Das Buch „Verliebt, verlobt, verkatert“ von Caroline Messingfeld ist die Fortsetzung von „Pfoten fürs Leben“. Ich habe den ersten Band nicht gelesen und bin direkt bei Band 2 eingestiegen. Trotzdem war die Geschichte für mich nachvollziehbar und ich konnte mir die Personen gut vorstellen. Inhaltsangabe des Verlags: Eigentlich dachte Kater Snowbell, sein Werk wäre getan: Frauchen Joline ist mit ihrem Freund Ben überglücklich und es herrscht Frieden in der Villa Katzenglück. Doch der Schein trügt, denn Jolines beste Freundinnen Jana und Melissa sind auch auf der Suche nach der großen Liebe. Die beiden nerven den Perserkater gewaltig mit ihren amourösen Abenteuern. Und dann kriegen sich Joline und Ben richtig in die Haare, Snowbell wird entführt und muss um sein Leben bangen. Doch Snowbell wäre nicht Snowbell, wenn er nicht auch dieses Chaos wieder in die Pfote bekäme. Immer unterstützt von seiner leicht versnobten Katzenpartnerin Bluebell macht er sich daran, die Harmonie in der Villa Katzenglück wieder herzustellen … Meine Meinung zum Cover: Das Cover ist große Klasse und hat mich als Katzennärrin sofort neugierig auf das Buch gemacht. Der Protagonist, Perserkarter Snowbell „Belly“ ist vor einer pinken niedrigen Häuserzeile abgebildet. Diese passt sowohl zur Liebesgeschichte, als auch zu Lünen, wo die Handlung spielt. Ein echter Eyecatcher, der mich neugierig gemacht hat. Meine Meinung zu den Personen: Snowbell (Belly) ist mir direkt ans Herz gewachsen, denn seine Art zu denken und Handeln passt einfach zu einem Perserkater. Wenn ich die Handlung richtig verstanden habe, ist er ein Jahr alt und nicht kastriert und verspricht daher noch viele witzige Episoden aus seinem Leben erzählen u können. Seine Mitbewohnerin (Bluebell) ist schon älter und gesetzer, was sich auch in ihrem Verhalten wiederspiegelt. Ganz die Grand Dame, die man von einer schönen Perserkatze auch erwartet. Das Ungewöhnlichste für mich an Jolie ist, dass man gar nichts von ihren Unterrichtsvorbereitungen mitbekommt. Ich habe damals bei meinem eigenen Kater gemerkt, dass sämtliche Materialien (Papier, Stifte) ganz besonders interessant für ihn waren. Ich kenne aber auch Band 1 nicht – und weiß daher nicht, wie viel Zeit Jolie an ihrem Arbeitsplatz verbringt, denn Zeitangaben von Katzen sind wenig brauchbar. Der Charakter, der für mich am schwersten vorstellbar und nachvollziehbar war, ist Ben. Hier kommt es im Laufe der Geschichte für mich zu einigen Unstimmigkeiten. Seine Gedanken/Gefühle werden beschrieben und er setzt dann, etwas später, ganz andere Handlungen, das ist mir zum Beispiel bei der Haltung seiner Familie gegenüber aufgefallen. Jesse, Jolies Freundin, scheint mitten im Gefühlschaos zu stecken und fieberhaft einen Mann zu suchen. Dieses Verhalten habe ich leider auch schon beobachtet, und die durchgeknallten Aktionen sind leider durchaus realistisch. Meine Meinung zur Handlung: Der Schreibstil ist klasse, das Buch lässt sich leicht und gut weggelesen. Ebenso sind Schriftart, Gliederung und Layout so gewählt, dass ermüdungsfreies Lesen bei mir durch das ganze Buch hindurch möglich war. Dass die Geschichte mit der Partnersuche einer Freundin beginnt, war für mich ein schwieriger Einstieg, da ich Band 1 nicht kannte. Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse aus Band 1 (auf etwa zwei Seiten) wären da für mich hilfreich gewesen, um zu verstehen, warum nicht Jolie und Ben im Mittelpunkt der Handlung stehen. Der Rest der Handlung war für mich stimmig von der Themenwahl her. Verwundert hat mich in allen Kapiteln die schlechte Kommunikation zwischen Jolie und Ben. Jolie ist Grundschullehrerin und dadurch geübt darin, Probleme anzusprechen und Konflikte zu lösen. Dass so viel ungesagt bleibt zwischen den beiden hat mich beim Lesen genervt. Etwas unrealistisch fand ich auch den Abschnitt mit dem „Catnipping“, denn so ein Perserkater bringt es schon auf 10 kg. So ist der zwar nicht schwer zu tragen – aber über eine größere Strecke in einer Transportbox und das ganze unauffällig, das will auch nicht so ganz in meine Vorstellung hinein. Auch in den anderen Abschnitten kommt es meiner Meinung nach zu starken Übertreibungen, die in diesem Genre zwar nicht ungewöhnlich, mir in Summe aber ein bisschen zu viel sind. Die Buchidee und Erzählweise aus Sicht des Katers gefällt mir gut und ist auch witzig geschrieben, die Umsetzung überzeugt mich jedoch nicht so ganz. In Summe daher für mich ein durchschnittliches Lesevergnügen. Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
5. Jan.Jan 5, 2024
Verliebt, verlobt, verkatert: Ein Katzenromanby Caroline MessingfeldForever
