Spannender Thriller mit Weihnachtsatmosphäre
Schaurige Tatorte – weihnachtlich arrangiert – lassen sogar Kriminalkommissar Mathias Kron das Blut in den Adern gefrieren. Fest steht zunächst nur, dass der Täter dem Weihnachtsfest deutlich abgeneigt gegenübersteht und seinen Opfern das Glücklichsein offenbar nicht gönnt. Auch Anja bemüht sich, für ihre Familie ein schönes Fest zu organisieren, doch irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht. Ihre Pflegetochter, die aufgrund eines Traumas ausschließlich über ihre Puppen kommuniziert, stellt plötzlich einen der Morde nach – zu einem Zeitpunkt, als darüber in den Medien noch gar nicht berichtet wurde. Pflegesohn Henry wird gerade zur Weihnachtszeit von seiner Vergangenheit eingeholt, versucht jedoch, die familiäre Stimmung nicht zu trüben. Familienvater Dirk verhält sich zunehmend merkwürdig: Er wirkt immer abwesender und geht nachts spazieren, um den Kopf freizubekommen. In Anja wächst die Skepsis – verbirgt Dirk etwas vor ihr? Ich mag diese Reihe von Andrea Reinhardt sehr. Ihr Schreibstil ist flüssig und sorgt dafür, dass sich ihre Bücher ausgesprochen gut und schnell lesen lassen. Dieses Buch hätte ich zwar lieber ein paar Wochen früher von meinem SuB befreit, aber gut – Weihnachten liegt ja noch nicht allzu weit zurück, und ein paar Dominosteine habe ich auch noch übrig. Ich fand das Buch wieder einmal äußerst spannend und konnte es kaum aus der Hand legen. Die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge und wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was durchgehend für neuen Nervenkitzel sorgt. Zum Schluss setzt die Autorin dann einen überraschenden Schlussakkord, der noch lange nachhallt.











