Eine Abtei in Italien mit einer unglaublichen und umfassenden Bibliothek und ausgerechnet an diesem heiligen Ort sterben nach und nach Mönchen. Der Novizze, der damals mit seinem Lehrmeister dort auftaucht, schreibt die Geschichte nieder. Sein Lehrmeister soll alles aufklären: Sein Name - William von Baskerville. Umberto Ecco hat mit diesem Buch eine Legende erschaffen, wirft mit Literatur um sich, erlaubt, nicht erlaubt, verboten, teuflisch und giftig. Ein Lesespektakel vom Allerfeinsten! Bestens verfilmt! We want more!!
Kurz vor seinem Lebensende beschreibt ein Mönch die Geschehnisse in einer alten Abtei. Morde, die unfassbar grausam erscheinen. Und sein Lehrer, William von Baskerville soll die Morde aufklären, irgendwo zwischen Ketzerei und Verfolgungen. Um es vorab zu sagen: Hier liegt nicht der Hund begraben, der Sherlock Holmes berühmt gemacht hat. Aber für jeden Bibliotheken und Krimi Fan ist dieser Roman das Non-Plus Ultra. Gigantisch verfilmt mit Sean Connery und verdammt gut erzählt sollte das Buch dereinst überall seinen Platz finden, aktuell wie es ist.
Nachdem ich den Film mit Shaun Connery gesehen hatte, war ich zwar am Buch interessiert, habe aber auch befürchtet, dass es sehr trocken und langweilig werden könnte. Im Gegenteil. Die Sprache ist zwar etwas altertümlich und eloquent, aber sehr gut zu lesen. Die philosophischen Segmente fand ich auch interessant, nur kam ich bei einigen nicht ganz mit, weil mir einfach der historische Kontext gefehlt hat. Auch als sie den Grundriss der Bibliothek anhand der Fenster herausfinden, kam ich nicht mehr mit, und habe mich einfach darauf verlassen, dass das so stimmt. Dafür sind mir einige der sehr lebhaften Beschreibungen von Adsons Innenleben hängengeblieben. Eine Sache die ich auch beim Film im Nachhinein nicht so gut fand, war, dass das Mädchen eine so große Rolle spielt, denn das war nicht der Punkt. Sie ist dazu da, um Reue, Zweifel und theologische Erkenntnisse in Adson anzustoßen, nicht, um für den jungen Protagonisten eine obligatorische Liebesgeschichte ins Skript zu würgen. Also alles in allem unterhaltsamer, spannender und philosophisch anregender als ich erwartet hatte.

