Science-Fiction, Roman mit guter Liebesgeschichte und Kommunikationsschwierigkeiten
In dem Buch “Alientyrann” hat es Cece nicht unbedingt einfach. Erst stirbt ihre Großmutter, einer der letzten Verwandten, die sie hatte, und dann wird sie beim Joggen auch noch entführt. Sie landet in einer Art Lager, in dem sich nicht nur sie, sondern auch viele andere Frauen aus verschiedenen Fachgebieten befinden. Sie erfährt, dass sie eine der Auserwählten ist, denn die Armee hat vor, sie und die anderen Frauen auf einen ihnen völlig unbekannten Planeten auszusetzen, damit sie eine neue Energiequelle für die Erde finden. Eine große Wahl bleibt Cece und den anderen nicht, denn kaum erfahren sie, wohin die Reise geht, sind sie schon fast dort. Als Linguistik-Doktorandin bringt sie einen entscheidenden Vorteil mit, denn auf dem Planeten, auf dem sie landen sollen, gibt es Aliens. Buroudei gehört einem uralten Volk von Sandmeer-Warlords an. In ihrem Volk ist es üblich, dass die Lavrika ihnen ihre vorherbestimmte Gefährtin zeigt. Buroudei ist einer der Glücklichen, der endlich seine Gefährtin sieht, sie aber nicht zuordnen kann, da sie offensichtlich nicht von seiner Spezies stammt. Bei einem Ausflug beobachtet er, wie ein Raumschiff auf seinem Planeten landet und die Frauen in Panik fliehen. Als sie angegriffen werden, schnappt er sich seine Gefährtin und nimmt sie mit nach Hause. Wer jetzt denkt, das sei ein Happy End, liegt falsch, denn das größte Problem, das die beiden haben, ist die Kommunikation, da keiner von beiden die Sprache des anderen spricht. Ich liebe Science-Fiction-Bücher über alles, vor allem, wenn es um Aliens, andere Planeten und deren Kulturen geht. In vielen Büchern gibt es Übersetzer, die den Frauen implantiert werden, damit sie alle Sprachen sprechen können und es keine Kommunikationsschwierigkeiten gibt. Deshalb fand ich dieses Buch besser als andere, da es verdeutlicht, wie schwierig es erstens ist, eine neue Sprache zu lernen, und zweitens, dass Kommunikation manchmal sehr schwierig sein kann. Ich fand ebenfalls gut, dass das Buch aus mehreren Perspektiven geschrieben wurde, wodurch man verschiedene Situationen besser beurteilen konnte. Gerade in Science-Fiction sind einige Dinge für uns nicht immer klar, während sie für andere Spezies ganz natürlich sind. Natürlich hatte ich auch immer im Hinterkopf, was mit den anderen Frauen passiert ist, da sie bei der Ankunft getrennt wurden. Es war mir sehr wichtig, dass das weitergeführt wird und nicht einfach außer Acht gelassen wird oder später irgendwie wieder auftaucht, ohne dass es eine Vorgeschichte dazu gibt. Ich fand auch gut, dass die Thematik angesprochen wurde, dass die Frauen sowohl mit der Kommunikation als auch mit den Gegebenheiten der Kultur und des Planeten zu kämpfen hatten. Sie waren der Sonne ausgesetzt, was für die Menschen natürlich nicht unbedingt von Vorteil war, und man musste auf ihre Bedürfnisse eingehen. Die Kultur dieser Alien-Spezies fand ich ebenfalls sehr interessant, da Frauen die gleichen Rechte wie Männer hatten und vielleicht sogar etwas höher gestellt waren, weil sie bei der Partnerwahl immer das letzte Wort zu haben schienen. Im Gegensatz dazu mussten sich die Männer unterordnen. Insgesamt fand ich das Buch sehr gut, obwohl es für mich kein Jahres-Highlight war. Aber es war schön, nach langer Zeit wieder einmal ein gutes Science-Fiction-Buch zu lesen.




