Am kaiserlichen Hof von Great Zhou müssen zwei junge Männer das Spiel aus Intrigen um den Thron mitspielen, um ihre Freiheit wieder zu erlangen. Dabei kommen sie sich näher, als sie eigentlichen wollen.
Der erste Teil von Ballad of Sword and Wine hat mir wirklich gut gefallen. Dabei liegt der Hauptfokus gar nicht so sehr auf der Beziehung zwischen Xiao Chiye und Shen Zechuan, sondern vielmehr auf den Intrigen, die gesponnen werden, um die Macht über das Kaiserreich zu festigen bzw. sie zu verschieben. Je nach dem welcher Fraktion die jeweiligen Charakter angehören. Xiao Chiye und Shen Zechuan beteiligen sich beide an diesem Spiel, nicht weil sie selbst die Macht über das Kaiserreich, sondern ihre Freiheit wollen. Der eine möchte zurück in seine Heimat und nicht länger als Druckmittel genutzt werden, während der andere kein Gefangener sein und sich an denjenigen rächen möchte, die ihm Unrecht getan haben. Beide geben dafür vor einen anderen Charakter und andere Verhaltensweisen zu haben, als es der Fall ist. Jedoch gelingt ihr Griff nach der eigenen Freiheit nur mäßig und dazu kommt es, dass sie aber der Hälfte des Buch etwa immer mehr miteinander zu tun haben. Dabei wächst auch die gegenseitige Anziehung. Die Interaktionen und Gespräche von Xiao Chiye und Shen Zechuan sind immer wieder unterhaltsam und ich hoffe, dass sich die Dynamik nicht zu sehr verändert, während in den kommenden Teil sich ihre Beziehung weiterentwickelt. Ballad of Sword und Wine verbindet gekonnt eine Liebesgeschichte mit politischen Machtspielen, ohne dass das eine das andere übertrifft und ich bin gespannt wie es weiter geht. Am Anfang kann es etwa schwer sein, in die Geschichte reinzufinden, da man mit vielen Charakteren und Städten recht schnell konfrontiert wird, aber ist man einmal drin, lässt das Buch gut weglesen. Ich hätte mir nur mehr ein paar mehr Illustrationen gewünscht, da diese auch sehr schön sind.










