
>>Ich will unsere Chance nicht verschwenden, indem wir sie nutzen, bevor wir bereit sind. << >>Wieso bist du dann überhaupt hergekommen? << >>Weil ich nicht anders konnte. << Was ist stärker – das Leben, das zwei Menschen immer wieder trennt, oder das Schicksal, das sie trotzdem zueinander zurückführt? Rebecca Yarros hat es mit In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen mal wieder geschafft, mich vollkommen für sich einzunehmen. Was ich an ihren Geschichten so liebe, ist diese besondere Abwechslung, mit der sie immer wieder überrascht. Manche ihrer Bücher sind emotional so intensiv, dass sie einen beinahe zerstört zurücklassen, während andere sich wie ein sicherer Ort anfühlen – voller Wärme, Sehnsucht und diesem Gefühl, sich einfach in einer Geschichte verlieren zu können. Genau in diese zweite Kategorie reiht sich In the Likely Event für mich ein, auch wenn es gleichzeitig all die emotionale Tiefe mitbringt, für die Rebecca Yarros so bekannt ist. Dieses Buch erzählt von Schicksal, zweiten Chancen, Verbundenheit und von der Frage, ob zwei Menschen immer wieder zueinanderfinden können – selbst dann, wenn das Leben sie mit voller Wucht auseinanderreißt. Rebecca Yarros nimmt uns mit in eine Geschichte voller Romantik, Hingabe und intensiver Emotionen, ohne dass sie jemals überladen wirkt. Stattdessen fühlt sich alles greifbar und nah an, als würde man nicht einfach nur eine Liebesgeschichte lesen, sondern zwei Menschen über Jahre hinweg begleiten – mit all ihren Brüchen, Hoffnungen und den Gefühlen, die sie nie ganz loslassen. Besonders die Charaktere haben mich in dieser Geschichte unglaublich schnell für sich gewonnen. Zwischen Nate und Izzy liegt von Anfang an diese Vertrautheit, diese Natürlichkeit, die man nicht künstlich erschaffen kann. Es wirkt nicht, als würden sich hier einfach nur zwei Figuren begegnen, sondern als hätten sie vom ersten Moment an etwas, das sie unausweichlich miteinander verbindet. Genau das macht ihre Dynamik so besonders, weil man nicht nur ihre Anziehung spürt, sondern auch dieses tiefe, fast stille Verständnis füreinander. Vor allem Nate und Izzy tragen diese Geschichte mit einer Intensität, die mich komplett abgeholt hat. Beide wirken auf ihre eigene Art greifbar und echt, mit Ecken, Verletzlichkeit und einer Vergangenheit, die sie geprägt hat. Gerade das macht sie für mich so nahbar, weil sie nicht perfekt sind, sondern menschlich. Ihre Begegnungen leben nicht nur von romantischer Spannung, sondern vor allem von den Emotionen, die zwischen ihnen mitschwingen – von Sehnsucht, Unsicherheit, Hoffnung und all dem, was unausgesprochen zwischen ihnen steht. Rebecca Yarros gelingt es, ihre Verbindung nicht nur romantisch, sondern auch tief und glaubwürdig wirken zu lassen. Man fühlt mit ihnen, leidet mit ihnen, hofft mit ihnen – und genau dadurch wird ihre Geschichte so intensiv. Was ich an dieser Geschichte außerdem besonders mochte, war die Erzählweise. Normalerweise bin ich nicht der größte Fan davon, wenn ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt wird, weil mich das oft eher aus der Geschichte herausbringt. Hier war es aber genau das Gegenteil. In In the Likely Event hat mich dieses Wechseln überhaupt nicht gestört – im Gegenteil: Es hat die Geschichte für mich sogar noch greifbarer gemacht. Durch die Rückblicke versteht man nicht nur die Verbindung zwischen Nate und Izzy besser, sondern bekommt auch tiefere Einblicke in ihre Gedanken, ihre Entwicklung und die Erfahrungen, die sie geprägt haben. Dadurch haben ihre Entscheidungen, ihre Emotionen und auch ihre Beziehung zueinander für mich noch mehr Tiefe bekommen. Auch die Nebencharaktere haben für mich einen wichtigen Teil dieser Geschichte ausgemacht. Gerade bei Nates besten Freunden hatte ich nie das Gefühl, dass sie nur da sind, um die Handlung zu ergänzen. Sie strahlen etwas aus, das sich nach Familie anfühlt – nach Loyalität, Vertrautheit und einem Band, das weit über Freundschaft hinausgeht. Ihre Präsenz hat der Geschichte eine ganz eigene Wärme gegeben, weil man spürt, wie wichtig sie für Nate sind und wie sehr sie zu seinem Leben gehören. Sie haben für mich nicht einfach nur das Umfeld gefüllt, sondern der Geschichte wirklich etwas gegeben. Im Gegensatz dazu blieb Izzys Schwester für mich leider etwas blasser. Dabei mochte ich durchaus, welche Rolle sie für Izzy eingenommen hat – gerade in den Momenten, in denen Izzy am Ende war, war sie da und hat gezeigt, dass sie eine liebevolle und starke Schwester ist. Sie wurde oft erwähnt und war auch keineswegs unwichtig, aber im Vergleich zu Nates Freundeskreis war sie für mich einfach nicht ganz so greifbar. Mir hat bei ihr ein wenig dieses Gefühl gefehlt, sie wirklich kennenzulernen oder eine tiefere Verbindung zu ihr aufzubauen. Sie war da, sie hatte ihre Bedeutung, aber sie wirkte auf mich nicht ganz so lebendig wie andere Figuren dieser Geschichte. Und dann war da für mich noch ein Punkt, der mich zusätzlich besonders abgeholt hat: das Militär-Setting. Ich liebe Geschichten in diesem Umfeld einfach, weil sie oft eine ganz eigene Intensität mitbringen – geprägt von Loyalität, Pflichtgefühl, Zusammenhalt und dieser unterschwelligen Spannung, die immer mitschwingt. Auch hier hat das für mich unglaublich gut funktioniert, weil es nicht nur als Hintergrund diente, sondern Nates Welt, sein Umfeld und damit auch die gesamte Atmosphäre der Geschichte noch greifbarer gemacht hat. Es hat der Handlung nicht nur zusätzliche Spannung verliehen, sondern ihr auch emotional noch einmal mehr Tiefe gegeben. Und genau das ist etwas, das Rebecca Yarros für mich einfach unglaublich gut kann: Sie schreibt nicht nur Romantik, sondern Gefühle. Sie erschafft keine oberflächlichen Liebesgeschichten, sondern Verbindungen, die von Sehnsucht, Timing, Verlust, Hoffnung und echter Nähe leben. In the Likely Event ist für mich deshalb weit mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es ist eine emotionale Reise zweier Menschen, die sich immer wieder begegnen, immer wieder zueinander hingezogen werden und deren Geschichte gerade durch ihre Vergangenheit, ihre Entwicklung, ihr Umfeld und diese besondere Atmosphäre so intensiv wirkt. Für mich war dieses Buch deshalb eine Geschichte, in die man sich fallen lassen konnte – voller Herz, Schicksal, Verbundenheit und Charaktere, die nicht nur berühren, sondern bleiben. Rebecca Yarros beweist für mich auch hier wieder, warum sie mich mit ihren Büchern immer wieder erreicht: weil ihre Geschichten nicht nur gelesen, sondern gefühlt werden und noch lange nach der letzten Seite nachhallen.






























































