Rating:5★
Verrückt, einfach nur verrückt. Ich liebe das verrückte, das verdrehte, das unvorhersehbare, das Gefühl verrückt zu werden. Ja, genauso geht es mir. Es ist unglaublich spannend und unterhaltsam, Alice im Asylum zu beobachten, Sie zu begleiten und nebenbei dem Wahnsinn zu frönen. Ein herrliches Spektakel für zwischendurch. Alice ist mit ihrer Wahrnehmung nun im reinem. Endlich glaubt sie an die Tatsache, dass sie Nachts das Asylum verlassen hat. All ihre Abenteuer waren Wirklichkeit. Diesen Punkt können wir nun hinter uns lassen. Doch es tauchen immer mehr unnatürliche Situationen auf. Alice stellt sich mutig jeder Konfrontation. Ob es ihre Schwestern sind oder die Angestellten im Asylum selbst. Alice braucht endlich Antworten. Antworten auf ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und auf ihre mit Insassen. Immer wieder dreht sich alles um das Wunderland, immer wieder ist die Rede vom Schachspiel. Es ist zum verrückt werden. Und dennoch hat die Partie gerade ihre Eröffnung hinter sich. Jede Figur und jeder Zug, sind Ungewisse Handlungen für die Zukunft. Alice hat ihre Position und ihre Rolle noch nicht erkannt. Doch es gibt einen Lichtblick in ihrem düsteren Dasein. Jack. Unsere heimliche liebe. Doch selbst mit ihm scheint etwas nicht zu stimmen. Wer ist nun Freund oder Feind. Wer spielt auf welcher Seite. Wer ist böse wer ist gut. Fragen über Fragen, sie nehmen kein Ende. Es ist zum verrückt werden. Einfach genial. Ich liebe die Geschichte rund um Alice. Alle Charaktere waren sehr detailliert und bildlich beschrieben. Man kann sie sehr gut mit dem original in Einklang bringen. Jedes Merkmal sticht sofort heraus. Die Kulisse rund um das Asylum lädt zum verzweifeln und schmunzeln ein. Humor und Sarkasmus stehen an der Tagesordnung, denn anders wäre dieser Laden nicht zu ertragen. Das Ende bleibt offen und gibt genug Raum für Spekulationen. Natürlich heißt es jetzt abwarten und Tee trinken, bis es weitergeht. Doch dann bekommt der Wahnsinn erneut einen Namen.
Sechs unmögliche Dinge (Die Wunderland-Akten, Band 2)by Maya ShepherdIndependently published