichtert hat. Durch die bildhafte Sprache wirkt die ohnehin permanent deprimierende Stimmung noch beklemmender. Viele Szenarien sind kaum auszuhalten.. Als Dystopie kann man das Buch nicht bezeichnen da die Thematik doch sehr realistisch ist. Wenn man sich die Entwicklung in den USA anschaut wird einem klar, warum das Buch dort verbannt wurde :(

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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27. Mai
Ein zeitloser, aktueller & erschütternder Klassiker der modernen Weltliteratur!
Rating:5

Ein zeitloser, aktueller & erschütternder Klassiker der modernen Weltliteratur!

🩸 Margaret Atwood hat mit dem Report der Magd eines der wichtigsten literarischen Werke unserer Gegenwart geschaffen. Sie reiht sich damit nicht nur in direkter Tradition zu ihren großen Vorbildern Orwell und Huxley ein, sondern übertrifft diese (meiner Meinung nach) sogar durch die Brisanz und ungebrochene Aktualität ihrer Erzählung. Was in den 80ern bereits relevant war, ist es heute noch mehr! Genial und fesselnd geschrieben, die stets beklemmende Atmosphäre springt förmlich von den Seiten auf einen über. Der Roman pakt einen emotional (nicht unbedingt im positiven Sinne): man möchte die oft passive Protagonistin anschreien und wachschütteln, ihr helfen und am liebsten mit dem Messer zwischen den Zähnen losziehen, um all das Unrecht selber zu begleichen, aber ich schweife ab… Als Leser bin ich in diesem Roman genau so gefangen und machtlos wie die Frauen, die duldsam ihr Schicksal ertragen. Wie man das langweilig finden kann, ist mir völlig unbegreiflich! Vielleicht ist Langeweile aber auch ein bewusstes Mittel zum Zweck. Wir erleben die Geschichte der Magd Desfred als nachträglichen Bericht. Durch Ihre Augen lernen wir Gilead, eine dystopische Gesellschaft im Amerika der nahen Zukunft, kennen. Der Roman versprüht auf jeder Seite den üblen Geist des neuenglischen Puritanismus. Die Einschränkung der persönlichen Freiheit von Frauen bis hin zu deren völligen Entrechtung und Entmenschlichung unter der Berufung auf das Gemeinwohl unter dem Deckmantel einer rückwärtigen, biblischen Moral ist das zentrale Thema des Romans. Viele der Darstellungen klingen nicht nur in Trumps Amerika sondern auch für europäische Leser*innen erschreckend realistisch und gar nicht so weit hergeholt, denn Atwoods wichtigste Regel beim Schreiben war: Alles hier Geschilderte, ist so in der Geschichte der Menschheit bereits passiert, oder passiert gerade jetzt - wenn nicht hier, dann irgendwo anders! Es handelt sich hierbei nicht um reine Sci-Fi oder Fantasy… 👁️🪽 Da wir die Geschehnisse aus einer personalen Erzählperspektive geschildert bekommen, d.h. alles durch Desfreds Filter erfahren, wissen wir zunächst nichts über die Hintergründe. Erst im Laufe der Geschichte, kann man sich dank der bruchstückhaft eingeschobenen Rückblenden und Erklärungen Desfreds ein grobes Bild davon machen, welche Umstände zu Ihrem Schicksal geführt haben. Die Wahl dieser Erzählperspektive ist Atwoods erste Geniestreich, denn sie bindet uns unmittelbar an Desfreds Erfahrungshorizont. Wir laufen genau wie Sie mit ihren „Flügel“ genannten Scheuklappen durch diese Welt und haben keinerlei Anhaltspunkte, Freund von Feind zu unterscheiden oder vorherzusagen, was als nächstes passieren wird. So schafft es der Roman, das perfide Gefühl der völligen Ohnmacht zu vermitteln, der die Frauen in Gilead ausgesetzt sind. Desfreds Gedankenwelt bewegt sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Aufruhr und Resignation. Im Gegensatz zur Fernsehserie, die mit visuellen Schauwerten und Schockmomenten punkten kann, arbeitet der Roman ganz subtil, weniger brutal aber ebenso erbarmungslos. Es bedarf kein Blutgespritze um die Schrecken einer solchen Welt zu vermitteln: Ohne eigenen Namen, ohne Möglichkeit zu kommunizieren, ohne zu wissen, wem du trauen kannst und was um dich herum geschieht, ohne sicher sein zu können, welches gesprochene Wort, welche unbedachte Tat, gesehen von den falschen Augen, oder welche willkürliche Laune eines Mannes dein unmittelbares Ende bedeuten kann, ist selbst jeder Gedanke an Widerstand zwecklos. Atwoods zweiter Geniestreich ist das Ende des Romans. Die Geschichte Desfreds hat konsequenterweise kein Happy End, sondern endet abrupt. Der Ausgang ist relativ offenen. Es kommt wie es kommen muss, aber was genau mit Desfred geschehen wird, wissen wir nicht. Nur dass sie (eine Zeit lang) überlebt, ist insofern logisch, da sie den Bericht Ihrer Geschichte im Nachhinein abgegeben haben muss. Das wird spätestens im Epilog klar, in dem die Autorin die personale Erzählperspektive verlässt und einen großen Zeitsprung in die Zukunft wagt (mehr sei ais Spoilergründen nicht verraten). Dadurch erhalten wir zum Ende hin zusätzlich Aufschluss und neue Erkenntnisse zu den Ereignisse und andere Romanfiguren, was wir so aus Desfreds Perspektive nie erfahren konnten. Gleichzeitig schafft es der Epilog auf teilweise humorvolle Art, Gilead historisch zu verankern und wie ein Wink mit dem Zaunpfahl auch für unsere reale Welt zu kontextualisieren. Hier dürfte hoffentlich jeder die historischen Vorbilder und realpolitischen Parallelen verstehen. Eine klarere Warnung kann die Autorin gar nicht aussprechen.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"by Margaret AtwoodPiper ebooks
26. Mai
Rating:3.5

Düster und beklemmend

Der Report der Magd ist für mich weniger ein Buch, das man „gerne“ liest, sondern eher eines, das einen beeindruckt und gleichzeitig bedrückt zurücklässt. Der Einstieg fiel mir durch den recht literarischen Schreibstil erstmal etwas schwer, aber genau diese intensive Gedankenwelt der Protagonistin macht das Buch am Ende so beklemmend. Die Atmosphäre ist düster, erschreckend und wirkt teilweise viel realistischer, als man es gerne hätte. Gerade das hat das Buch für mich so eindringlich gemacht. Es ist definitiv kein Wohlfühlbuch, aber eines, das lange im Kopf bleibt. Das offene Ende hat mich allerdings etwas unbefriedigt zurückgelassen — ich hätte mir zumindest etwas mehr Hoffnung oder Klarheit gewünscht.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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25. Mai
erschreckend, bedeutend und manchmal bewusst verwirrend
Rating:4.5

erschreckend, bedeutend und manchmal bewusst verwirrend

Der Report der Magd ist für mich kein buch, das man einfach „wegliest“. es fordert einen stellenweise ziemlich heraus und genau das ist wahrscheinlich auch gewollt. was ich teilweise schwierig fand: die sprünge zwischen gegenwart, vergangenheit und erinnerungen bzw. traumähnlichen sequenzen. manchmal verschwimmt alles miteinander und ich musste öfter kurz innehalten, um wieder einzuordnen, wo man sich gerade befindet. das macht das lesen nicht immer einfach. trotzdem ist es eines dieser bücher, bei denen die eigentliche bedeutung viel größer ist als die frage, ob es sich locker lesen lässt. die themen wirken erschreckend relevant und genau das macht die geschichte so stark. vieles fühlt sich beim lesen unangenehm nah an der realität an. kein buch, das ich wegen spannung oder plottwists empfehlen würde, sondern weil es etwas auslöst. schwer, bedrückend und gleichzeitig unglaublich wichtig.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"by Margaret AtwoodPiper ebooks
21. Mai
Rating:3.5

Ein erschreckend aktueller Klassiker über Macht, Kontrolle und die Zerbrechlichkeit von Freiheit.

Der Report der Magd von Margaret Atwood ist ein Roman, der heute vielleicht erschreckender wirkt als zum Zeitpunkt seines Erscheinens in den 1980er Jahren. Denn vieles, was Atwood beschreibt, fühlt sich nicht mehr wie reine Dystopie an, sondern wie eine extreme Zuspitzung realer gesellschaftlicher Entwicklungen: der politische Rechtsruck, die Kontrolle über weibliche Körper, sinkende Geburtenraten, antifeministische Bewegungen, religiöser Fundamentalismus und die zunehmende Einschränkung von Rechten – besonders von Frauen, queeren Menschen und behinderten Menschen. Gerade deshalb bleibt dieses Buch bis heute relevant und unbequem. Die Grundidee des Romans ist enorm stark. In der Republik Gilead werden Frauen systematisch entrechtet und auf Funktionen reduziert. Fruchtbare Frauen werden zu „Mägden“ gemacht und den herrschenden Familien zugeteilt, damit sie Kinder gebären. Die Gesellschaft basiert auf patriarchaler Kontrolle, religiöser Ideologie und Gewalt. Besonders bedrückend ist dabei, dass Atwood nichts völlig Unrealistisches erfindet. Fast alle Mechanismen, die Gilead nutzt, existierten oder existieren bereits in irgendeiner Form in realen Gesellschaften. Genau das macht den Roman so verstörend. Sehr interessant ist dabei auch, wie der Machtwechsel beschrieben wird. Die Erzählerin erinnert sich an die Zeit davor: an ein normales Leben mit Arbeit, Familie, eigenem Konto, Freiheit und Selbstbestimmung. Und dann schildert sie Schritt für Schritt, wie diese Rechte verschwinden. Nicht plötzlich, sondern schleichend. Genau darin liegt eine der größten Stärken des Buches: Es zeigt, wie schnell Demokratien kippen können, wenn Angst, Krisen und Extremismus zusammentreffen. Besonders heute wirkt das erschreckend aktuell. Gleichzeitig macht der Roman deutlich, dass patriarchale Systeme nicht ausschließlich von Männern getragen werden. Gerade das ist einer der wichtigsten Aspekte des Buches. Die Macht in Gilead funktioniert auch deshalb, weil Frauen in unterschiedlichen Rollen das System mittragen und stabilisieren: Ehefrauen, Tanten, Marthas und selbst manche Mägde beteiligen sich daran, andere Frauen zu kontrollieren oder zu verurteilen. Diese Dynamik ist auch auf die reale Gesellschaft übertragbar. Patriarchale Strukturen bleiben nicht allein deshalb bestehen, weil Männer Macht besitzen, sondern auch, weil gesellschaftliche Rollenbilder, Privilegien und Machtmechanismen von vielen Menschen – bewusst oder unbewusst – weitergetragen werden. Besonders interessant ist dabei die Figur der „Tanten“. Sie zeigen, wie autoritäre Systeme funktionieren: Unterdrückung wird oft effektiver, wenn sie innerhalb der betroffenen Gruppen organisiert wird. Das spricht der Roman an, und gerade die historischen Anmerkungen am Ende verdeutlichen das noch einmal explizit. Dort wird sogar erklärt, dass Gilead Frauen bewusst zur Kontrolle anderer Frauen einsetzte, weil dies billiger und effizienter war. Dieser Aspekt macht den Roman politisch viel komplexer, als er auf den ersten Blick erscheint. Dabei lässt sich die Kritik noch weiterdenken. Feminismus wird in vielen gesellschaftlichen Kontexten bis heute vor allem aus der Perspektive privilegierter Frauen geführt. Frauen mit Behinderungen, arme Frauen oder nicht-weiße Frauen werden oft übersehen oder nicht ausreichend mitgedacht. Gerade deshalb wirkt die Welt von Gilead auch wie eine Warnung davor, Gleichberechtigung nur für bestimmte Gruppen einzufordern. Der Roman zeigt letztlich, wie gefährlich Hierarchien innerhalb unterdrückter Gruppen sein können. Trotz der inhaltlichen Stärke hatte ich allerdings große Schwierigkeiten mit dem Schreibstil des Romans. Ich verstehe vollkommen, warum Atwood so schreibt: Die Geschichte basiert auf Erinnerungen und Tonbandaufnahmen einer traumatisierten Frau. Die fragmentierte Sprache, die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die oft verschwommene Wahrnehmung – all das passt zur psychischen Verfassung der Erzählerin. Dennoch machte genau das das Lesen für mich teilweise sehr anstrengend. Die vielen Rückblenden störten mich dabei weniger. Im Gegenteil: Die Szenen aus der Vergangenheit gehören für mich zu den interessantesten Teilen des Buches. Dort wird sichtbar, was verloren gegangen ist. Viel schwieriger fand ich die eigentliche Erzählweise von Offred selbst. Ihre Gedanken wirken oft distanziert, passiv oder wie betäubt. Natürlich ergibt das innerhalb des Systems Sinn: Sie lebt unter permanenter Angst, Überwachung und Traumatisierung. Trotzdem fiel es mir schwer, eine wirkliche emotionale Verbindung zu ihr aufzubauen. Gerade gegen Ende hatte ich oft das Gefühl, sie gerne „schütteln“ zu wollen, weil sie immer wieder in Passivität zurückfällt oder scheinbar nichts aus ihren Erfahrungen lernt. Immer wenn man denkt, sie entwickelt Widerstand oder Klarheit, zieht sie sich wieder zurück. Das macht sie zwar vielleicht realistischer, aber nicht unbedingt leichter zugänglich. Offred wirkt weniger wie eine klar ausgearbeitete Einzelperson als vielmehr wie ein Symbol für viele Frauen innerhalb dieses Systems. Genau das scheint vermutlich beabsichtigt zu sein – trotzdem blieb sie für mich emotional oft schwer greifbar. Ähnlich ging es mir mit der Welt selbst. Einerseits ist Gilead unglaublich faszinierend, andererseits erfährt man nur sehr wenig darüber. Man sieht fast ausschließlich den kleinen Ausschnitt aus Offreds Alltag. Dadurch bleibt vieles undeutlich: Wie genau funktioniert die Gesellschaft? Wie sieht der Rest der Welt aus? Existiert Gilead nur auf dem Gebiet der ehemaligen USA? Wie leben Menschen außerhalb des Systems? Diese offenen Fragen erzeugen zwar eine beklemmende Atmosphäre, hinterließen bei mir aber auch Frustration, weil ich gerne mehr über diese Welt erfahren hätte. Besonders spannend fand ich deshalb den letzten Teil des Buches, die „Historischen Anmerkungen“. Dieser Abschnitt verändert den gesamten Roman noch einmal. Plötzlich befindet man sich rund 150 bis 200 Jahre nach dem Fall Gileads auf einem akademischen Symposium. Historiker analysieren Offreds Tonbandaufnahmen wie historische Dokumente. Dieser Perspektivwechsel ist brillant, weil er zeigt, wie Geschichte später wissenschaftlich aufgearbeitet wird – ähnlich wie wir heute auf totalitäre Systeme der Vergangenheit blicken. Gleichzeitig ist dieser Teil unglaublich bitter. Denn selbst Jahrhunderte später wird Offreds Geschichte teilweise distanziert, fast zynisch behandelt. Der Professor analysiert Strukturen, Machtpolitik und historische Details, während das menschliche Leid beinahe in den Hintergrund rückt. Besonders unangenehm ist seine herablassende Art gegenüber Frauen. Damit zeigt Atwood, dass patriarchale Denkweisen selbst nach dem Ende eines Systems weiterexistieren können. Insgesamt ist Der Report der Magd für mich ein inhaltlich extrem starkes und gesellschaftlich wichtiges Buch, mit dem ich emotional und stilistisch dennoch Probleme hatte. Die politische Aussage, die Darstellung patriarchaler Machtstrukturen und die erschreckende Aktualität machen den Roman beeindruckend. Gleichzeitig blieb mir die Hauptfigur oft zu passiv und die Welt zu undeutlich. Trotzdem ist es ein Buch, das gerade heute wieder wichtig ist, weil es zeigt, wie zerbrechlich Freiheit und Gleichberechtigung sein können – und wie schnell Gesellschaften bereit sind, Menschenrechte aufzugeben, wenn Angst und Machtinteressen dominieren.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"by Margaret AtwoodPiper ebooks
21. Mai
Die beklemmendste Dystopie, die ich seit Langem gelesen habe!
Rating:4.5

Die beklemmendste Dystopie, die ich seit Langem gelesen habe!

Ich war auf Anhieb überrascht davon, wie modern sich dieser Roman liest (zumindest deutlich moderner, als ich es von vielen anderen Büchern aus den 80er Jahren kenne). Der Report der Magd wirkt dadurch erstaunlich zeitlos. Sie schreibt hier weder blumig noch ausschweifend oder künstlich literarisch. Gerade diese Schlichtheit machte das Buch für mich so angenehm (abgesehen von der Thematik) zu lesen und ließ mich regelrecht durch die Seiten fliegen. Viele Szenen wirken fast kühl erzählt, obwohl das, was passiert, eigentlich unfassbar grausam ist. Die Geschichte spielt in der Republik Gilead, einer totalitären Zukunftsgesellschaft, in der Frauen ihre Rechte verloren haben und ihre Körper staatlich kontrolliert werden. Frauen haben hier keinen Besitz, sie dürfen nicht lesen, nicht schreiben, nicht arbeiten, nicht selbst über ihr Leben bestimmen. Ihr Wert wird nur noch darüber definiert, ob sie Kinder bekommen können oder nicht. Die Protagonistin erzählt uns ihren „Report“. Und genauso fühlt sich das Buch auch an: wie ein Bericht. Wie das leise Protokoll eines Menschen, der versucht, in einer unmenschlichen Welt irgendwie weiterzuexistieren. Wir erleben alles aus ihrer Perspektive. Ihre Gedanken, ihre Erinnerungen, ihre Angst und ihre stille Verzweiflung. Und das war alles andere als leicht auszuhalten. Was sie erzählt, geht wirklich unter die Haut. Dabei erzählt sie erstaunlich nüchtern. Ohne große emotionale Ausbrüche. Ohne dramatische Inszenierung. Ich kann verstehen, warum manche Leser*innen diesen Stil vielleicht als distanziert oder sogar emotionslos empfinden könnten. Für mich hatte genau das den gegenteiligen Effekt. Die Gewalt wirkte dadurch noch schlimmer. Man spürt, dass all das für sie längst Alltag geworden ist…und dass Menschen sich selbst an Grausamkeit gewöhnen können und Unterdrückung irgendwann nicht mehr wie eine Ausnahme wirkt, sondern wie Normalität. Atwood beschreibt Gewalt nicht permanent explizit oder detailliert. Gerade im Vergleich zur Serie ist mir aufgefallen, wie viel zurückhaltender das Buch mit Gewaltszenen umgeht. Die Serie zeigt vieles direkter, brutaler und sichtbarer. Im Roman dagegen stehen viel stärker die psychischen Auswirkungen im Mittelpunkt. Die ständige Kontrolle, die Angst, die Isolation und langsame Verschwinden der eigenen Identität. Und ich bin ehrlich…das war nicht weniger verstörend. Ich glaube, gerade als Frau liest sich dieses Buch stellenweise wirklich schwer, weil viele Themen erschreckend real wirken. Debatten über Selbstbestimmung, sexualisierte Gewalt oder Frauenrechte sind bis heute aktuell und auch die Tatsache, dass Frauen in manchen Ländern noch immer so sehr unterdrückt werden, macht dieses Buch so beklemmend. Vielleicht ist genau das der Grund, warum das Buch heute wieder so wichtig geworden ist. Denn der Roman zeigt, wie Demokratien nicht plötzlich zerbrechen, sondern langsam kippen kann. Durch Angst, Krisen und Gewöhnung. Mein einziger kleiner Kritikpunkt war tatsächlich das Ende. Für mich wurde vieles gegen Schluss etwas zu schnell erzählt und manche Entwicklungen wirkten dadurch ein wenig hastig. Außerdem bleibt das Ende relativ offen, was zwar irgendwo zur Geschichte und zum Genre passt, mich persönlich aber trotzdem ein bisschen unzufrieden zurückgelassen hat. Was ich mir zusätzlich gewünscht hätte, wären Content Notes bzw. Triggerwarnungen gewesen, weil das Buch Themen behandelt, die emotional wirklich belastend sein können. Es ist definitiv kein leichtes Buch und auch keines, das gelesen werden möchte, um zu unterhalten oder einem ein gutes Gefühl zu geben. Die Geschichte ist bedrückend, unangenehm und stellenweise wirklich schwer auszuhalten. Trotzdem –oder vielleicht genau deshalb ist es eines dieser Bücher, das definitiv im Kopf bleiben wird.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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21. Mai
Rating:1

Ich musste es weglegen 🥲

Ich glaube das Buch bespricht wichtige Dinge und hat bestimmt auch ein wichtiges Statement, aber ich kam nicht rein. Ich hab es probiert, wirklich… aber der Schreibstil war so ermüdend. • Dann hab ich gehört es gibt die Serie, da wurde mir klar das ich die Geschichte einfach nicht mag. Die Serie habe ich auch nach einer Folge abgebrochen 🥲. • Naja ich hab es funktioniert und ich kann sagen es gibt bessere Bücher. • ❤️ Denn einen Stern ⭐️ gebe weil ich denke das das Buch bestimmt wichtige Themen bespricht. • Frauenrechte sind in der heutigen Zeit wichtig, aber vielleicht ein bisschen frischer und einfacher beschrieben 🤓

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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20. Mai
Rating:4.5

Dystopie vom Feinsten!

Absolut empfehlenswert zu lesen. Es hat mich fast von der ersten Seite an gefesselt. Krass zu lesen, wie typische Dinge und Handlungen unserer jetzigen Gegenwart als Vergangenes dargestellt werden. Zwischendrin auch ziemlich gruselig zu lesen, wie eine mögliche, sehr schreckliche Version unserer Zukunft aussehen könnte. Einziger kleiner Abzug für den Nachklapp „Historische Anmerkungen zum Report der Magd“. Diese nachträgliche, vermeintlich historische Aufarbeitung des Geschehens ist meiner Ansicht nach völlig überflüssig und nimmt mir zu viel von meiner Aufgabe als Leserin ab, selbst über die Geschichte nachzudenken.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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20. Mai
Jetzt brauch ich eine Pause.
Rating:5

Jetzt brauch ich eine Pause.

Das war wohl eines der härtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Was es so unerträglich macht ist die Logik. Jeder, der sich ein bisschen mit dem Patriachat beschäftigt, weiß, dass ein derartiges Szenario durchaus möglich ist und da stellt man sich dann schon so einige Fragen: Würde ich mein Leben riskieren, um zu demonstrieren? Würde mein Partner mich beschützen? Also nicht nur leise hinter verschlossenen Türen, sondern sich öffentlich auf die Straße stellen, um den Verlust meiner Rechte zu verteidigen? Würde ich meine Freundinnen verraten, um mich selbst zu retten? Die Welt ist denke ich nur erträglich, wenn wir uns einbilden die Antworten auf diese Fragen zu wissen. Das Buch ist auch deshalb so hart, weil man es nicht in einem Satz lesen kann. Weil man zwischendurch nach Luft schnappt und es weg legen muss und auch, das darf man nicht verschweigen: weil der sprachliche Stil zwar beeindruckend und einzigartig aber auch konfus und sprunghaft ist. Echt kein Wunder, dass dieses Buch aus den meisten US-Schulen gebannt ist.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"by Margaret AtwoodPiper ebooks
18. Mai
„Der Report der Magd“ – Eine erschreckende Geschichte über Macht, Angst und den Verlust von Freiheit
Rating:4.5

„Der Report der Magd“ – Eine erschreckende Geschichte über Macht, Angst und den Verlust von Freiheit

Margaret Atwoods Der Report der Magd ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Die Sprache ist anspruchsvoll und an den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen. Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern in vielen Fragmenten, Erinnerungen und Gedanken, die sich langsam mit der Realität des „neuen“ Lebens verbinden. Genau das macht das Buch gleichzeitig verwirrend, aber auch unglaublich intensiv. Die Geschichte hat mein Herz wirklich berührt, weil sie zeigt, wie schnell sich ein Leben komplett verändern kann. Durch Angst, Kontrolle und Zwang wird ein neues System aufgebaut, in dem Menschen ihre Freiheit verlieren. Besonders erschreckend fand ich, wie schnell Menschen entmachtet werden können und wie jede freie Entscheidung oder Handlung eingeschränkt wird. Das Buch zeigt außerdem sehr deutlich, wie ein Geschlecht über das andere herrschen kann und wie gesellschaftliche Normen von den Mächtigen bestimmt werden. Gleichzeitig leben genau diese „Eliten“ heimlich gegen ihre eigenen Regeln und genießen die verbotenen Dinge selbst. Dieser Widerspruch hat mich beim Lesen besonders schockiert. Auch das Thema Liebe spielt eine große Rolle. In dieser Welt wird selbst Liebe kontrolliert und teilweise verboten. Dadurch wirkt die Geschichte noch trauriger und bedrückender. Der Report der Magd hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und mich sehr zum Nachdenken gebracht. Vor allem darüber, wie wertvoll Freiheit eigentlich ist und wie schnell sie verloren gehen kann. Trotz des schwierigen Schreibstils ist dieses Buch für mich eine sehr starke und wichtige Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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16. Mai
Rating:4

So interessant

Zu Der Report der Magd Dieses Buch hat mich wirklich total überzeugt 😍 Ich habe angefangen es zu lesen, während ich die Serie geschaut habe, und obwohl vieles anders ist als in der Serienumsetzung, fand ich die Geschichte unglaublich spannend und faszinierend. Gerade die Unterschiede machen es nochmal interessanter, weil man die Welt und die Charaktere teilweise ganz anders erlebt. Die Story ist düster, intensiv und gleichzeitig so fesselnd geschrieben, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Man merkt einfach, wie viel Tiefe hinter allem steckt. Ein wirklich starkes Buch, das zum Nachdenken anregt und einen nicht so schnell loslässt 🙈📚

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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16. Mai
Rating:5

✨️ Band 1 ✨️

Oh mein Gott... was war das❓️ Ich bin total geflasht und geschockt 🤯. Ich hab so viel gutes über dieses Buch gehört, dass ich mich riesig gefreut habe, als ich es zum Geburtstag geschenkt bekommen habe 🤗. Ja ich gebe zu, das der Schreibstil schon sehr gewöhnungsbedürftig war ✒️. Es ließ sich jedoch trotzdem gut und flüssig lesen ☝🏻. Ich gebe 5 Sterne 🌟, da ich sonst nichts auszusetzen habe und mich das Buch einfach zutiefst berührt hat 🥺. Ich finde die Story so wichtig, dass es ein must-read sein sollte 💪🏼☝🏻. Es ist eine Dystopie, in der Frauen in Klassen eingeteilt werden und absolut keine Rechte haben ☠️. Wir begleiten eine Magd, die von ihrem Leben berichtet 🤔. Die Welt um sie herum und ihre Gefühle werden dabei richtig gut beschrieben 🥰. Wir erfahren, wie es zu dieser Welt/Regierung gekommen ist ⚔️. Sie ist eine Magd, die nur eine Aufgabe hat: Kinder bekommen, die sie selbst nicht aufziehen darf 😢. Sie wird auf diese Rolle reduziert 💔. Ihr wahrer Name und ihre Persönlichkeit werden ausgelöscht 🫣. Sie darf nicht denken, reden, lesen, schreiben ✍️ und erst recht nichts hinterfragen ☝🏻. Das Ende war mies und bodenlos 🥺. Ich wusste absolut nicht, dass es einen zweiten Teil gibt. Diesen habe ich mir natürlich direkt bestellt 🤌🏻. Ich muss einfach wissen, wie es weitergeht ❤️🥰.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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13. Mai
Rating:3.5

Gesegnet sei die Frucht

Also ich muss sagen ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Es hat sich am Anfang etwas schwierig gelesen weil ich das Gefühl hatte dass der eine Satz noch nicht ausgeführt wurde und dann fing schon wieder ein anderer Satz an. Manchmal habe ich während dem lesen garnicht gecheckt dass wir in der Erinnerung der Protagonistin sind und habe mich dann gefragt wie wir von der einen Szene in die andere gelangt sind sodass ich Abschnitte mehrmals lesen musste. Nichts desto trotz fand ich es gut. Als ich erst mal drin war hat es sich auch viel besser gelesen. Was mich allerdings so bisschen stört ist, dass dieses Buch keinen Anfang und kein Ende hat. Man ist direkt mitten im geschehen. Man weiß nicht wirklich was passiert ist nur dass es eine Welt vor diesem gab. Aber wie es letztendlich zu dieser Welt gekommen ist weiß man nicht. Es war einfach auf einmal so. Ich hoffe dass die Zeuginnen noch bisschen was aufgreift.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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11. Mai
Ein Buch das ich jetzt schon mehrmals gelesen habe
Rating:5

Ein Buch das ich jetzt schon mehrmals gelesen habe

Wahrscheinlich muss ich den meisten das Buch gar nicht mehr vorstellen da ihr es schon gelesen habt oder die Serie dazu geschaut habt. Auch ich habe das Buch schon 2x gelesen aber jetzt auf der Rückfahrt nach Deutschland habe ich die Ausgabe der buechergilde in einem Rutsch verschlungen. Die Geschichte rund um Desfred und die dystopische Republik Gilead wirkt erschreckend realistisch (Frauen werden ihrer Rechte beraubt) , gerade weil vieles daran gar nicht so weit entfernt erscheint. Für mich bleibt dieses Buch (neben ein/zwei weiteren Büchern)ein absoluter Klassiker des dystopischen Romans.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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10. Mai
Rating:3

Großartige Story, aber der Schreibstil hat mich so gar nicht getroffen

Es tut mir so leid, das hier zu schreiben, denn ich wollte dieses Buch so so gerne so so sehr mögen. Aber ich wurde mit dem Schreibstil einfach nicht warm. Er war mir teils zu emotionslos für das, um was es da ging, teils zu wirr. Würde ich die Serie nicht kennen, hätte ich den ein oder anderen Moment gar nicht gecheckt oder richtig verstanden und damit verpasst. Und das ist sooo schade, weil dieses Buch inhaltlich einfach so so gut und auch so wichtig ist. Ich verstehe, dass dieser Schreibstil etwas ganz bestimmtes und essentielles transportieren soll (insbesondere auch durch das kühle/emotionslose) aber das kam bei mir einfach nicht an, weil ich viel zu sehr damit beschäftigt war, beim Buch zu bleiben und dem Verlauf zu folgen. (Oder wäre nicht angekommen wenn ich nicht gewusst hätte, was mich da erwartet.) Das Report im Titel ist schon gut gewählt - wenn es auch nicht ganz meinen Nerv trifft. Das Ende fand ich dann richtig doof. Und damit meine ich nicht mal den Umstand, dass es in gewissen Punkten offen ist ... Die 3⭐ sind sehr wohlwollend vergeben, weil ich einfach die Idee des ganzen so so stark finde. Ich denke, ohne Serie wäre es tatsächlich weniger geworden, weil mir gewisse Dinge einfach entgangen wären. Tja, was mach ich jetzt mit The Testaments? Vom SuB schmeißen und nur bei der Serie bleiben (die ich auch schon angefangen habe) oder dem ganzen noch eine Chance geben (um der Unterschiede aufgrund der unterschiedlichen Zeitstränge bin ich mir bewusst)?

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"by Margaret AtwoodPiper ebooks
4. Mai
Rating:2.5

Leider enttäuschend

Ich fand das Buch leider gar nicht spannend und hatte immer kaum Lust weiterzulesen. Dafür, dass so ein wichtiges Thema behandelt wurde ist mir eindeutig zu wenig passiert. Der Schreibstil hat mir nicht gefallen, zu abschweifend und zu lange und zu viele Beschreibungen von irrelevanten Sachen. Am Ende habe ich viel überflogen. Ich hätte lieber mehr Plot statt endlose Beschreibungen der Umgebung etc. gehabt. Auch mehr Infos zu der Welt/Regierung hätte ich mir gewünscht. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass mir davon noch viele Infos fehlten und ich vieles noch nicht weiß oder nicht verstanden habe. Außerdem habe ich eine taffe Protagonistin erwartet, was leider auch gar nicht der Fall war. Das Ende des Buches hat mir absolut nicht gefallen. Man hätte viel mehr aus dieser Idee rausholen können. Wahrscheinlich waren meine Erwartungen durch den Hype einfach zu groß und ich habe mir die Story komplett anders vorgestellt.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"by Margaret AtwoodPiper ebooks
4. Mai
Rating:2.5

Wichtiger Inhalt gepaart mit anstrengendem Schreibstil

Atwood schildert eine Welt, in der Gewalt, Machtmissbrauch und Unterdrückung vorherrscht auf eindrucksvolle Art und Weise, indem sie die Geschichte einer unterdrückten Frau, die in ihrer Rolle als Handmaid lediglich dem Gebären dienen soll, erzählt. Es ist jedoch leider so, dass das Werk häufig Gedankensprünge aufweist und auf eine eigenartige Art und Weise verfasst wurde, sodass der durchaus relevante Inhalt zeitweise in den Hintergrund tritt. Alles in allem ein sehr interessantes, relevantes und vielschichtiges Werk, das trotz der speziellen Erzählweise lesenswert ist.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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3. Mai
Rating:4

"Der Report der Magd" ist ein literarisch präziser, politisch hellsichtiger Roman, dessen Wirkung nicht auf Schockeffekten beruht, sondern auf der kalten Logik einer konsequent aus bestehenden Machtstrukturen entwickelten Welt. Margaret Atwood verfasst keine Dystopie, sondern eine Warnung, die sich wie ein Echo realer Geschichte liest. Der Roman überzeugt durch seine sprachliche Präzision, seine politische Intelligenz und seine psychologische Feinheit. Er ist kein emotionaler Schlag, sondern ein intellektuelles Brennglas, das die Fragilität von Freiheit und den subtilen Beginn von Unterdrückung aufzeigt.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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3. Mai
Rating:5

Buch mit Nachhall

Dieses Buch hat mich zum Nachdenken gebracht. Erschreckend war, wie schnell so ein System entstehen kann, ohne das es die Menschen bemerken. Erst wird die Berufstätigkeit genommen, dann das Bankkonto und dann die Erlaubnis zu Lesen. Und wenn man bemerkt, dass was komplett falsch läuft, ist es zu spät, dann zählt es nur noch in dem System zu überleben. Auch die historische Nachbetrachtung hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Es wurde klar, dass aus diesem System nicht die Lehren gezogen wurden. Und es machte deutlich, dass sich das System wiederholen kann. Zur Bewertung: War es ein Wohlfühlbuch : Nein War es spannend: Ja Hatte dieses Buch mich zum Nachdenken angeregt: ein ganz deutliches Ja. Daher war es für mich ein 5-Sterne-Buch.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"by Margaret AtwoodPiper ebooks
3. Mai
Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig aber ansonsten sehr aktuelle und wichtige Themen, die zum nachdenken anregen.
Rating:4

Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig aber ansonsten sehr aktuelle und wichtige Themen, die zum nachdenken anregen.

Im Klassikerbuchclub haben wir im April Der Report der Magd von Margarete Atwood gelesen. Dieser dystopische Roman ist 1985 erschienen und ist durch seine Themen noch sehr aktuell. Schon ab Seite 1 entsteht ein doch recht beklemmendes Gefühl, was sich durch das gesamte Werk zieht. Wir haben hier eine totalitäre Republik Gilead, die auf den Trümmern der USA errichtet wurde. Die Frauen werden hier absolut unterdrückt und dienen lediglich als Werkzeug, um Kinder für die Elite zu gebähren. Die Geschichte wird aus der Sichtweise von der Magd Offred erzählt. Wir haben hier eine absolut krasse und dunkle Geschichte. Man muss dazu sagen, dass ich die Serie nicht kannte und es für mich Neu war. Bin aber teilweise mit dem Schreibstil nicht ganz zurecht gekommen. Die Sichtweise von Offred ist nämlich eher ruhig und nüchtern, ohne jegliche Gefühle, was eben ein starker Kontrast zu dem Setting war und doch hat es das Erlebnis nochmal recht intensiv gemacht. Wir erleben hier das Hier und Jetzt aber werden auch in die Vergangenheit gezogen, wo das Leben für eine Frau ganz normal war. Themen wie Freiheitsentzug, Machtmissbrauch, religiöser Fanatismus, und Kontrolle über den weiblichen Körper werden hier dargestellt, deshalb ist es auch jetzt noch sehr aktuell und wirft gesellschaftliche Fragen auf. Mir hat das Buch trotz Schreibstil sehr gut gefallen und wird auch noch eine Weile nachhallen. Bin sehr gespannt auf den zweiten Teil.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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2. Mai
Rating:5

|Aber wer kann sich an Schmerzen erinnern, wenn sie vorbei sind? Alles, was davon bleibt, ist ein Schatten [....]|

Da aktuell die ersten Folgen der Fortsetzungsserie "Die Zeuginnen" erschienen ist, und ich schon sehr angetan war von der Hauptserie,war es an der Zeit das Buch zu lesen. Viel wichtiger ist allerdings,dass dieses Buch in einigen Schulen/Regionen in den U.S.A. (so wie andere Bücher auch) verboten ist und man deshalb erst Recht zu diesem Buch greifen sollte ;). (Meine Einschätzung mit, wie immer: so wenig Spoiler wie möglich) Margarete Atwood hat ein fiktives Land erschaffen in dem eine Sekte an der Regierung ist und Frauen alle Rechte entzogen werden. Es herrschen Hierarchien in denen bestimmte Personengruppen bestimmte Privilegien erhalten. Ich wusste ja schon einiges aus der Serie, ( die dieses Buch übrigens sehr gut aufgegriffen hat und extrem gut umgesetzt hat. ) aber das zu lesen, hat mich nochmal ganz anders berührt, schockiert und beängstigt. Atwood hat sich reelen Tatsachen bedient und diese aufgegriffen. Alles was in diesem Buch geschildert wird gab oder gibt es in irgendeiner Form auf dieser Welt. Es ist extrem zugänglich geschrieben und auch für Leser/innen geeignet, die weniger Klassiker lesen. Und vor allem ist es wirklich spannend bis zum Ende. Ich kann es wirklich jeder Person ans Herz legen dieses Meisterwerk einmal zu lesen. Ich werde definitiv die Zeuginnen auch lesem und habe mir schon weitere Bücher von Atwood vorgemerkt.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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27. Apr.
Rating:5

4,7/5 ⭐⭐⭐⭐ Diese Buch war schrecklich im besten Sinne.

4,7/5 ⭐⭐⭐⭐ Diese Buch war schrecklich im besten Sinne. Die Geschichte war erschütternd und fesselnd. In einer Zukunft, in der Frauen all ihrer Rechte beraubt worden, verfolgen wir die Geschichte von "Desfred" - einer Magd, deren einzige Aufgabe es ist ein Baby für ihren übergeordneten Kommandanten zu gebären. Das interessante an der Geschichte in Gilead ist, dass Desfred eine Welt von vorher kennt - eine Welt in Freiheit mit Miniröcken, lackierten Nägeln, einem eigenen Gehalt. Nur ist die Welt mittlerweile eine andere. Der Schreibstil war so faszinierend. Ich habe selten einen so poetischen Schreibstil gelesen. Eigentlich mag ich nicht allzu viele Beschreibungen in Büchern. Aber hier waren sie fast lyrisch. Es wurde eine so einzigartige Stimmung kreiert. Die Geschichte springt oft, weil sie den Gedanken von Desfred folgt, die ihre eigene Geschichte erzählt. Dann sind wir oft in der Vergangenheit, dannn in der Gegenwart und wieder in der Vergangenheit. Das war aber nie verwirrend, wenn auch manchmal etwas viel. Alles in allem würde ich das Buch jederzeit weiterempfehlen (mit Triggerwarnung zu Themen wie Vergewaltigung, Selbstmord etc.) und bin nicht sicher, ob ich 4 oder 5 Sterne vergeben soll. Es war definitiv dazwischen im oberen Bereich.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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26. Apr.
Rating:3

Wichtig, aber anstrengend

Ich habe vorher schon öfter gehört, dass der Schreibstil des Buchs etwas schwierig und gewöhnungsbedürftig sein soll. Das kann ich jetzt auf jeden Fall nachvollziehen. In “Rückblenden” fehlen Anführungszeichen im Dialog, was es schwierig macht zu erkennen, wer was sagt. Im allgemeinen wird sehr viel in der Zeit gesprungen und alles wirkt etwas wirr. Da aus Offreds Sicht geschrieben wird, kann ich das stilistisch nachvollziehen. Sie ist in Situation A und hat Erinnerung an Situation B oder fantasiert von Situation C. Sie beschreibt teilweise bis ins kleinste Detail und andere Sachen sehr abstrakt. Das macht es allerdings schwierig zu folgen. Die Figuren sind komplex (genug), nicht wirklich durchschaubar und die Habdlungen und Gedanken der Hauptfigur sind stimmig in ihrer Situation. Die Serie hat mich emotional definitiv deutlich mehr gepackt als das Buch. Vielleicht war auch das der Fehler und ich hätte erst das Buch lesen sollen. Inhaltlich aber definitiv super wichtig und lesenswert. Nichts für einfach zwischendurch, sondern man muss schon richtig bei der Sache bleiben. Das ist in Muttersprache dann vermutlich auch einfacher. Sollte man mal gelesen haben, aber keinen Druck, dass man das Buch lieben wird. Es ist harter Tobak und ungewohnt geschrieben. Darauf muss man sich einlassen, wenn man es lesen will.

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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25. Apr.
Rating:4

Erschreckend nah

Das war mal etwas ganz anderes - die Story und vor allem die dystopische Welt haben mich sehr gefesselt. Es war total spannend und gleichzeitig auch richtig beklemmend. Besonders krass war, wie nah sich die Geschichte an unserer heutigen Gesellschaft angefühlt hat. Was für mich aber nicht ganz funktioniert hat, war der Schreibstil. Damit bin ich einfach nicht richtig warm geworden, was es mir manchmal schwer gemacht hat, komplett drin zu bleiben. Trotzdem ein sehr eindrucksvolles Buch, das nicht altert!❤️

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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24. Apr.
So spannend und leider gar nicht so realitätsfern....
Rating:5

So spannend und leider gar nicht so realitätsfern....

Der Report der Magd ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher....da es in unserer heutigen Welt leider topaktuell ist. Der Schreibstil ist sehr gut, diese Dystopie zeichnet sich durch eine beklemmende und schonungslose Stimmung aus...die Charaktere und diese ganze Gileadgemeinschaft ist sehr komplex aufgebaut. Eine Welt in der Frauen keine Rechte mehr haben, als Brutkästen für Kinder dienen müssen, ihnen ihre Kinder weggenommen werden, für kleinste Vergehen verlieren sie Körperteile. Frauen leben in ständiger Angst und Wut und rebellieren doch gegen ihre Unterdrücker. Dieses Buch macht einen als Frau wütend und ist sehr bewegend zugleich. Eine klare Leseempfehlung!

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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24. Apr.
»Ignoring isn’t the same as ignorance, you have to work at it.«🥀
Rating:2

»Ignoring isn’t the same as ignorance, you have to work at it.«🥀

Serie >>>>> Einfach anstrengend von Anfang bis Ende.🤷🏻‍♀️ Der Schreibstil ist so zäh, dass ich mich mehr durchgearbeitet als gelesen habe. Ständig bin ich ins stocken und stolpern gekommen und so oft gedanklich ausgestiegen. Die Story hat enormes Potenzial. Wirklich. Aber sie wird so distanziert, kühl und langweilig erzählt, dass bei mir emotional exakt nichts angekommen ist. Keine Gänsehaut, kein Mitfiebern, nicht mal Beklemmung.. und das bei dem Thema.👀 Klar, wurden wichtige und aktuelle Punkte behandelt. Ein Roman darf aber mehr sein als nur relevant. Die Serie ist um Welten besser, eine der besten überhaupt.❤️ Der Film ist keine Rede wert. Und das Buch hat mich enttäuscht zurückgelassen.😶‍🌫️ The Testaments werde ich daher nicht lesen, sondern nur als Serie gucken. {Collage: Pinterest}

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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23. Apr.
Rating:5

Rezension zu The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood „I would like to believe this is a story I’m telling. I need to believe it. If it’s a story I’m telling, then I have control over the ending.“ Dieses Buch hat es wirklich in sich. Atwood war ihrer Zeit weit voraus, als sie The Handmaid’s Tale veröffentlicht hat. Nach einem Krieg und einer Seuche ist ein Großteil der Frauen unfruchtbar geworden. Daraufhin wird ein System eingeführt, das Frauen strikt in Klassen einteilt: Ehefrauen, Mägde und weitere Gruppen. Jede dieser Gruppen trägt bestimmte Farben, an denen ihr Status sofort erkennbar ist. Frauen wird ihre Arbeit genommen, ebenso der Zugang zu Geld und Selbstbestimmung. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, Kinder zu bekommen. Die Mägde werden Paaren zugeteilt, bei denen die Ehefrau unfruchtbar ist. Dort werden sie gezwungen, Kinder für diese Familien auszutragen. Atwood beschreibt eindringlich, wie Frauen auf reine Gefäße reduziert werden. Eine Szene, die mich besonders schockiert hat, zeigt, wie eine Frau für ein Fehlverhalten verstümmelt wird mit der Begründung, dass Arme und Beine nicht wichtig seien, da sie weiterhin Kinder bekommen könne. Diese Stelle bleibt lange im Kopf. Das Buch wirkt heute aktueller denn je und wirft eine beunruhigende Frage auf: In welche Richtung könnte sich unsere Gesellschaft entwickeln? Durch Atwoods Schreibstil wirkt jede Szene unglaublich lebendig und intensiv. Am liebsten würde ich noch viel mehr über dieses Buch schreiben. Es regt stark zum Nachdenken an und zeigt, wie nah dystopische Szenarien oft an der Realität liegen. 5 von 5 Sterne

Der Report der Magd: Roman | Das Buch zu "The Handmaid's Tale"
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