15. März
Rating:4.5

Ein 7-Jähriger erzählt von seinem Leben auf einer Baumwollfarm

Dieses Buch wird aus der Ich-Perspektive eines Siebenjährigen geschrieben. Und: Dieses Buch hört sich an, als wäre es von einem renommierten Autor geschrieben worden - was es ja auch ist. So mancher würde das kritisieren. Ich aber fand es wunderbar. In diesem Buch zeigt sich, was Literatur kann. Es wäre ja auch kein Leseerlebnis, wenn das Buch tatsächlich so geschrieben wäre, wie ein Zweitklässler schreibt. Besonders schön fand ich, als ich nach dem Lesen gehört habe, dass dieses Buch auf Grishams eigener Kindheit beruht. Auch er lebte auf einer Farm in Arkansas. Auch sein Traum war es, ein berühmter Baseballer zu werden. Auch er ist in einer Baptistenfamilie großgeworden.

Die Farm
Die Farmby GrishamMünchen RM Buch und Medien,
30. Jan.
Gibt bessere Bücher des Autors
Rating:2

Gibt bessere Bücher des Autors

Die Farm von John Grisham ist ein Familienroman der in den 1950iger Jahren spielt. Wer hier einen genialen Politthriller des Autoren erwartet wird eher enttäuscht. Ich habe bisher einige seiner Thriller gelesen oder die Verfilmungen gesehen und bin von seinem Schreibstil begeistert. Daher freute ich mich mal ein anderes Genre des Autors kennen zu lernen. Allerdings konnte er mich hier nicht überzeugen. 1952 Arkanses: Luke ist sieben Jahre alt und lebt mit seiner Familie auf einer Baumwollfarm. Wie jedes Jahr holen sie sich Saisonarbeiter auf den Hof, doch dieses Jahr wird alles verändern. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und man kann gut in die Geschichte rein kommen. Er schreibt sehr bildhaft und lebendig. So hat man das Gefühl die Hitze, Entbehrungen aber auch die Freuden mitzuerleben. Stellenweise ist die Geschichte sehr langatmig, konstruiert und zäh. Man fragt sich unwillkürlich was der Autor mit der Geschichte bezwecken wollte. Einige Szenen sind aus meiner Sicht für den Verlauf völlig unnötig gewesen. Das Buch ist aus der Sicht des 7 jährigen Lukes geschrieben und da beginnt bei mir schon der erste Kritikpunkt. Nie und nimmer verhält sich ein sieben Jähriges Kind so wie Luke in diesem Buch. Wenn es nicht ständig erwähnt werden würde, würde man glauben es mit einem Teenager von 14 oder 15 Jahren zu tun zu haben. Man könnte einwenden das es ja in Amerika und im Jahr 1952 spielt, aber auch da glaube ich nicht das ein sieben jähriges Kind sich so verhalten hat. Man erfährt zwar einiges über das Leben zu der damaligen Zeit und erfährt wie schwer es einigen ging, aber im Großen und Ganzen war es eher nichtssagend und langweilig. Warum ich das Buch nicht abgebrochen habe? Es gab immer wieder kleine Lichtblicke die mich dann doch fesselten. Auch gab es zwischendrin immer mal spannende oder unterhaltsame Szenen. Zudem braucht es ab und zu mal ein Buch bei dem man einfach nur liest und nicht unbedingt tief eintauchen muss. Für mich war das Buch eher ein Flop. Allerdings empfehle ich die Thriller des Autoren. Die sind wirklich spannend und einzigartig.

Die Farm
Die Farmby GrishamMünchen RM Buch und Medien,
14. Juli
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Rating:3

„Die meisten Farmer können von Glück reden, wenn sie die halbe Ernte schaffen. Ziemlich blöd, oder? Sie arbeiten ein halbes Jahr lang wie verrückt, verlieren alles, dann gehen sie nach Norden zum Arbeiten und bringen genug Geld mit, um ihre Schulden zu bezahlen. Dann pflanzen sie wieder Baumwolle.“ (S.387) „Sie waren weder unhöflich noch hochnäsig, nur so anders, dass ich mich in ihrer Gegenwart unbehaglich fühlte. In diesem Augenblick beschloss ich, dass ich mich nie, unter keinen Umständen, verhalten würde, als wäre ich etwas Besseres, nur weil ich in Memphis oder Little Rock lebte.“ (S.424) Es ist die Geschichte eines Jungen, der in einer entbehrungsreichen Zeit im ländlichen Arkansas seinen Träumen hinterher jagt. Für mich war es zunächst keine Handlung mit ultimativem Alleinstellungsmerkmal, vielmehr kam es mir während des Lesens so vor, dass die Ereignisse so oder so ähnlich in den unterschiedlichsten Länder der westlichen Welt bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts stattgefunden haben könnte. Ich ordne das Buch als einen interessanten Zeitzeugen des Lebens der „kleinen Leute“ in dieser Epoche ein. Die Ereignisse im letzten Drittel des Buches verleihen der Handlung jedoch eine spannendere Note.

Die Farm
Die Farmby GrishamMünchen RM Buch und Medien,