
Ein Buch mit einer interessanten Grundidee aber vielen Kritikpunkten.
Leider habe ich mich sehr schwer getan überhaupt in die Geschichte zu finden. Am Anfang des Buches wird man in die Vergangenheit katapultiert und erfährt ein bisschen was über "den Baron", allerdings ist alles etwas mysteriös. Danach lernt man die Hauptperson Eugen kennen, einen wie im Klappentext beschrieben, "Normalo", Familie, Haus mit Garten, trocken seit Jahren und liebt seinen Job. Dafür reist er sogar ins ferne Kanada. Aber dann kommt alles anderes gedacht. Sowohl Eugen als auch der Arzt Roland, der ebenfalls zur Ausgrabung reist, und alle anderen wissen nicht, dass diese Reise noch einige Überraschungen in sich birgt. Die Charaktere sind an sich interessant, aber manche sind etwas zu kurz gekommen und wirken leider etwas blass. Was den Plot angeht, muss ich sagen hat es mir im großen und ganz gut gefallen, aber leider fand ich ihn zu wenig ausgereift. Der Autor hat dieses Buch in kürzester Zeit geschrieben und veröffentlicht, vielleicht hätte er sich ein bisschen mehr Zeit nehmen sollen. Aus der Geschichte hätte man vermutlich noch viel mehr rausholen können. Das spiegelt sich leider auch sehr im Buchsatz wider, denn dieser variiert sehr oft, sogar innerhalb der Kapitel, sowohl was Schriftgröße als auch sei Abstände der Buchstaben in einer Zeile betrifft, was meinen persönlichen Lesefluss doch sehr beeinträchtigt hat. Zudem wirkte die Sprache zum Teil sehr abgehackt. Wobei ich dazu sagen muss, dass es dann wieder Stellen im Buch gab, die sehr flüssig und gut zu lesen waren. Auch habe ich mich zum Teil sehr an der Ausdrucksweise mancher Charaktere gestört, natürlich ist das ein stilistisches Mittel, aber es passt leider überhaupt nicht zu der Angabe auf dem Buchrücken "Obszönität 1 von 5". Ich denke alles in allem hätte Zeit dem Buch gut getan. Aufgrund der wirklich tollen Grundidee und den Passagen, die gut geschrieben und interessant waren, gebe ich dem Buch noch 2,5/5 ⭐








