Es war mir ein freudiges Haareraufen!
Niemals hätte ich gedacht, dass mich dieses Buch so fesseln würde! Es war abartig, hässlich, und genau das hat mich zum Nachdenken angeregt. Es offenbart die fürchterlichsten Charaktereigenschaften und Lebensphilosophien, die ein Mensch nur besitzen kann. Mehrmals musste ich das Buch zuschlagen und erstmal schlucken, doch es lässt einem unweigerlich über seine eigenen Werte nachdenken. Es ist so facettenreich, dass ich es bald noch einmal lesen werde/muss, um alles, was zwischen den Zeilen steht, voll und ganz begreifen zu können. Darauf freue ich mich besonders, da ich mir sicher bin, viele neue Dinge zu entdecken, über die ich wieder mit dem Kopf schütteln kann. Was das 11. Kapitel betrifft... Ja, es ist tatsächlich sehr langatmig, doch es ist gut, dass dieses Platz darin gefunden hat, da es die extreme Affinität der Kunst, die Dorian hegt, so verständlich wie nur möglich ausdrückt. Die Extreme, die die Kunst und somit in gewisser Weise auch sein Bild der Schönheit in seinem Leben einnimmt, konnte nur durch eben dieses verständlich gemacht werden, zumindest wüsste ich nicht, wie Oscar es besser hätte beschreiben können.
