
Beklemmend, düsterer Fall
Handlung [Klappentext] „Er mordet scheinbar ohne Plan. Er weidet seine Opfer aus und schickt ihre Eingeweide an die Frankfurter Polizei. Wer ist der Serienkiller, der sich >Die Hyäne< nennt?“ Fazit Mir hat Die Hyäne insgesamt wirklich gut gefallen, auch wenn es für mich kein ganz perfektes 5-Sterne-Buch war. Was mich direkt gepackt hat, war die extrem düstere Ausgangslage: Julia Durant bekommt es in ihrem 15. Fall mit einem Täter zu tun, der sich selbst „Die Hyäne“ nennt, scheinbar ohne Plan mordet und der Polizei sogar die Eingeweide seiner Opfer schickt. Allein diese Prämisse ist schon heftig und sorgt sofort dafür, dass man merkt, wie brutal und unberechenbar dieser Fall werden wird. Ich persönlich mochte vor allem, dass das Buch nicht lange braucht, um Spannung aufzubauen. Für mich hatte die Geschichte von Anfang an etwas sehr Unruhiges und Bedrohliches, weil klar ist, dass hier kein gewöhnlicher Täter unterwegs ist. Gerade dieses Gefühl, dass Julia Durant und ihr Team es mit jemandem zu tun haben, der Angst ganz bewusst als Waffe einsetzt, hat das Buch für mich so lesenswert gemacht. Dadurch wollte ich immer wissen, wie die Ermittlungen weitergehen und ob es überhaupt gelingt, diesem Täter rechtzeitig näherzukommen. Was mir auch gut gefallen hat, ist, dass der Fall wie ein echter Wettlauf gegen die Zeit wirkt. In den Beschreibungen wird deutlich, dass Julia Durant und ihr Team alles daransetzen müssen, den Killer zu stoppen, bevor weitere Frauen gestalkt und ermordet werden. Genau so etwas funktioniert für mich bei Krimis besonders gut, weil es automatisch Spannung erzeugt und dafür sorgt, dass man dranbleibt. Ich hatte beim Lesen jedenfalls das Gefühl, dass die Geschichte ständig in Bewegung ist und jederzeit wieder eskalieren kann. Ich finde außerdem, dass Julia Durant als Figur einfach gut in so einen harten Fall passt. In den Quellen wird sie als kompromisslos, manchmal spröde, aber zugleich empathisch beschrieben, und genau diese Mischung macht sie für mich als Ermittlerin interessant. Gerade bei einem so brutalen Täter braucht es eine Hauptfigur, die glaubwürdig wirkt und das Ganze trägt – und das scheint hier gut zu funktionieren. Was für mich gegen die volle Punktzahl spricht, ist eigentlich nur, dass mir noch das letzte bisschen gefehlt hat, um von einem absoluten Highlight zu sprechen. Die Handlung klingt stark, die Atmosphäre ist sehr dicht und der Fall ist ohne Frage intensiv, aber ich würde das Buch eher als sehr guten als überragenden Band einordnen. Es ist auf jeden Fall spannend und lesenswert, aber für 5 Sterne hätte ich persönlich noch dieses gewisse Extra gebraucht, das ein Buch wirklich unvergesslich macht.
















