Starker Start, aber schnell vorhersehbar
Das Cover hat mir direkt gut gefallen, da es sehr ansprechend gestaltet ist und gut ins Genre passt. Der Einstieg in die Geschichte war überraschend stark. Die Dynamik zwischen Ash und Colt ist sofort spürbar und sorgt dafür, dass man schnell in die Handlung reinfindet. Besonders Colts Hintergrundgeschichte fand ich interessant, weil sie lange einer der wenigen Punkte war, die wirklich Neugier und Spannung erzeugt haben. Mit der Zeit hat die Geschichte für mich allerdings deutlich nachgelassen. Ab der Mitte wurde vieles sehr vorhersehbar und die Handlung hat kaum noch überrascht. Auch das Thema Forbidden Love spielt eigentlich nur am Anfang wirklich eine Rolle und verliert danach schnell an Bedeutung. Der Romance-Aspekt entwickelt sich insgesamt eher schnell, weshalb ich die Einordnung als Slow Burn nicht ganz passend fand. Die wechselnden Perspektiven haben mir grundsätzlich gut gefallen, weil ich solche Erzählweisen gerne mag. Trotzdem ist das mittlerweile in vielen Romance-Romanen Standard und hebt das Buch für mich nicht besonders hervor. Bei den Charakteren hatte ich gemischte Gefühle. Ash wirkte auf mich oft eher naiv, unsicher und teilweise nicht sehr glaubwürdig in ihren stärkeren Momenten. Viele Nebenfiguren blieben sehr blass und hatten kaum Tiefe. Besonders die männlichen Charaktere haben mich größtenteils gestört, da sie oft unsympathisch und teilweise sehr toxisch wirkten. Colt war für mich noch der angenehmste Charakter, während Logan für mich überhaupt nicht funktioniert hat. Auch der Hockey-Aspekt kam deutlich zu kurz. Für eine Hockey-Romance hätte ich mir wesentlich mehr Bezug zum Sport gewünscht, da dieser im Buch nur am Rand eine Rolle spielt. Der Spice wirkte auf mich teilweise eher unangenehm und hat mich nicht wirklich überzeugt. Insgesamt hatte die Geschichte viele typische Klischees, und einige Konflikte hätten sich durch einfachere Kommunikation schnell lösen lassen, wodurch das Drama manchmal künstlich wirkte. Fazit: Das Buch hat stark begonnen, konnte dieses Niveau aber nicht halten. Ab der Mitte wurde es für mich zäher, vorhersehbarer und emotional weniger überzeugend. Für Fans von New-Adult- und Hockey-Romances ist es okay zu lesen, insgesamt bleibt es für mich aber eher durchschnittlich und austauschbar.
















