Meine Meinung Die Idee um die Geschichte von Dhalia und ihrem Abenteuer finde ich wirklich schön. Die Handlung an sich ist logisch und nachvollziehbar aufgebaut – der Leser verliert nie den roten Faden! Die Welt erinnert prinzipiell an das Mittelalter. Es wird in der 2. Person Plural gesprochen, was mir persönlich total gut gefällt. Nach einem schönen Prolog kommt die Geschichte direkt ins Rollen. Man lernt die Verhältnisse der Welt schnell kennen und findet sich so gut im Buch zurecht. Auch die Karte über die Region fördert die Vorstellungskraft und Nachvollziehbarkeit der Geschichte. Für mich persönlich hätte der Anfang und Dhalias Erkenntnis über die Prophezeiung ein wenig ausgebauter sein können. Ihre Gefühle kommen an dieser Stelle eventuell ein wenig zu kurz. Andererseits ist die Handlung stellenweise ein wenig zu langatmig (insbesondere die Erklärung über das alte Feenvolk in der Bibliothek – hier hätte ich mir irgendwie eine Pause zwischendrin gewünscht). Das kam zwar nicht oft vor, aber erschwerte ein Stück weit den Lesefluss. Im Übrigen ist die Handlung sehr ausgeglichen. Das Ende der Handlung hat mich allerdings irritiert – es hat nicht so ganz in den Handlungsfluss gepasst. Auch fehlte mir hier ein bisschen der Spannungsbogen, die Dramatik. Das fand ich wirklich sehr schade. Die Protagonistin Dhalia ist Elvira auf jeden Fall super gelungen. Sie hat genau die richtige Mischung aus Naivität, Mut, Ehrgeiz und Logik getroffen. Dhalia ist eine geschickte Kriegerin mit Pfeil und Bogen und durchaus in der Lage auf sich selbst aufzupassen. Doch immer wieder blitzt ihre jugendliche Naivität durch, die sie äußerst authentisch wirken lässt. Sie muss noch viel über die Welt und die Verhältnisse (insbesondere des normalen Bürgertums) lernen. Gerade durch Chris erlebt sie bis zum Ende der Geschichte einen sichtbaren Wandel und wir nach und nach reifer. Dieser Charakter hat mir wirklich am besten gefallen. Chris kann man auch als Protagonist bezeichnen, denn er ist fast die komplette Handlung über präsent und ein wichtiger Bestandteil im Vorantreiben der Handlung. Chris ist 32 Jahre alt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Feenorte und deren Schätze zu suchen um so seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er begegnet Dhalia an einem dieser Feenorte. Erstaunt über ihren Mut und ihre Naivität folgt er dem Mädchen und glaubt ihr eine Falle stellen zu können – doch diese Rechnung hat er ohne den Kellner gemacht. Chris ist in der Beziehung zu Dhalia der Bodenständige, derjenige der sie an die Hand nimmt und ihr etwas über die Welt beibringt. Das macht ihn sehr sympathisch. Man merkt im Umgang mit Dhalia, dass etwas in der Luft ist, doch von Kitsch kann wahrlich nicht die Rede sein. Der Schreibstil von Elvira lässt sich sehr flüssig und locker lesen. Stellenweise war er mir aufgrund von Satzeinschüben ein wenig zu umständlich. Auch manche Wiederholungen störten ein wenig den Lesefluss. Im Großen und Ganzen war er aber gut. Fazit Alles in allem hat mir „Feenkind – Band 1: Der See des Abschieds“ von Elvira Zeißler ganz gut gefallen. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und erwecken auf diese Weise die Geschichte richtig zum Leben – man wird zum mitfiebern eingeladen. Leider muss ich Punkte für die Handlung abziehen: Einerseits erschweren stellenweise auftretende Langatmigkeit und Wiederholungen den Lesefluss. Andererseits war das Ende des Buches nicht richtig zufriedenstellend, eher irritierend. Auch wenn es einen zweiten Band gibt, hätte ich mir ein besseres Ende gewünscht. Ich denke den zweiten Band werde ich aber auf jeden Fall noch lesen, weil ich schon neugierig bin, wie es weiter geht .
Das Cover Wusste ihr, dass auf dem Cover selbst die Autorin zu sehen ist? Ich finde, das gibt dem Buch ja noch einen spannenderen Touch! Mir gefällt das Cover sehr gut und ich finde auch, dass es gut zum Inhalt passt. Der Einstieg Als Erstes erwartete mich eine Karte der Welt im vorderen Teil des Buches. Das hat mir sehr gut gefallen und war für mich ein super Einstieg in diese Welt! Allgemein fand ich den Start sehr spannend und gut verständlicher gestaltet. Von Epilog zum Kapitel eins gab es einen zeitlichen Sprung, dieser war gut gewählt und schön aufgeteilt. Ich kam sehr gut mit der Geschichte und der neuen Welt klar. Die Charaktere Die Autorin hat in diesem Buch sehr tolle und sehr liebevolle Charaktere geschaffen. Ich mag sie alle. Vorallem die Protagonistin Dhalia ist eine angenehme Person. Sie ist nicht kindisch aber auch nicht gänzlich erwachsen. Einzig habe ich nicht verstanden, wieso sie zu Chris nie ehrlich sein wollte. Welches Geheimnis hätte sie ihm sagen können, damit er deswegen weglaufen hätte sollen?.. Im Laufe des ersten Bandes kommen immer neue Charaktere zu dem Verlauf des Buches hinzu. Jeder dieser Charakter hat seinen eigenen Hintergrund, seine eigene Geschichte. Diese ist jeweils sehr schön erzählt und liebevoll gestaltet. Die Charaktere sprechen sich teilweise per du und zum Teil mit "Euch" und "Ihnen" an. Dies ist an gewissen Stellen etwas verwirrend gewesen für mich. Der Schreibstil Das Buch ist voller schöner, gut gewählten Sätze, welche gut verständlich und schön beschriebend sind. Die Wahl der Satzlänge ist nicht zu kurz, und dennoch nicht zu ausführlich. Die Emotionen im Buch kommen sehr gut rüber, die Spannung im Buch ist schön aufgebaut. Das Buch ist aus der Erzähler Perspektive, teilweise aber auch aus verschiedenen Sichten der Charaktere geschrieben. Allgemein ein sehr angenehmer und sehr flüssiger Schreibstil. Die Story Die "Mission" in diesem Buch ist von Beginn an klar und es werden immer wieder Kleinigkeiten eingebaut, die etwas weiter helfen. Die Geschichte ist in sich sehr 'verschachtelt' und verworren, das gefällt mir gut. Es liest sich leicht und dennoch muss man aufmerksam bleiben, um kein Puzzlestück zu verpassen. Es kommen immer wieder fantastische neue Wesen im Buch vor und die Spannung wird auch durch Verfolgungen sehr hoch gehalten. Die Geschichte ist bildlich und knackig geschrieben. Die Autorin zeigt immer wieder neue Seiten auf, was noch mehr Einblick in die Verwicklungen der Geschichte gibt. Auch hat die Autorin Abgründe der 'tollen' Charaktere aufgezeigt. Denn alle Menschen haben zwei Seiten... Mein Fazit Der Abschluss von Teil 1 hinterlässt Wunden! Das Buch ist super geschrieben und echt mitreissend, auch was Gefühle angeht. Zum Glück stirbt die Hoffnung bekanntlicherweise zuletzt und ich bin sehr gespannt auf Teil 2! Ich gebe dem Buch gerne gute 5 Sterne! Details zum Buch: Erscheinungstermin 8. 2. 2015 Seiten 430 Band 1 von 2

