Überraschend gut
Manchmal schlägt man ein Buch auf und merkt schon nach wenigen Seiten, dass man in eine Welt gezogen wird, die man so schnell nicht mehr verlassen möchte. Genau so ging es mir mit Die rote Königin. In dieser Geschichte leben die Menschen in einer Gesellschaft, die strikt nach der Farbe ihres Blutes getrennt ist. Die Roten stehen ganz unten, während die Silbernen mit besonderen Fähigkeiten über sie herrschen. Als Mare, ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, plötzlich in die Welt der Silbernen gerät, beginnt eine Kette von Ereignissen, die ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellt. Was mich besonders begeistert hat, war der Schreibstil. Victoria Aveyard schafft es, jede Szene lebendig wirken zu lassen. Die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte immer noch ein Kapitel weiterlesen. Die Atmosphäre ist spannend, die Charaktere sind interessant und die Handlung entwickelt sich stetig weiter, ohne jemals langweilig zu werden. Ich bin bei Dystopien mittlerweile ziemlich kritisch, weil das Genre einige meiner absoluten Lieblingsreihen hervorgebracht hat. An Meisterwerke wie Die Tribute von Panem oder Selection kommt Die rote Königin für mich persönlich zwar nicht ganz heran, aber das muss sie auch gar nicht. Sie ist eine großartig geschriebene Dystopie mit einem spannenden Weltenaufbau, starken Ideen und genug Geheimnissen, um mich komplett zu fesseln. Für mich war das endlich mal wieder eine Dystopie, die mich wirklich begeistern konnte. Genau dieses Gefühl, das man hat, wenn man abends eigentlich schlafen sollte, aber unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.




























































