Schicksal, Entscheidungen und neue Prüfungen
Spoilerwarnung! ! ! . . . Schicksalstraum hat mich emotional wieder komplett mitgerissen. Gleich zu Beginn gibt es einen Moment, der für mich pure Erleichterung war: Ayden lebt. Nach der ganzen Spannung und Angst aus dem vorherigen Teil fühlt sich das wie ein kurzer Atemzug an als würde man endlich wieder Luft holen können. Doch lange bleibt diese Ruhe natürlich nicht . Besonders nachvollziehbar fand ich die Entwicklung rund um Noah. Dass er sich von Tess trennt, ist für mich absolut verständlich. Immerhin hat er selbst gehört, was sie zu ihm gesagt hat, kurz bevor Ayden beinahe gestorben wäre. Das muss unglaublich wehgetan haben. Auch wenn Noah stark wirkt und Tess sogar eine Freundschaft anbietet, glaube ich nicht, dass ihn das wirklich kalt lässt. Wenn man bedenkt, dass er mit jemandem zusammen war, der ihn im Grunde nie so geliebt hat wie er sie, dann ist klar, dass diese Situation tiefe Spuren hinterlässt auch wenn er versucht, sich nichts anmerken zu lassen. . Ein wichtiger und gleichzeitig spannender Bestandteil des Bandes sind wieder Kates Prophezeiungen. Sie geben der Geschichte diese geheimnisvolle und unheilvolle Atmosphäre, bei der man ständig das Gefühl hat, dass etwas Größeres im Hintergrund passiert und noch lange nicht alles gesagt ist. . Sehr eindrücklich fand ich auch den Moment rund um den Schicksalstest. Der Rat hat Tess praktisch dazu gezwungen, diesen Test zu machen. Nachdem sie ihn nicht bestanden hatte, musste sie zu dieser Familie gehen, die dann den strengen Plan für sie aufgestellt hat. Für einen Teenager ist das extrem hart. Ihr gesamter Alltag wird von Training bestimmt, Freizeit scheint es kaum zu geben, weil alles darauf ausgerichtet ist, ihre Fähigkeiten zu verbessern. Man merkt dabei sehr deutlich, wie wenig Kontrolle Tess über ihr eigenes Leben hat obwohl es doch eigentlich um ihre Zukunft und ihr Schicksal geht. . Auch Alfredo ist für mich noch eine Figur, bei der ich nicht ganz weiß, was ich von ihm halten soll. Zumindest macht er kein Geheimnis daraus, dass er Tess nicht besonders mag. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass er und sein Vater Tess’ Gabe für ihre eigenen Zwecke nutzen wollen. Das gibt der ganzen Situation noch einmal eine ganz andere Dynamik und lässt einen als Leser ständig überlegen, wem man überhaupt noch trauen kann. . Einer meiner Lieblingsmomente war jedoch ganz klar, dass Ayden und Tess sich wiedergefunden haben. Nach allem, was sie durchgemacht haben, fühlt sich dieser Moment wie ein kleiner Hoffnungsschimmer an. Ich habe beim Lesen richtig gehofft, dass sie diesen Weg gemeinsam weitergehen können. . Was diese Reihe für mich aber wirklich besonders macht, ist das Gefühl, das sie am Ende jedes Bandes hinterlässt. Die Geschichte hört nie einfach aufsie zieht einen immer weiter hinein. Genau dann, wenn man denkt, jetzt könnte vielleicht kurz Ruhe einkehren, öffnet sich schon die nächste Tür voller Fragen, Geheimnisse und neuer Gefahren. Man schlägt die letzte Seite zu und merkt sofort: Das war kein Abschluss, sondern eher der Beginn von noch mehr Spannung. . Und genau deshalb verdient Schicksalstraum für mich 5 Sterne. Das Buch schafft es, Emotionen, Spannung und offene Fragen so zu verbinden, dass man als Leser gar nicht anders kann, als weiterzulesen. Jeder Band endet wie eine Einladung in den nächsten Teilund man folgt ihr nur allzu gerne.
















