Ein kleiner Roman, der sich mit Liebe und dem dahinterstehendem Wahnsinn beschäftigt. Die Abtrennung der Menschen durch ein Bergmassiv spielt dabei eine grundlegende Rolle, die dafür sorgt, dass Menschen sich entfremden. Der Erzähl-Stil ist vergleichsweise ungewöhnlich, wenn nicht sogar eigenartig. Sätze sind manchmal sehr verschachtelt, manchmal recht einfach. Die Gedanken von Personen werden mit höherer Distanz geschildert. Nicht allzu selten sorgte dieser Stil dann aber auch für Verwirrung bezüglich des Geschehens. Nichtsdestotrotz gibt er der ganzen Geschichte den Charakter einer tatsächlichen Nacherzählung, geprägt von Mystik, Unwissenheit und aber auch Liebe zur Natur. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Roman tatsächlich gut finde. Faszinierend finde ich ihn aber auf jeden Fall.
24. JuniJun 24, 2023
Die Trennung der Rassenby Charles Ferdinand RamuzBerlin, Volk und Welt, 1985,
