Statt einer besonderen Freundschaft wirkte vieles auf mich toxisch und unangenehm
Leider konnte mich „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante überhaupt nicht überzeugen. Obwohl das Buch oft gelobt wird, fand ich die Handlung sehr langatmig und stellenweise ziemlich eintönig. Es passiert über weite Strecken wenig, wodurch sich das Lesen für mich gezogen hat.
Auch zu den Figuren konnte ich keine richtige Verbindung aufbauen. Die Freundschaft zwischen Lila und Elena wirkte zwar komplex, aber für mich oft anstrengend und emotional distanziert. Insgesamt hat mich die Geschichte leider nicht berührt oder mitgerissen.
Ich hatte mir nach den vielen positiven Bewertungen deutlich mehr erhofft und musste mich eher durch das Buch kämpfen.
Aufwachsen ist anstrengend und erwachsen werden herausfordernd
Vor allem in der Zeit und unter den Bedingungen, die hier beschrieben werden. Es ist sehr eindrücklich geschrieben und ich konnte das Buch nicht weglegen. Das passiert in der Intensität eher selten und verstehe die Begeisterung von so vielen. Ich kann es nur teilen. Ich freue mich auf die drei anderen Bände.
„Meine geniale Freundin“ hat sich für mich wie eine sehr ruhige, fast schon beobachtende Geschichte angefühlt. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig – ich bin leicht in die Welt von Elena und Lila hineingekommen und habe sie ein Stück auf ihrem Weg begleitet.
Im Kern geht es um die Entstehung ihrer Freundschaft – und wie unterschiedlich sich ihre Leben entwickeln, obwohl sie immer miteinander verbunden bleiben. Themen wie Neid, Konkurrenz, erste Liebe, das Erwachsenwerden, aber auch Chancenungleichheit spielen dabei eine große Rolle.
Ich fand es spannend, wie viele Gedanken und Fragen das Buch aufwirft – gerade im Hinblick auf soziale Unterschiede und Lebenswege. Gleichzeitig hat mir persönlich ein klarer Spannungsbogen gefehlt. Der Einstieg mit Lilas Verschwinden hat neugierig gemacht, wurde dann aber erstmal in den Hintergrund gestellt, während die Geschichte in die Vergangenheit eintaucht.
Auch wenn der erste Band mit einem Cliffhanger endet, hat es bei mir nicht dieses starke Bedürfnis ausgelöst, direkt weiterlesen zu müssen.
Trotzdem: Für einen Buchclub ist dieses Buch wirklich besonders – weil es so viele Themen anspricht, über die man lange sprechen und nachdenken kann 💭
Leider ein Buch was mich nicht überzeugt hat. Die Protagonisten sind sehr unsympathisch & mir fehlt alles an dem Buch: Spannung. Geschichte. Bezugspunkt. Daher auch nach mehr als die Hälfte sehr zäh und daher abgebrochen.
Das Buch ist mir beim gemütlichen Stöbern in die Hände gefallen und durfte mitkommen, weil ich für Italien-Geschichten einfach immer zu haben bin!
Ferrantes Erzählstil ist für mich gewöhnungsbedürftig, weswegen ich ein wenig gebraucht habe, um mich zurechtzufinden. Die Geschichte begleitet die ungewöhnliche Freundschaft zweier Frauen in Süditalien. Für mich wirken beide Protagonistinnen auf eine Art unterkühlt und unnahbar, was mich irgendwie fasziniert hat. Gleichzeitig ist die Freundschaft geprägt von Desinteresse, Egoismus und Neid; Alles Faktoren, die aus meiner Sicht nicht unbedingt die Schlüsselfaktoren einer solchen darstellen. Aber genau dieser zentrale Punkt hat das Buch für mich noch interessanter gemacht. Das Ende fand ich äusserst unbefriedigend, bis ich herausgefunden habe, dass ich hier unwissentlich eine neue Reihe begonnen habe😉
"Meine geniale Freundin" ist ein empfehlenswertes Buch, auch wenn es anfangs etwas Zeit braucht. Ich bin auf jeden Fall neugierig, wie sich diese aussergewöhnliche Freundschaft im weiteren Leben der beiden Frauen entwickelt.
Ich hätte mir dieses Buch selbst vermutlich nicht gekauft. Es hat kein Cover, das mich sofort anschreit und auch das Genre ist eigentlich nicht das, wonach ich normalerweise greife. Und genau deshalb bin ich so dankbar, dass ich dieses Buch geschenkt bekommen habe 🎁🤍
Denn es hat mich auf einer ganz persönlichen Ebene getroffen. Mein Opa ist ungefähr zur gleichen Zeit in Italien aufgewachsen 🇮🇹🏘️ und während ich die Geschichte gelesen habe, waren da Bilder in meinem Kopf, die ich aus seinen Erzählungen kannte. Situationen, Stimmungen, die Art, wie über Bildung gesprochen wurde. Wie wichtig sie war und gleichzeitig so unerreichbar. 📖💭
Es ist kein spannungsgeladener Pageturner. Es gibt keine krassen Twists, keine spektakulären Actionmomente, kein rasantes Tempo. Aber irgendwie hat mir das überraschend gut getan. 🌿📚 Es gibt Passagen, die sich ziehen, gerade wenn man eigentlich eher schnelle Stories gewöhnt ist. 🌀 Man muss sich darauf einlassen. Vielleicht wäre es ohne meinen persönlichen Bezug nur ein mittelmäßiges Buch gewesen. So war es für mich mehr. Es war Erinnerung, Verständnis und ein bisschen Wehmut. Am Ende bin ich froh, dass ich es gelesen habe.
Nach Das lügenhafte Leben der Erwachsenen, das ich schwer zu lesen fand, beginnt diese Reihe angenehmer. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, der Inhalt in die Länge gezogen, aber irgendwie fasziniert mich die wechselhaft Freundschaft zwischen Elena und Lila sowie die schamlose Reflexion Elenas über ihre Entwicklung. Der erste Teil endet abrupt und macht Lust auf den zweiten Teil.
Ferrante erzählt im Kern von Elena und Lila, zwei Mädchen in einem Neapel der 50er Jahre, das so staubig und gewalttätig ist, dass man beim Lesen fast nach Luft schnappen möchte. Sie erzählt aber auch vom Kleinbürgertum und der Armut einer Neapolitanischen Provinz. Das ist kein „Dolce Vita“, das ist der nackte Kampf um soziale Mobilität und das verzweifelte Ringen um Bildung und Ansehen als einzigem Rettungsanker gegen die kleinbürgerliche Misere.
Kein Roman für zwischendurch, sondern eine vielschichtige Saga über Herkunft und Ambition. Das ist klug, das ist ehrlich, das hat Substanz.
Leider war mir die Handlung zu eintönig.Das Buch hat mich nicht überzeugt. Es zog sich wie Kaugummi. Ich weiss noch nicht ob ich mir die anderen 3 Teile antun sollte. Hatte mehr Unterhaltung erwartet.
Es wird die gemeinsame Geschichte von Lila und Elena erzählt. Sie Geschichte zieht sich und es gibt kaum Höhepunkte. Ist leider ein abgebrochens Buch für mich.
Das ist also die Geschichte der intensiven, lebenslangen Freundschaft zwischen Elena (Lenù) und Raffaella (Lila) in einem armen Viertel Neapels ab den 1950er Jahren.
Die Geschichte der unangepassten, draufgängerischen Lila und der schüchternen, beflissenen Elena, beide immer darum wetteifernd, besser zu sein als die andere.
Bei mir kam hauptsächlich die Geschichte von Männergewalt an Frauen an, die Enge und Begrenztheit eines Frauenlebens im Nachkriegsitalien.
… Freundschaft? Eher Konkurrenz, Eifersucht, Eigennutz und Unsicherheit.
Beim Lesen war ich die ganze Zeit unsicher, ob ich die weiteren Teile noch lesen will, aber dann endet das Buch mit so einem Paukenschlag, dass ich wohl zumindest noch den zweiten Teil lesen muss.
„,Wer sind die Nazis, Pascà? Wer sind die Monarchisten? Was bedeutet Schwarzhandel?‘
[…] Es gibt keine Gesten, keine Worte, keine Seufzer, die nicht die Summe aller Verbrechen in sich bergen, die die Menschen begangen haben und begehen.“
Ich habe das Buch unfassbar schnell durchgelesen, obwohl ich anfangs keine große Lust hatte, weil auf den ersten Seiten viele Namen und ihre Rollen aufgelistet wurden. Diese habe ich dann einfach übersprungen und kam trotzdem gut klar. Das Setting und die Stimmung fand ich richtig toll und sehr lebendig.
Es passiert viel Ungerechtigkeit, und ich hatte oft das Gefühl, dass Lila und Elena keine besonders gute Freundschaft haben. Trotzdem konnten sie sich in den wichtigen Momenten aufeinander verlassen. Das Ende hat mir richtig gut gefallen und macht die Geschichte rund. Insgesamt eine intensive und spannende Lektüre für mich!
Un'opera dove è la trama a farla da padrona; non ci sono artifici retorici o esercizi di stile, forse non è nemmeno una "bella" scrittura perchè è scarna, asciutta, solo al servizio della storia: una storia che però cattura il lettore dalla prima all'ultima pagina. Bastano poche righe e siamo catapultati nella Napoli delle borgate anni 50, ma viste con gli occhi di due bambine intelligenti e piene di fantasia. E' un affresco storico riuscitissimo, un ottimo romanzo d'ambiente ed anche una bellissima storia di crescita e di amicizia, e tutto questo è possibile grazie ad una caratterizzazione dei personaggi davvero ben fatta.Forse non sarà alta letteratura, ma di sicuro è uno dei romanzi più appassionanti degli ultimi anni.
Elena Ferrante‘s erster Band: Meine geniale Freundin.
Die Geschichte spielt in der Nachkriegszeit in Neapel zwischen Elena und Lila, die ewige Freundinnen- Feindinnen, die in ärmlichen Quartieren aufwachsen.
Die Schule ist der erste Grund, der Elenas und Lilas Reiseweg auseinanderbringt. Die Beiden sind gezwungen, gegen ihre Eltern zu kämpfen, um ihre schulische Ausbildung fortzusetzen. Dies zeigt sich vor allem auf die unterdrückerische und patriarchalische Kultur. Frauen werden „nur als Ehefrauen und Mütter betrachtet“.
Sie bewegen sich in einem zwischen Gewalt, Erniedrigung und Armut gespaltenen Viertel Neapels, in dem sich die Frauen um das Haus und die Familie kümmern und nicht über die fünfte Klasse hinauskommen.
Neben Schule erfordert das Erreichen von Zielen auch große Entschlossenheit. Elenas Geschichte beweist im Verlaufe des Buches: Trotz Unsicherheiten, Zweifeln und Schwierigkeiten gibt sie nicht auf und kämpft gegen alles und jeden um weiter zu lernen. Lila hingegen, die als die Begabteste in ihrer Klasse gilt, fällt durch ihre größere Unbeständigkeit und eine turbulentere Persönlichkeit auf. Sie wird gezwungen die Schule zu verlassen und ins Familiengeschäft einzusteigen.
Ich empfand den Anfang der Geschichte etwas schleppend. Deshalb einen Stern-Abzug.
Der Schreibstil der Autorin ist moderat, vielleicht weil ich es auf deutsch und nicht auf italienisch gelesen habe.
Trotzdem habe ich mich, während der ganzen Lektüre gefragt, wer nun von der beiden Mädchen die wahre geniale Freundin ist. Außerdem bin ich gespannt auf die nächsten Bände und deren Zukunft.
Band 1/3 der neapolitanischen Saga um die Freundinnen Lila und Elena. Beide wachsen in den 1950ern in einem eher ärmlichen Viertel in Neapel auf, in dem eine derbe Ausdrucksweise und viel Gewalt herrscht.
Beide Mädchen besuchen gemeinsam die Grundschule und schon früh stellt sich heraus wie intelligent Lila ist. Elena, eher schüchtern, aber dafür sehr fleißig, eifert ihrer Freundin nach.
Trotz Lilas natürlicher Begabung, darf sie nicht auf die weiterführende Schule und Elena beschreiten die schulische Laufbahn von nun an alleine.
Das Zusammenspiel der beiden Charaktere fand ich sehr interessant. Das Buch ist aus Elenas Sicht geschrieben und schwankt ständig zwischen ihrer eigenen Unsicherheit, Eifersucht auf Lila und wahrer schwesterlicher Zuneigung.
Bis zum Schluss konnte ich nicht einordnen, wie sich ihre Beziehung zueinander definiert.
Ich bin gespannt wie es weitergeht.
“She was like that, she threw things off balance just to see if she could put them back some other way.”
Reading this book is an extraordinarily immersive experience, I can’t think of a tone of voice / perspective or a friendship that compares.
Neapel. In den 1950/1960 Jahren. Das Armenviertel Rione. Hauptprotagonisten sind die besten Freundinnen, aber auch Konkurrentinnen Lila und Lenu.
Hier begleiten wir die beiden Mädchen und ihre Freunde durch ihre Kindheit und Jugend.
Es ist sowohl bildhaft, als auch von den Personen sehr gut beschrieben. Aber ich habe lange gebraucht die Familien und deren einzelnen Mitglieder auseinander zu halten.
Während des lesens dachte ich öfters,"Sprachlich ein ziemliches Geschwafel" und "Woah, ziemlich derb".
Aber es passt zu der Zeit und Gegend.
Wer Italien, Historie und Familienepos mag. Genau richtig.
Ein Buch, das mich beim Lesen gefesselt hat, wie kein anderes in sehr langer Zeit. Ein Strudel an Charakteren und Emotionen, der mir beim Lesen sehr gemischte Gefühle bereitet hat und mich nun etwas traurig hinterlässt.
Eine fantastische Geschichte, die sich mit der (meiner Meinung nach nicht ganz gesunden) Freundschaft zweier Mädchen befasst, die wir vom jungen Kindheitsalter bis ins Teenageralter verfolgen. Um sie herum erlebt man die Geschichten eines super geschriebenen Nebencasts, der einem vom Sexismus der 60er in Italien bis hin zum verzweifelten Kampf gegen die eigene Standesangehörigkeit den Kontext des Lebens der beiden Mädchen, nicht immer 100% offensichtlich, liefert.
Keine Ahnung, ob diese Rezension jemals jemand liest. Falls doch: Lies das Buch, es ist meiner Meinung nach jede Minute wert!
Habe das Buch aufgrund einer Empfehlung gehört, vielleicht hätte ich es lesen sollen. Die Geschichte ist insgesamt gut wenn auch etwas lang Zwischendurch. Das Setting ,( Neapel) war neu für mich. Leider konnte ich nicht so eintauchen wie ich es erhofft hatte und erst ganz zum Schluss war ich gespannt wie es für die beiden Frauen weitergeht . Trotz einer Recht guten Sprecherin muss ich mir noch überlegen ob ich Weiterhöre .
2.5*
Okay, aber ich hätte viele Seiten überspringen können. Tausende Namen, für mich irrelevante Geschichten,... Ja ich wüsste gerne wie es weiter geht, aber die Lust die weiteren Bücher zu lesen hält sich sehr in Grenzen. Der Funke sprang bei mir nicht rüber.
Literarisch war dieses Buch zwar gut zu lesen, jedoch gestaltete es sich sehr sehr langatmig besonders ca. nach der Hälfte.
Von der Thematik her nicht gerade mein Thema. Ich habe mich gefragt, warum der Titel "meine geniale Freundin heißt ", da es ja gefühlt nur um Neid, Konkurrenz und häufig auch um Missgunst ging...und das auf 422 Seiten. Das fehlende Selbstwertgefühl, hier der Elena, die hier wie in ein Tagebuch schreibt, fiel immer wieder auf und machte fast eine Abhängigkeit von der Freundin, die ja auch oft böse war, sichtbar.
Es kommt mir so vor, als wenn die Autorin ihre eigenen psychischen Probleme mit diesem Roman verarbeiten würde...
Die folgenden Bücher werde ich wohl nicht lesen
Intensiver Einblick in den einfachen Alltag von zwei Mädchen in der Nachkriegszeit Neapels.
Nachdem man langsam die Namen der viel Akteure im Kopf behält, taucht man in den neapolitanischen Kiez ein und ist gefesselt von den zerrissenen Gedanken der Protagonistin. Die detaillierten Erzählungen über das Älterwerden der zwei Freundinnen wirken authentisch und nicht langwierig.
Das Buch hat mir gefallen. Manchmal fiel es mir schwer mich in die Protagonistinnen einzufühlen, aber die Geschichte fühlte sich richtig echt an, als wäre es wirklich so passiert. Jedenfalls für mich die weder aus Neapel kommt noch in dieser Zeit gross wurde. Ich bin gespannt darauf wie die Reihe weitergeht.
Eine fesselnde Freundschaft vor der Kulisse Neapels
“Meine geniale Freundin” von Elena Ferrante ist ein Welterfolg, der die Leser in die faszinierende Welt Neapels der 1950er Jahre entführt. Die sprachliche Eleganz des Romans ist beeindruckend – präzise, poetisch und voller Atmosphäre. Zwar gibt es einige Passagen, die sich etwas langatmig anfühlen, doch die fesselnde Geschichte um die Freundschaft von Elena und Lila macht das mehr als wett. Besonders spannend finde ich die historische und gesellschaftliche Tiefe des Romans, da ich mit Neapel und seiner Geschichte bisher kaum Berührungspunkte hatte. Die detailreiche Beschreibung der Stadt und ihrer Viertel weckt in mir den Wunsch, all diese Orte selbst zu erkunden. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, die nächsten Teile der Reihe zu lesen!
Since this was praised soooooo highly I really wanted to like this but just couldn’t get into it. Started reading at the end of summer and then fall and winter came and on top of it being so slow and me not connecting with the characters the vibe doesn’t even hit anymore. Might try again next summer on the beach or smth.
„Vielleicht bin ich ja doch nicht so hässlich. Vielleicht sehe ich mich bloß nicht richtig.“
Ich konnte zu dieser Geschichte, diesen Figuren leider bis zuletzt keinen Zugang finden. Neben den beiden Protagonistinnen bleiben sämtliche Figuren blass und austauschbar. Die „Freundschaft“, mit der nicht nur der Titel und der Klappentext, sondern auch viele Rezensionen werben, besteht hauptsächlich aus Neid, Eifersucht, Konkurrenz und Missgunst. Dem konnte ich persönlich leider nicht viel abgewinnen.
Sprachlich ist es gut gemacht und auch das Setting im Neapel der 50er Jahre ist interessant. Warum es (laut New York Times) das beste Buch des 21. Jahrhunderts sein soll, kann ich tatsächlich aber nicht nachvollziehen. Meinen persönlichen Geschmack trifft es leider nicht und ich bezweifle auch, dass ich die Folgebände lesen werde.
Elena ist 66 Jahre alt, als ihre Kindheitsfreundin Lila spurlos verschwindet.
In diesem ersten Teil der Tetralogie erfahren wir die Geschichte ihrer Kindheit und Jugend, die sie gemeinsam mit ihrer Freundin Lila am Rande von Neapel in armen Verhältnissen verbringt.
Die Kindheit und Jugend der beiden Mädchen ist von sexualisierter und anderen Formen der Gewalt geprägt.
Beide sind überdurchschnittlich intelligent aber vom Wesen her komplett unterschiedlich und so kommt es auch, dass zum Ende dieses ersten Bandes Lila heiratet während Elena ihr Abitur macht.
Das Buch ist sehr gut und auch spannend geschrieben, die Schilderungen der Gewalt und Lieblosigkeit, inmitten derer die beiden Kinder aufwachsen, ist allerdings bedrückend.
Ich bin gespannt auf die weiteren Bände und wie es nach Hochzeit bzw Abitur mit Elena und Lila weitergeht
Eine Geschichte über die Freundschaft & das Leben von zwei Mädchen in Neapel
Triggerwarnung: Gewalt und sexuelle Belästigung
Ich habe das Buch gelesen, weil es auf Platz 1 der New York Times Liste der Best Books of the 21st Century stand. Es wurde besonders für das glaubwürdige Worldbuilding, die eindrucksvolle Darstellung der Kindheit und den mitreißenden Erzählstil gelobt. Diese Aspekte kann ich zum Teil bestätigen; dennoch empfand ich das Buch an manchen Stellen als etwas schleppend.
Die Erzählungen über die Kindheit und die Freundschaft der beiden Mädchen waren wirklich ausdrucksvoll und authentisch. Viele ihrer Gedanken und Handlungen konnte man nachvollziehen. Trotzdem hat mir das Buch nicht so gut gefallen, wie ich es mir erhofft hatte.
Es ist das erste Buch einer vierteiligen Reihe, welche ich aber nicht fortsetzen werde. Dennoch kann ich das Buch jedem empfehlen, da es realitätsnahe Einblicke gewährt.
In Meine geniale Freundin erzählt Elena Ferrante die Geschichte der Freundschaft zwischen Elena und Lila, die in einem armen Viertel von Neapel aufwachsen. Die beiden sind grundverschieden: Elena ist ehrgeizig und fleißig, während Lila wild und unberechenbar ist. Ihre Beziehung ist geprägt von Bewunderung, Rivalität und den Herausforderungen ihres Lebensumfelds.
Das Buch hat mir gut gefallen, weil es sehr lebendig und nah erzählt ist. Besonders spannend fand ich, wie die beiden auf ihrem Weg erwachsen zu werden, mit den Erwartungen ihrer Umgebung kämpfen. Man will einfach wissen, wie es weitergeht, und ich freue mich schon auf die nächsten Teile.
Wäre es nicht für eine Challenge gewesen, ich hätte niemals nach diesem Buch gegriffen. Ich kenne meinen Geschmack einigermassen und dachte mir schon, dass dieser Titel nichts ist für mich.
Überrascht war ich anfangs dann doch; fand ich doch die Kindheitsabenteuer der Mädchen sehr interessant zu lesen und mochte das Buch zu diesem Zeitpunkt ganz gerne. Wie schön - eine positive Überraschung!
Leider wechselt Ferrante dann zu den Teenagerjahren und von da an ging die Beziehung zwischen mir und dem Buch in die Brüche. Mehr und mehr langweilte ich mich. Der Plot war mir zu repetitiv und das ganze Liebes- und Hormongeplänkel interessiert mich grundsätzlich sowieso nicht. Und der Rest des Titels besteht leider aus nichts anderem. Lenu empfand ich als farblos, Lila ging mir auf den Keks und bei den Jungs verlor ich zu schnell den Überblick, wer nun was weshalb wieso.
Interessieren tat es mich sowieso nicht mehr. Ich muss nicht wissen wer jetzt mit wem wohin geht. Weshalb auch? Lenus schulische Leistungen sind mir auch eher gleichgültig. Und mehr passiert hier in meinen Augen leider nicht.
Auch die Atmosphäre der Stadt oder der historischen Zeit blieb bei mir aussen vor. Da kam einfach nichts. Keine Stimmung, keine faszinierenden Daten oder Fakten zum Leben damals. Die Geschichte könnte jederzeit überall handeln. Man prügelt sich ab und an - aber das geschieht weltweit. Also auch hier Minuspunkte.
Ich kann verstehen, dass es Leser und Leserinnen gibt, die genau diese Art von Geschichte mögen und denen gönne ich es von ganzem Herzen. Während ich einfach nur froh bin, es hinter mir zu haben.
Bitte haltet von nun an alle Ferrante-Bücher ganz weit weg von mir. Danke.
Die Geschichte beginnt in der Gegenwart, wo Elena, gerade in ihren Sechzigern, feststellt, dass ihre Freundin Lila wie vom Erdboden verschwunden ist und jeglichen Hinweis auf ihre Existenz hat verschwinden lassen. Das will Elena jedoch nicht hinnehmen und beginnt ihre gesamte Geschichte von Anfang an aufzuschreiben. Beide sind im rauhen Neapel aufgewachsen und haben sich bereits früh angefreundet. Sie sind sehr unterschiedlich, Lila ist sehr unabhängig, mutig und wissbegierig, sowie unheimlich schlau und Elena ist von Anfang an diejenige, die in Lilas Schatten steht und versucht, mit ihr mitzuhalten und ihr zu gefallen. Doch in der Jugend wendet sich das Blatt erstmals und Elena muss herausfinden, was ihre Ziele im Leben sind, wenn Lila sie nicht mehr vorgibt.
Am Anfang viel es mir schwer, in die Geschichte zu finden. Man musste so viele Informationen sortieren, sich ein erstes Bild vom Neapel der 50er Jahre machen und versuchen sich zu merken, welche Personen zu welcher Familie gehören (die Übersicht am Anfang des Buches war sehr hilfreich, wenn auch etwas lieblos dargestellt). Nach etwa 100 Seiten habe ich mich dann an den Erzählstil gewöhnt und meine Neugierde an der Entwicklung der Geschichte war erwacht.
Die Freundschaft zwischen Elena und Lila würde ich als speziell bezeichnen und nicht unbedingt gesund. Elena tat mir oft leid, wie sie quasi andauernd um Aufmerksamkeit und dem Genügen bemüht war, während Lila eher gefühlskalt wirkte, wie ein Großteil der Bewohner Neapels. Ich hätte ihr gerne mehr Selbstvertrauen geschenkt und ihr deutlich gemacht, was sie Besonderes als Frau in den 50ern erreicht hat.
Die Stadt ist voller Armut und Gewalt und Werten, die in den 50ern üblich waren. Es muss einem beim Lesen bewusst sein, dass dieses Buch keine seichte und gefühlvolle Unterhaltung für zwischendurch ist, aber wer sich darauf einlässt, wird dem spannenden Sog der Geschichte irgendwann verfallen. Etwas geärgert hat mich das Ende, denn es war nirgendwo ersichtlich, dass die Reihe fortlaufend ist und das Buch nicht in sich abgeschlossen ist. Eigentlich hatte ich nicht geplant, direkt die ganze Reihe zu lesen. Da muss ich mir noch überlegen, ob die Neugierde groß genug ist, um noch ca. 1.500 Seiten zu lesen, um zum Ende der Freundschaft zu gelangen.
Überhaupt nicht mein Ding. Das Buch ist durchzogen von schlechter Stimmung in Endlosschleife. Als Doku wäre das okay, als Fiktion mag ich es einfach nicht. Geschmackssache.
Anfangs schwierig zu lesen, weil eben viele Namen genannt wurden. Keine überraschende Wendung in der Geschichte, doch aber spannend zu lesen - macht definitiv Lust die weiteren Teile zu lesen;-)
Auch nach dem Re-Read sehr begeistert vom Sprachstil. Eine Geschichte über Freundschaft, Neid, Konkurrenzdenken und die damalige ärmlichere Gesellschaft in einem Stadtteil Neapels.
Wunderbar übersetzt von Karin Krieger
Ich war skeptisch. Immer wieder hatte ich von dieser Reihe gehört. Dann dachte ich wieder: nicht meins. Spielt in den 50er Jahren, in Italien. Glaube nicht, dass mich das begeistern kann. Dann habe ich es im Podcast von "Eat.Read.Sleep" erneut vorgestellt bekommen und habe mich ran getraut.
Handlung: Die ersten 100 Seiten haben mich noch nicht ganz überzeugt. Zu viele Figuren mit zu außergewöhnlichen Namen (italienische Nachnamen eben). Dadurch verlor ich den Überblick. Dann konzentrierte es sich mehr auf Lila und Lenu. Die Beziehung der beiden Mädchen/Frauen ist einfach einzigartig. Eine geniale Freundschaft. Das Buch macht dabei immer wieder Wendungen und man will wissen, wie es mit den beiden weiter geht.
Figuren: Lenu, lange Zeit steht sie im Schatten von Lila. Immer wieder zweifelt sie an sich, an ihrer Intelligenz, an ihrem Aussehen, an ihrer Zukunft. Sie hadert mit ihrem Leben. Manchmal ist dafür die Freundschaft zu Lila sogar giftig. Denn die lässt sie manchmal auch hängen, Sport sie andererseits auch unbeabsichtigt an. Eine sehr schwierige Beziehung zwischen den beiden. Am Ende finden sie aber immer wieder zusammen. Beide sind hochintelligent und wissbegierig.
Lila, die geniale Freundin, die aber im Buch Lenu als ihre geniale Freundin bezeichnet. Sie ist die, die sich im Buch am meisten verändert. Durch ihre Herkunft und ihre Eltern wird ihr eine schulische Laufbahn verwehrt und sie muss ihren Weg auf andere Weise finden. Sie ist immer das Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie umgibt eine Aura, die alle anzieht. Gleichzeitig ist sie rau und böse und stößt andere gerne weg. Sie muss eine faszinierende Person gewesen sein.
Dann sind da noch ganz viele andere Figuren um die beiden Frauen herum. Alle werden gut gezeichnet und man kann sie sich gut vorstellen. Mal sehen, wie lange sie unseren Weg begleiten.
Spannung: Wer auf Schockmomente wartet, wird enttäuscht. Die Geschichte lebt von den Beziehungen. Spannung baut sich langsam auf. Es erweckt sich bei mir der Eindruck, dass man alle Bücher gelesen haben muss, um ein abschließendes Urteil fällen zu können.
Zusammenfassung:Eine Saga um zwei Frauen, die zu fesseln weiß.
this was so different from what i usually read, yet exactly my thing. i enjoyed the slow moving and detailed story (my only problem was that i couldn't tell the minor characters apart most lf the time.) can't wait to see how the story continues in the next books!!
Die Geschichte der beiden neapolitanischen Freundinnen hat mich total begeistert. Elena Ferrante hat eine warmherzige und ausdrucksstarke Sprache. Es war mich ein Hochgenuss, diese mit Leichtigkeit formulierten Sätze zu lesen. Ich hatte eigentlich erwartet, eine halbwegs abgeschlossene Erzählung vor mir zu haben, aber man kann das Werk wohl nur über die drei Bände hinweg abschließend beurteilen. Trotzdem ist der Anfang mit der Kindheit und den frühen Jahren schon mal fünf Sterne von mir wert. Das Klagen über die Handlungsarmut in der Geschichte kann ich nicht verstehen. Für mich ist das gerade das Besondere daran. Die Handlung steht nicht im Mittelpunkt, wie man das in so vielen Büchern der modernen Unterhaltungsliteratur findet. Stattdessen versteht Ferrante es, die Gefühle und Gedanken der Ich-Erzählerin in den alltäglichen Situation spannend in Worte zu fassen. Das ist viel schwerer als einen handlungsstarke Geschichte fortzuschreiben.
In meinem Kopfkino konnte ich das Neapel der 50er Jahre mir sehr plastisch vorstellen. Ich habe die Hauptpersonen sehr lieb gewonnen und bin gespannt, ob sich die Gründe für das Verschwinden Lilas in ihrer Vergangenheit finden lassen. Der Cliffhanger zu Band 2 ist auf jeden Fall eine Einladung zum Weiterlesen, die ich annehmen werde. Highly recommended.
“Kraftvoll und fesselnd, voller Abenteuer und überraschender Wendungen - eine unvergessliche Ode an die Freundschaft.” - Le Monde de Livres
Das Neapel der Fünfziger Jahre, in einem der Rione mitten in der Stadt: Dort spielt die ebenso einfache wie abenteuerliche Geschichte der beiden Mädchen Lila und Elena. "Meine geniale Freundin" ist ein wirklich großartiger Auftakt in die vierteilige Saga.
Richtig gutes Buch, dass mich in Lese-Euphorie versetzen könnte, ohne ein Highlight zu sein. Ein Buch , das seine Längen hatte, teilweise, vor allem im ersten Drittel für mich zu ruhig erzählt war, das aber gerade zum Ende hin, unbändige Lust auf die ganze Saga macht.
"Ich hatte keine Sehnsucht nach meinem Vater, nach meinem Geschwistern, nach meiner Mutter, nach den Straßen des Rione, nach unserem kleinen Park. Nur Lila fehlte mir. Lila, die nicht auf meine Briefe antwortete. Ich befürchtete, dass sie etwas Schönes oder etwas Schlimmes erlebte, ohne dass ich dabei war. Es war eine alte Angst, eine Angst, die mich nie verlassen hatte, die Angst, mein Leben könnte an Intensität und Gewicht verlieren, wenn ich Teile ihres Lebens verpasste."
"Meine geniale Freundin" ist der Auftakt der vierteiligen neapolitansichen Saga von Elena Ferrante und handelt von der sehr besonderen Freundschaft zwischen Elena und Lila, zwei Mädchen aus dem Rione in Neapel, deren Freundschaft im Kindesalter anfängt und durch Höhen und Tiefen auch schon in jungem Alter geprägt ist. Dieser erste Band umfasst in etwas 10-12 Jahre und endet zum einem Zeitpunkt, als die Mädchen ca. 16 Jahre alt sind. Neben Elena und Lila lernen wir auch noch etliche weitere Familien und Freund*innen aus der Nachbarschaft kennen, was einen guten Blick auf die verschiedenen Gesellschaftsschichten, selbst in diesem eher ärmlichen Viertel von Neapel, wirft. Wie unterschiedlich sich das Leben zweier Mädchen entwickeln kann, die auf den ersten Blick die gleichen Voraussetzungen haben, zeigt sich, als Elena Chancen ergreifen kann, die sich Lila nicht eröffnen. Denn Elenas Eltern ermöglichen ihrer Tochter weiterhin die Schule zu besuchen, während Lila schon früh aus der Schule genommen wird. Und das obwohl Lila eigentlich diejenige ist, der die Schule leicht fällt, der alles zufliegt, wohingehend Elena sich die guten Noten in der Schule mühsam erarbeiten muss.
Alles in allem habe ich einige Zeit gebraucht, bis ich mit dem ruhigen Erzählstil und den Mädels warm geworden bin. Das Buch hatte für mich einige Längen, wirkt wie eine lange Einleitung und wurde mir zu sehr in der Retrospektive erzählt. Da hätte es auch gut passieren können, dass ich das Buch abbreche, allerdings hat mich diese sehr speziellie Freundschaft durchhalten lassen. Und tatsächlich wurde es mit der einsetzenden Pubertät dann auch endlich besser - auch wenn ich es normalerweise nicht so mit dieser Altersgruppe habe. Irgendwann habe ich das Buch regelrecht geliebt, gerade das Ende dieses ersten Bands fand ich phänomenal.
Diese unterschiedlichen und doch so eng miteinander verwobenen Lebenswege machen es der Freundschaft zwischen den beiden Mädchen nicht immer einfach und oft habe ich mich gefragt, ob man da überhaupt von Freundschaft sprechen kann bzw. was die Freundschaft ausmacht. Im Endeffekt sind beide - in meinen Augen - in gewisser Weise von einander abhängig, auch wenn zumindest Lila das niemals zugeben würde.
Auch wenn mir das Buch alles in allem etwas zu ruhig erzählt ist, vor allem wenn man eigentlich mit dem berühmt-berüchtigten italienischen Temperament gerechnet hat, hat mich die Geschichte dermaßen einfangen können, dass ich mir auf einen Schlag die komplette Reihe als HC gekauft habe. Diese so schönen Bücher musste ich einfach im Regal stehen haben. Ein richtig gutes Buch, dass mich irgendwann in regelrechte Lese-Euphorie versetzen könnte, ohne ein Highlight zu sein und das Lust auf die ganze Saga macht.
Die Geschichte der beiden neapolitanischen Freundinnen hat mich total begeistert. Elena Ferrante hat eine warmherzige und ausdrucksstarke Sprache. Es war mich ein Hochgenuss, diese mit Leichtigkeit formulierten Sätze zu lesen. Ich hatte eigentlich erwartet, eine halbwegs abgeschlossene Erzählung vor mir zu haben, aber man kann das Werk wohl nur über die drei Bände hinweg abschließend beurteilen. Trotzdem ist der Anfang mit der Kindheit und den frühen Jahren schon mal fünf Sterne von mir wert. Das Klagen über die Handlungsarmut in der Geschichte kann ich nicht verstehen. Für mich ist das gerade das Besondere daran. Die Handlung steht nicht im Mittelpunkt, wie man das in so vielen Büchern der modernen Unterhaltungsliteratur findet. Stattdessen versteht Ferrante es, die Gefühle und Gedanken der Ich-Erzählerin in den alltäglichen Situation spannend in Worte zu fassen. Das ist viel schwerer als einen handlungsstarke Geschichte fortzuschreiben.
In meinem Kopfkino konnte ich das Neapel der 50er Jahre mir sehr plastisch vorstellen. Ich habe die Hauptpersonen sehr lieb gewonnen und bin gespannt, ob sich die Gründe für das Verschwinden Lilas in ihrer Vergangenheit finden lassen. Der Cliffhanger zu Band 2 ist auf jeden Fall eine Einladung zum Weiterlesen, die ich annehmen werde. Highly recommended.